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Primärmarkt: Deutschland stockt Nullkuponanleihe mit Fälligkeit im Dezember 2019 auf


12.12.17 09:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Wie zu erwarten gab die britische Premierministerin Theresa May dem Druck der Brexit-Hardliner aus den eigenen Reihen mit Blick auf die am Freitag beschlossenen Vereinbarungen mit der EU nach, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Sie habe im Punkt der Abschlussrechnung zurückgerudert und gesagt, man werde die avisierten EUR 40 Mrd. bis 45 Mrd. nur dann bezahlen, wenn die Verhandlungen über die zukünftigen Beziehungen im Sinne des Vereinigten Königreiches ausfallen würden. Damit werde die Forderung der EU, Verhandlungen über den künftigen Status erst dann aufzunehmen, wenn die Austrittsmodalitäten geklärt seien, ad absurdum geführt. Konkret habe May verlangt, nach dem Austritt aus der EU müssten britische Firmen einen gegenüber dem Status Quo unveränderten Zugang zum EU-Binnenmarkt haben.

Mit den ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und den Euroraum stünden heute die ersten relevanten Konjunkturdaten der Woche für den Euroraum an. Die Analysten der Raiffeisen Bank International AG würden in beiden Fällen mit einem leichten Rückgang des Stimmungsindikators rechnen. Spannend werde es für die Marktteilnehmer morgen, wenn die US-Verbraucherpreiszahlen für November veröffentlicht würden und am Abend die US-Notenbank über ihre Geldpolitik berate. Am Donnerstag folge dann die EZB mit ihrer Zinssitzung.

Deutschland habe sich für heute mit der Aufstockung einer Nullkuponanleihe (ISIN: DE0001104701, WKN: 110470) mit Fälligkeit im Dezember 2019 angekündigt. Es sollten bis zu EUR 3 Mrd. aufgenommen werden. (12.12.2017/alc/a/a)