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Der Geldmarkt lockt mit attraktiven Zinsen
20.09.23 08:30
Fürst Fugger Privatbank
Augsburg (www.anleihencheck.de) - Mit 4 Prozent liegt der Einlagezins derzeit auf dem höchsten Stand seit Beginn der europäischen Währungsunion, so die Analysten der Fürst Fugger Privatbank.
Nur zur Erinnerung: Im Juli 2022 habe er noch bei -0,5 Prozent gelegen. Nach der langen Niedrigzinsphase biete die hohe Geldmarktverzinsung nun eine attraktive Anlagealternative. Zumindest kurzfristig. Für den langfristigen Vermögensaufbau sei jedoch mehr zu beachten, als einfach das Geld auf dem Geldmarkt zu parken, rate Christian Curac, Fondsmanager der Fürst Fugger Privatbank: "Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen können einen deutlich höheren Mehrwert zum langfristigen Vermögensaufbau liefern als der kurzfristige Geldmarkt." Das gelte sowohl für Staats-, als auch für Unternehmensanleihen.
Der Geldmarkt biete zwar momentan eine sichere und hohe Rendite, doch die aktuell hohen Zinsen dürften in den nächsten zwölf Monaten auch wieder fallen. EZB-Chefin Lagarde habe auf der Pressekonferenz bereits durchblicken lassen, dass der Zinsgipfel bald erreicht sein könnte. "Wer dann wieder anlegen muss, der geht ein Wiederanlagerisiko ein. Hinzu kommt, dass sich das hohe Zinsniveau immer deutlicher in schwächelnden Konjunkturdaten abzeichnet", so Curac. Die EZB habe ihre Wachstumsprognose für den Euroraum bereits nach unten korrigieren müssen. Ein Grund mehr, bei Investmententscheidungen das Wiederanlagerisiko von Geldmarktanlagen zu berücksichtigen.
Historische Analysen würden zeigen, dass Anleiheninvestments in den Zeiträumen nach dem Erreichen des Zinsplateaus deutlich höhere Renditen erzielten als Geldmarktanlagen. Christian Curac: "Anleger sollten in den nächsten Monaten die Duration allmählich erhöhen, um sich das aktuell attraktive Zinsniveau etwas länger zu sichern." Eine Erhöhung der Duration würde zu einer Reduzierung des Portfoliorisikos beitragen. Zwar hätten 2022 sowohl Aktien als auch Anleihen Verluste eingefahren, beim gegenwärtigen Zinsniveau scheine die negative Korrelation zwischen sicheren Anleihen und Aktien wieder intakt zu sein, meine Curac. Länger laufende Anleihen könnten also im Falle einer Rezession einen diversifizierenden Effekt für das Portfolio haben.
Er rate dazu, sich nicht von der momentanem Zinskurve blenden zu lassen: "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese auf den ersten Blick attraktive Renditen oft nur für kurze Dauer so hoch bleiben." Deswegen solle man das Wiederanlagerisiko nicht aus den Augen verlieren. (20.09.2023/alc/a/a)
Nur zur Erinnerung: Im Juli 2022 habe er noch bei -0,5 Prozent gelegen. Nach der langen Niedrigzinsphase biete die hohe Geldmarktverzinsung nun eine attraktive Anlagealternative. Zumindest kurzfristig. Für den langfristigen Vermögensaufbau sei jedoch mehr zu beachten, als einfach das Geld auf dem Geldmarkt zu parken, rate Christian Curac, Fondsmanager der Fürst Fugger Privatbank: "Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen können einen deutlich höheren Mehrwert zum langfristigen Vermögensaufbau liefern als der kurzfristige Geldmarkt." Das gelte sowohl für Staats-, als auch für Unternehmensanleihen.
Historische Analysen würden zeigen, dass Anleiheninvestments in den Zeiträumen nach dem Erreichen des Zinsplateaus deutlich höhere Renditen erzielten als Geldmarktanlagen. Christian Curac: "Anleger sollten in den nächsten Monaten die Duration allmählich erhöhen, um sich das aktuell attraktive Zinsniveau etwas länger zu sichern." Eine Erhöhung der Duration würde zu einer Reduzierung des Portfoliorisikos beitragen. Zwar hätten 2022 sowohl Aktien als auch Anleihen Verluste eingefahren, beim gegenwärtigen Zinsniveau scheine die negative Korrelation zwischen sicheren Anleihen und Aktien wieder intakt zu sein, meine Curac. Länger laufende Anleihen könnten also im Falle einer Rezession einen diversifizierenden Effekt für das Portfolio haben.
Er rate dazu, sich nicht von der momentanem Zinskurve blenden zu lassen: "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese auf den ersten Blick attraktive Renditen oft nur für kurze Dauer so hoch bleiben." Deswegen solle man das Wiederanlagerisiko nicht aus den Augen verlieren. (20.09.2023/alc/a/a)


