Erweiterte Funktionen
Renditen steigen leicht - Fed-Kommentare wirken nach
10.11.25 10:14
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Am Zinsmarkt sei in der ersten Novemberwoche ein leichter Drift der Benchmarkzinsen nach oben zu beobachten gewesen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Die Analysten der RBI würden dies als Ausläufer des Repricing der USD-Kurve interpretieren, welches Ende Oktober durch hawkische Kommentare von Fed-Präsident Powell ausgelöst worden sei. Aus Sicht der Analysten sei zu Recht die Möglichkeit einer Zinssenkungspause im Dezember nunmehr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gepreist. Die Aufwärtsbewegung bei Treasury-Renditen habe die Renditen von deutschen Staatsanleihen mitgezogen, wobei der transatlantische Renditespread am kurzen Ende zugenommen habe. Dies habe den USD unterstützt, was aber angesichts absehbarer Zinssenkungen in den USA und unveränderter Leitzinsen in der Eurozone im Jahr 2026 wohl nur eine vorübergehende Bewegung sein dürfte.
Interessant sei auch, dass sich nach den Beschlüssen zur Notenbankbilanz der Fed letzte Woche die EZB-Direktorin Schnabel mit ihren Vorstellungen für die EZB zu Wort gemeldet habe. Auch wenn sie nur ihre persönliche und noch vorläufige Meinung zum Ausdruck gebracht habe, so sei die vorgestellte mögliche Vorgehensweise der geldpolitischen Steuerung eine gewisse Richtschnur. Aus dieser sei zu entnehmen, dass die Bilanzreduktion anders als bei der Fed noch lange fortgesetzt werde, die bestehenden APP- und PEPP-Anleiheportfolios gänzlich abgebaut würden und Refinanzierungsgeschäfte wieder ein viel höheres Gewicht bekämen und ausgebaut würden, bevor es zu strukturellen Bondkäufen komme, wobei Letztere sich auf kurze Laufzeiten fokussieren sollten. Sowohl Ausmaß als auch Art der Liquiditätsbereitstellung der EZB würden sich also deutlich von der US-Notenbank unterscheiden und wohl auf das Pricing von Zinsprodukten und Bankenbilanzen Einfluss nehmen. (Ausgabe vom 07.11.2025) (10.11.2025/alc/a/a)
Die Analysten der RBI würden dies als Ausläufer des Repricing der USD-Kurve interpretieren, welches Ende Oktober durch hawkische Kommentare von Fed-Präsident Powell ausgelöst worden sei. Aus Sicht der Analysten sei zu Recht die Möglichkeit einer Zinssenkungspause im Dezember nunmehr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit gepreist. Die Aufwärtsbewegung bei Treasury-Renditen habe die Renditen von deutschen Staatsanleihen mitgezogen, wobei der transatlantische Renditespread am kurzen Ende zugenommen habe. Dies habe den USD unterstützt, was aber angesichts absehbarer Zinssenkungen in den USA und unveränderter Leitzinsen in der Eurozone im Jahr 2026 wohl nur eine vorübergehende Bewegung sein dürfte.
Interessant sei auch, dass sich nach den Beschlüssen zur Notenbankbilanz der Fed letzte Woche die EZB-Direktorin Schnabel mit ihren Vorstellungen für die EZB zu Wort gemeldet habe. Auch wenn sie nur ihre persönliche und noch vorläufige Meinung zum Ausdruck gebracht habe, so sei die vorgestellte mögliche Vorgehensweise der geldpolitischen Steuerung eine gewisse Richtschnur. Aus dieser sei zu entnehmen, dass die Bilanzreduktion anders als bei der Fed noch lange fortgesetzt werde, die bestehenden APP- und PEPP-Anleiheportfolios gänzlich abgebaut würden und Refinanzierungsgeschäfte wieder ein viel höheres Gewicht bekämen und ausgebaut würden, bevor es zu strukturellen Bondkäufen komme, wobei Letztere sich auf kurze Laufzeiten fokussieren sollten. Sowohl Ausmaß als auch Art der Liquiditätsbereitstellung der EZB würden sich also deutlich von der US-Notenbank unterscheiden und wohl auf das Pricing von Zinsprodukten und Bankenbilanzen Einfluss nehmen. (Ausgabe vom 07.11.2025) (10.11.2025/alc/a/a)


