Nur noch eine weitere Zinserhöhung der FED


24.09.18 12:00
Legg Mason

Baltimore (www.anleihencheck.de) - Ab morgen tagt die amerikanische Notenbank und Carl Eichstaedt, Portfoliomanager bei der auf Anleihen spezialisierten Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset Management und Fondsmanager des Legg Mason Western Asset US Core Plus Bond Fund (ISIN IE00B19Z7Y58/ WKN A0MUYH), ist der Meinung, dass die FED in diesen Tagen nur noch eine weitere Zinserhöhung bekannt geben wird.

"Es ist sehr wahrscheinlich, dass das September-Meeting der US-Notenbank zu einer Pause des Zinserhöhungszyklus führen wird. Das würde vor allem die Schwellenländer aufatmen lassen und dort vielleicht sogar für eine "Erleichterungs-Rally" sorgen."

Schwellenländer stünden seit Anfang des Jahres unter Druck, seit sich die Märkte vor den Auswirkungen eines möglichen Handelskrieges fürchten würden und der US-Dollar an Stärke gewonnen habe. "Insbesondere Schwellenländer-Währungen haben seit Jahresbeginn herbe Verluste verbuchen müssen und Investoren haben sich zunehmend von der Anlageklasse verabschiedet", erkläre Eichstaedt. Der Fondsmanager des Legg Mason Western Asset US Core Plus Bond Fund glaube jedoch, dass sich der Druck auf die Schwellenländer lindern würde, wenn der Zinserhöhungszyklus in den USA zu einem Ende käme - für ihn ein Szenario, dass schneller eintreten könnte, als von den Märkten antizipiert. "Wir sind der Überzeugung, dass das letzte FED-Protokoll einen eher gemäßigten Tenor hatte. Deshalb rechnen wir mit einem weiteren Zinsschritt in diesem Monat, womit der Erhöhungszyklus dann aber auch zu einem Ende kommen könnte", führe Eichstaedt weiter aus.

Entscheidend sei aber natürlich das Protokoll des September-Meetings - vor allem, ob die FED das Wort "accomodative" aus ihrer Erklärung streiche, was das Signal dafür wäre, dass vorerst keine weiteren Zinsschritte zu erwarten seien. "Wir glauben nicht an eine weitere Erhöhung der US-Zinsen im Dezember, sondern stattdessen an eine Rally am vorderen Ende der Zinskurve - und davon würden sowohl die Schwellenländer als auch Unternehmensanleihen profitieren", erkläre Eichstaedt.

Der erfahrene Fondsmanager, der seit 1994 für die Legg Mason-Tochtergesellschaft Western Asset arbeite, betone zudem, dass Schwellenländeranleihen bereits überproportional großen Raum im Risikobudget seines Teams einnähmen. "Vergleichen wir die aktuelle Krise in den Schwellenländern mit vorherigen, wird deutlich, dass sich die dortigen Märkte aktuell in einer komplett anderen Situation befinden. Sie sind deutlich weniger von US-Dollar-Schulden abhängig und nirgends sind strukturelle Probleme zu erkennen, wie es bei vorherigen Krisen der Fall war", betone der Fondsmanager des Legg Mason Western Asset US Core Plus Bond Fund noch einmal. "Für uns bedeutet das: Schwellenländern sind für Anleger so attraktiv wie nie zuvor - auch wenn es natürlich nach wie vor spezifische Risiken gibt."

Als Beispiel für solche Risiken nenne Eichstaedt die Türkei oder Argentinien: "Die Türkei hat die Zinsen wie erwartet auf 24 Prozent angehoben und auch in Argentinien versucht man das Richtige zu tun, wobei das noch nicht von Erfolg gekrönt ist." Daher favorisiere das Team um Eichstaedt aktuell auch Mexiko, Brasilien, Russland und Indonesien für das Portfolio des Legg Mason Western Asset US Core Bond Fund. "Viele Abstürze in den Schwellenländern waren eindeutig zu tief. Der Mexikanische Peso ist so ein Beispiel. Er ist auf der Rangliste der liquiden Währungen weltweit auf Platz neun. Russland ist für uns hingegen aufgrund der Bewertungen attraktiv. Dort werden Anleger für die Risiken, die sie eingehen, mehr als entschädigt", schließe Eichstaedt ab. (24.09.2018/alc/a/a)






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