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Primärmarkt: Noch ordentlich Bewegung auf der Länderseite
21.10.20 11:00
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Deals von der EU sowie der KFW wurden bereits weiter oben gewürdigt, sodass wir im heutigen Primärmarkt noch den Rest einordnen wollen, so die Analysten der Nord LB.
Vergangene Woche habe der ESM einen RfP versendet, um noch vor der EU ins Ziel zu rutschen. Der Deal (ISIN EU000A1Z99M6 / WKN A1Z99M) (EUR 2 Mrd. für vier Jahre zu ms -8 BP) lasse den ESM für 2020 ebenfalls seine Fundingtore schließen. Mit über EUR 12,8 Mrd. habe sich auch diese Transaktion erheblicher Nachfrage erfreut, sodass die Guidance bei ms -8 BP noch nennenswerte zwei Basispunkte zu hoch gelegen habe. Die EFSF habe noch zwei mögliche Fenster für ihre letzte Transaktion in 2020 (EUR 1 Mrd.).
Auf der Länderseite sei ebenfalls noch ordentlich Bewegung im Markt, kein Deal gleiche dem anderen: BADWUR sei mit einem Floater (ISIN DE000A14JZQ0 / WKN A14JZQ) für vier Jahre an den Markt gekommen und habe EUR 1 Mrd. eingeworben. Zum Buch seien keine Details bekannt geworden. Chronologisch sei ein Tap seitens BERGER gefolgt. Berlin habe sich für EUR 250 Mio. in einer 2029er-Laufzeit (zu ms -1 BP) entschieden. BAYERN habe sich ebenfalls für einen Tap dieser Größe und Laufzeit entschieden, sei allerdings bei ms -5 BP an den Markt gekommen und somit vier Basispunkte enger als die Bundeshauptstadt.
Einen Benchmarkdeal für die Tabelle der Analysten habe SCHHOL geliefert: Das nördlichste Bundesland habe EUR 500 Mio. für sechs Jahre zu ms -5 BP (ISIN DE000SHFM774 / WKN SHFM77) eingesammelt. Die Bücher seien mit EUR 520 Mio. minimal überzeichnet gewesen. Einen weiteren Deal habe BERGER für achte Jahre zu ms -3 BP (EUR 500 Mio.) (ISIN DE000A289LD0 / WKN A289LD) gebracht. Hier hätten die Bücher aufgerundet bei exakt dieser Summe gelegen. Wer Pick-up gesucht habe und wem der Aufschlag der EU noch zu niedrig gewesen sei - immerhin habe Österreich kürzlich für 20 Jahre ms -4 BP gegenüber ms +14 BP seitens der EU bei besserem Rating gezahlt - habe den Blick nach Asien gewendet: Die China Development Bank, ein sehr seltener Gast, habe EUR 1,25 Mrd. für drei Jahre zu ms +55 BP eingesammelt. Mit mehr als EUR 5,2 Mrd. seien die Orderbücher prächtig gefüllt gewesen und die Guidance von ms +80 BP habe nicht lange Bestand gehabt. Immerhin 57% der Nachfrage sei aus Asien selbst gekommen.
Eine Randnotiz in dieser Rubrik sollen Fremdwährung bleiben: Aber da wir den Welthungertag bzw. World Food Day hier zuletzt hervorgehoben hatten und die damit verbundene Anleihe der Weltbank, sei uns gestattet zu berichten, dass die Dual Tranche in NOK und SEK für je fünf Jahre über die Bühne gegangen ist, so die Analysten der Nord LB. Abschließend habe noch das ICO für einen vier- bis sechsjährigen Deal mandatiert. Zeitnah seien gestern bereits die ersten Investorencalls für einen Green Bond gestartet. Kaum sei in Frankreich seitens der Agence Française de Développement in der vergangenen Woche das neue SGD Bond Framework (Social Development Goals) veröffentlicht worden, sei bereits gestern ein Konsortium für eine siebenjährige Debütanleihe mandatiert worden. Das Umfeld könnte kaum besser sein, seien doch gigantische EUR 216 Mrd. der EUR 233 Mrd. in den Orderbüchern der EU nicht zum Zug gekommen und würden sich demnächst ihren Weg in den (sozialen) Kapitalmarkt bahnen. (21.10.2020/alc/a/a)
Vergangene Woche habe der ESM einen RfP versendet, um noch vor der EU ins Ziel zu rutschen. Der Deal (ISIN EU000A1Z99M6 / WKN A1Z99M) (EUR 2 Mrd. für vier Jahre zu ms -8 BP) lasse den ESM für 2020 ebenfalls seine Fundingtore schließen. Mit über EUR 12,8 Mrd. habe sich auch diese Transaktion erheblicher Nachfrage erfreut, sodass die Guidance bei ms -8 BP noch nennenswerte zwei Basispunkte zu hoch gelegen habe. Die EFSF habe noch zwei mögliche Fenster für ihre letzte Transaktion in 2020 (EUR 1 Mrd.).
Einen Benchmarkdeal für die Tabelle der Analysten habe SCHHOL geliefert: Das nördlichste Bundesland habe EUR 500 Mio. für sechs Jahre zu ms -5 BP (ISIN DE000SHFM774 / WKN SHFM77) eingesammelt. Die Bücher seien mit EUR 520 Mio. minimal überzeichnet gewesen. Einen weiteren Deal habe BERGER für achte Jahre zu ms -3 BP (EUR 500 Mio.) (ISIN DE000A289LD0 / WKN A289LD) gebracht. Hier hätten die Bücher aufgerundet bei exakt dieser Summe gelegen. Wer Pick-up gesucht habe und wem der Aufschlag der EU noch zu niedrig gewesen sei - immerhin habe Österreich kürzlich für 20 Jahre ms -4 BP gegenüber ms +14 BP seitens der EU bei besserem Rating gezahlt - habe den Blick nach Asien gewendet: Die China Development Bank, ein sehr seltener Gast, habe EUR 1,25 Mrd. für drei Jahre zu ms +55 BP eingesammelt. Mit mehr als EUR 5,2 Mrd. seien die Orderbücher prächtig gefüllt gewesen und die Guidance von ms +80 BP habe nicht lange Bestand gehabt. Immerhin 57% der Nachfrage sei aus Asien selbst gekommen.
Eine Randnotiz in dieser Rubrik sollen Fremdwährung bleiben: Aber da wir den Welthungertag bzw. World Food Day hier zuletzt hervorgehoben hatten und die damit verbundene Anleihe der Weltbank, sei uns gestattet zu berichten, dass die Dual Tranche in NOK und SEK für je fünf Jahre über die Bühne gegangen ist, so die Analysten der Nord LB. Abschließend habe noch das ICO für einen vier- bis sechsjährigen Deal mandatiert. Zeitnah seien gestern bereits die ersten Investorencalls für einen Green Bond gestartet. Kaum sei in Frankreich seitens der Agence Française de Développement in der vergangenen Woche das neue SGD Bond Framework (Social Development Goals) veröffentlicht worden, sei bereits gestern ein Konsortium für eine siebenjährige Debütanleihe mandatiert worden. Das Umfeld könnte kaum besser sein, seien doch gigantische EUR 216 Mrd. der EUR 233 Mrd. in den Orderbüchern der EU nicht zum Zug gekommen und würden sich demnächst ihren Weg in den (sozialen) Kapitalmarkt bahnen. (21.10.2020/alc/a/a)
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