KfW Renminbi-Anleihe: Währung im Aufwärtstrend


20.11.12 15:32
Wirtschaftswoche

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" sehen in der Währungsanleihe (ISIN XS0783008765 / WKN A1ML4Z) der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), nominiert auf chinesische Renminbi (CNY) ein interessantes Investment.

Die Anleihe trage einen Kupon von 2,00% und werde am 21.05.2014 zur Rückzahlung fällig. Bei einem derzeitigen Kurs von 99,50% ergebe sich eine Rendite von 2,35%. Die Anleihe sei zu 10.000 CNY gestückelt, was umgerechnet einem Betrag von ca. 1.260 EUR entspreche.

Mit dem neu gewählten Parteichef Xi Jinping, der ab März auch als Staatspräsident installiert werde, dürfte das gelbe Riesenreich nach Einschätzung der Experten wieder in die Spur einer dynamischen Wirtschaft zurückfinden. Xi gelte als vergleichswiese liberal und als Förderer der privaten Wirtschaft.

Für die weitere Entwicklung könnte es von Vorteil sein, dass die chinesische Wirtschaft wieder stärker als erwartet wachse. So habe die Industrieproduktion im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,6%, der Einzelhandel um 14,5% zugelegt. Zugleich habe sich die Inflationsrate auf 1,7% abgekühlt. Perspektivisch sollte das Wachstum in diesem Jahr bei 7,5% liegen, im nächsten Jahr auf 8% zusteuern.

Die wirtschaftliche Prosperität sollte auch der Landeswährung Renminbi weiter nach vorne helfen, die in den letzten fünf Jahren gegenüber dem EUR um 15% aufgewertet habe. Insofern könnten Anleger neben dem Kupon auch auf einen währungsabhängigen Zuwachs spekulieren.

Die Emittentin, die KfW, verspreche als staatliche Förderbank hohe Sicherheit und dürfte in diesem Jahr fast das gute Ergebnis des Jahres 2011 mit 2,1 Mrd. EUR Nettogewinn erreichen. Auch wenn der Bund möglicherweise ab 2014 die KfW-Gewinne abschöpfen könnte, dürfte das an der Sicherheit der staatsgarantierten Bank nichts ändern.

Nach Ansicht der Experten der "Wirtschaftswoche" kommt die künftige Stärke Chinas den Inhabern von Renminbi-Anleihen wie der o.a. Anleihe der KfW zugute. (Ausgabe 47) (20.11.2012/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.