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Primärmarkt: Deutschland, Spanien und Malta werden aktiv


23.01.18 10:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Republikaner und Demokraten verständigten sich in den USA gestern darauf, erneut eine kurzfristige Ausgabenermächtigung zu verabschieden um den Government Shutdown zu beenden, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Man habe nun bis zum 8. Februar Zeit um sich auf einen ordentlichen Haushalt für das bereits seit 1. Oktober 2017 laufende Fiskaljahr zu einigen.

Die Euro-Finanzminister hätten auf ihrem gestrigen Treffen in Brüssel eine neue Tranche an Hilfsgeldern in Höhe von EUR 6,7 Mrd. an Griechenland freigegeben. Mit dem Geld sollten in erster Linie andere Schulden zurückbezahlt werden. Zudem sei auf dem Treffen offiziell das Rennen um die Nachfolge von EZB-Vizepräsident Vítor Constâncio, dessen Amtszeit im Mai ende, eröffnet worden. Bis zum 7. Februar könnten die Euroraum-Länder einen Kandidaten einmelden. Bisher habe lediglich Spanien den amtierenden Wirtschaftsminister Luis de Guindos nominiert, der sehr gute Chancen haben dürfte, das Rennen am Ende auch zu machen. Am 19. Februar würden die Euro-Finanzminister abstimmen. Sollte die Position des EZB-Vizepräsidenten tatsächlich an de Guindos gehen, dürfte der Nachfolger von EZB-Präsident Draghi mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus einem der nördlichen Euro-Länder kommen.

Am Primärmarkt plane Deutschland heute die Aufstockung einer Fixzinsanleihe (ISIN: DE0001104701, WKN: 110470) mit Fälligkeit im Dezember 2019. Es sollten bis zu EUR 5 Mrd. aufgenommen werden. Spanien und Malta würden Geldmarktpapiere mit einer Laufzeit von zwei und neun bzw. drei und sechs Monaten begeben. (23.01.2018/alc/a/a)