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GBC Mittelstandsanleiheindex: Entwicklung und aktuelle Zusammensetzung
18.07.13 15:25
GBC AG
Augsburg (www.anleihencheck.de) - Unter Anwendung verschiedener Selektionskriterien bildet der GBC Mittelstandsanleiheindex (GBC MAX) den noch jungen Markt für Mittelstandsanleihen ab, so die Analysten der GBC AG.
Das Ziel sei es, einen Qualitätsindex und Qualitätsstandard im Mittelstandsanleihebereich zu setzen. Sichergestellt werde dies in erster Linie durch die von der GBC AG implementierten Auswahlkriterien. So müsse der hinter der Anleihe stehende Anleiheemittent von z.B. einer Ratingagentur mit einem Rating von mindestens BB- oder besser eingestuft werden.
Darüber hinaus stelle auch die Mindestrendite, welche einen Mindestaufschlag von 150 Basispunkten auf die deutsche Umlaufrendite aufweisen solle, ein ebenfalls wichtiges Auswahlkriterium dar (derzeitige Mindestrendite: 2,8%). Aus Sicht der Analysten werde damit dem erhöhten Risiko von Mittelstandsanleihen Rechnung getragen.
Derzeit umfasse der GBC MAX 53 Anleihen und damit drei Werte mehr als bei dem letzten Monatsupdate der Analysten (09.05.2013). Dies sei in erster Linie eine Folge der verhältnismäßig hohen Emissionsaktivität der letzten beiden Monate.
Bei einem derzeitig ausstehenden Volumen von 2,75 Mrd. Euro liege die durchschnittliche jährliche Effektivrendite des GBC MAX bei 6,5%. Die durchschnittliche Effektivrendite des letzten Monatsupdates (Mai 2013) habe noch bei 5,4% gelegen, was die Schlussfolgerung tendenziell niedrigerer Kursniveaus zulasse. Bestätigt werde dies durch den niedrigeren Indexwert in Höhe von 115,9%, welcher damit leicht gefallen sei (Indexwert am 09.05.13: 117,2%).
Die aktuell größten Positionen im Index seien die Anleihen von Techem GmbH, Hornbach Baumarkt AG und Rickmers Holding GmbH & Cie. KG. Die Gewichtung im Index erfolge auf Basis des ausstehenden Volumens, wobei eine Kappung pro Emittent bei einer Obergrenze von 10% erfolge. Die 10 größten Positionen würden aktuell einen Anteil von 50,6% repräsentieren.
Reguläre Anpassungen des GBC MAX würden monatlich, außerordentliche Anpassungen wöchentlich erfolgen. Seit dem letzten Update hätten die Analysten einerseits der hohen Emissionsaktivität Rechnung getragen und insgesamt acht Neuzugänge aufgenommen. Andererseits hätten sie gemäß ihrer Selektionskriterien auch drei Unternehmensanleihen aus dem GBC MAX herausgenommen. Bei den aus dem Index ausgeschiedenen Anleihen handle es sich im Einzelnen um die 8,75%-KUKA-Anleihe, die 7,25%-Dürr-Anleihe sowie die 7,125%-Katjes-Anleihe.
Trotz einer erst kürzlich erfolgten Aufnahme der KUKA-Anleihe, hätten die Analysten diese aufgrund des Unterschreitens des Selektionskriteriums Mindestrendite bereits wieder herausnehmen müssen. Aufgrund einer vorzeitigen Kündigungsmöglichkeit von KUKA zum 15.11.2014 (Kündigungskurs: 104,38 %), welche die Analysten nach ihren Erkenntnissen als wahrscheinlich einstufen würden, habe sich die errechnete Effektivrendite unterhalb der von den Analysten geforderten Mindestrendite von 2,81 Punkten (Umlaufrendite plus 150 Basispunkte) reduziert. Auch die 7,25%-Dürr-Anleihe würde im Falle einer vorzeitigen Kündigung zum 28.09.2014, welche die Analysten als ebenfalls wahrscheinlich einstufen würden, ein Unterschreiten der jährlichen Mindestrenditeforderung zur Folge haben.
Die Herausnahme der 7,125%-Katjes-Anleihe beruhe hingegen auf der operativen Entwicklung der Gesellschaft, welche gemäß internen GBC-Analysen als nicht zufriedenstellend eingestuft worden sei. Zwar sei der Katjes International GmbH & Co. KG durch die Creditreform Rating AG erneut ein Rating von BB+ zugesprochen worden, die Vermögenssituation (EK-Quote: 4,9%) sowie die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft würden aber auf eine erhöhte Risikokomponente hindeuten. Der im Geschäftsjahr 2012 ausgewiesene negative Cashflow sowie ein EBIT-Zinsdeckungsgrad unterhalb von 1 würden die Einschätzung der Analysten unterstützen.
Flankierend hierzu hätten die Analysten insgesamt acht Neuzugänge in den Index aufgenommen. Speziell eingehen möchten die Analysten auf die Anleihe der DF Deutsche Forfait AG sowie der PNE Wind AG.
Die Nachfrage nach der 7,875%-Unternehmensanleihe der DF Deutsche Forfait AG sei sehr groß gewesen. Der Spezialist für Außenhandelsfinanzierung habe das anvisierte Volumen von 30 Mio. Euro in kurzer Zeit am Markt platzieren können. Sowohl die solide Vermögenslage als auch die positive Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 seien nach Erachten der Analysten wichtige Faktoren für den Platzierungserfolg der Anleihe.
Der Spezialist für Außenhandelsfinanzierung habe in 2012 ein Wachstum des Rohergebnisses um 7,4% auf 13,00 Mio. Euro erzielt. Unterm Strich sei ein Nachsteuerergebnis in Höhe von 2,5 Mio. Euro geblieben, was gegenüber dem Vorjahreswert von -3,9 Mio. Euro einer deutlichen Verbesserung entspreche. Angesichts der Anleiheemission, welche sowohl das Wachstum im Kerngeschäft (Forfaitierung) als auch den Einstieg ins Fondsgeschäft unterstützen solle, dürfte das Unternehmenswachstum fortgesetzt werden. Die Bonitätskennzahlen (EBIT-Zinsdeckungsgrad: 3,0; EK-Quote 27,5%) seien ebenfalls überzeugend.
Die aus der Anleiheemission erlösten Mittel der PNE Wind AG würden sich nach Unternehmensangaben auf 66,3 Mio. Euro belaufen. Zwischenzeitlich habe die Gesellschaft die Anleihemittel gemäß Mittelverwendung eingesetzt und den profitablen Projektierer WKN AG mehrheitlich übernommen. Diese Transaktion dürfte sich auf das weitere Unternehmenswachstum positiv auswirken. Ohnehin könne die PNE Wind AG, als größter börsennotierter Projektierer von Windparks in Deutschland, auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken.
Insbesondere würden die erfolgreichen Veräußerungen der Offshore-Windparks "Gode Wind" I bis III herausstechen, welche in 2012 an den dänischen Energiekonzern DONG Energy veräußert worden seien. Hieraus habe die PNE Wind AG Erträge in Höhe von 82,0 Mio. Euro verzeichnet. Weitere 75,0 Mio. Euro seien im Rahmen von Milestone-Zahlungen noch möglich. Die Umsatz- und Ertragssituation dürfte auch in den kommenden Jahren dementsprechend positiv geprägt sein. Hinzu komme auch eine gut gefüllte Projektpipeline von über 6,5 GW. Auch die Bonitätskennzahlen, wie ein EBIT-Zinsdeckungsgrad von 4,6 und eine EK-Quote von 47,4% könnten überzeugen. (Ausgabe Juni 2013) (18.07.2013/alc/a/a)
Das Ziel sei es, einen Qualitätsindex und Qualitätsstandard im Mittelstandsanleihebereich zu setzen. Sichergestellt werde dies in erster Linie durch die von der GBC AG implementierten Auswahlkriterien. So müsse der hinter der Anleihe stehende Anleiheemittent von z.B. einer Ratingagentur mit einem Rating von mindestens BB- oder besser eingestuft werden.
Darüber hinaus stelle auch die Mindestrendite, welche einen Mindestaufschlag von 150 Basispunkten auf die deutsche Umlaufrendite aufweisen solle, ein ebenfalls wichtiges Auswahlkriterium dar (derzeitige Mindestrendite: 2,8%). Aus Sicht der Analysten werde damit dem erhöhten Risiko von Mittelstandsanleihen Rechnung getragen.
Derzeit umfasse der GBC MAX 53 Anleihen und damit drei Werte mehr als bei dem letzten Monatsupdate der Analysten (09.05.2013). Dies sei in erster Linie eine Folge der verhältnismäßig hohen Emissionsaktivität der letzten beiden Monate.
Bei einem derzeitig ausstehenden Volumen von 2,75 Mrd. Euro liege die durchschnittliche jährliche Effektivrendite des GBC MAX bei 6,5%. Die durchschnittliche Effektivrendite des letzten Monatsupdates (Mai 2013) habe noch bei 5,4% gelegen, was die Schlussfolgerung tendenziell niedrigerer Kursniveaus zulasse. Bestätigt werde dies durch den niedrigeren Indexwert in Höhe von 115,9%, welcher damit leicht gefallen sei (Indexwert am 09.05.13: 117,2%).
Die aktuell größten Positionen im Index seien die Anleihen von Techem GmbH, Hornbach Baumarkt AG und Rickmers Holding GmbH & Cie. KG. Die Gewichtung im Index erfolge auf Basis des ausstehenden Volumens, wobei eine Kappung pro Emittent bei einer Obergrenze von 10% erfolge. Die 10 größten Positionen würden aktuell einen Anteil von 50,6% repräsentieren.
Trotz einer erst kürzlich erfolgten Aufnahme der KUKA-Anleihe, hätten die Analysten diese aufgrund des Unterschreitens des Selektionskriteriums Mindestrendite bereits wieder herausnehmen müssen. Aufgrund einer vorzeitigen Kündigungsmöglichkeit von KUKA zum 15.11.2014 (Kündigungskurs: 104,38 %), welche die Analysten nach ihren Erkenntnissen als wahrscheinlich einstufen würden, habe sich die errechnete Effektivrendite unterhalb der von den Analysten geforderten Mindestrendite von 2,81 Punkten (Umlaufrendite plus 150 Basispunkte) reduziert. Auch die 7,25%-Dürr-Anleihe würde im Falle einer vorzeitigen Kündigung zum 28.09.2014, welche die Analysten als ebenfalls wahrscheinlich einstufen würden, ein Unterschreiten der jährlichen Mindestrenditeforderung zur Folge haben.
Die Herausnahme der 7,125%-Katjes-Anleihe beruhe hingegen auf der operativen Entwicklung der Gesellschaft, welche gemäß internen GBC-Analysen als nicht zufriedenstellend eingestuft worden sei. Zwar sei der Katjes International GmbH & Co. KG durch die Creditreform Rating AG erneut ein Rating von BB+ zugesprochen worden, die Vermögenssituation (EK-Quote: 4,9%) sowie die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft würden aber auf eine erhöhte Risikokomponente hindeuten. Der im Geschäftsjahr 2012 ausgewiesene negative Cashflow sowie ein EBIT-Zinsdeckungsgrad unterhalb von 1 würden die Einschätzung der Analysten unterstützen.
Flankierend hierzu hätten die Analysten insgesamt acht Neuzugänge in den Index aufgenommen. Speziell eingehen möchten die Analysten auf die Anleihe der DF Deutsche Forfait AG sowie der PNE Wind AG.
Die Nachfrage nach der 7,875%-Unternehmensanleihe der DF Deutsche Forfait AG sei sehr groß gewesen. Der Spezialist für Außenhandelsfinanzierung habe das anvisierte Volumen von 30 Mio. Euro in kurzer Zeit am Markt platzieren können. Sowohl die solide Vermögenslage als auch die positive Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 seien nach Erachten der Analysten wichtige Faktoren für den Platzierungserfolg der Anleihe.
Der Spezialist für Außenhandelsfinanzierung habe in 2012 ein Wachstum des Rohergebnisses um 7,4% auf 13,00 Mio. Euro erzielt. Unterm Strich sei ein Nachsteuerergebnis in Höhe von 2,5 Mio. Euro geblieben, was gegenüber dem Vorjahreswert von -3,9 Mio. Euro einer deutlichen Verbesserung entspreche. Angesichts der Anleiheemission, welche sowohl das Wachstum im Kerngeschäft (Forfaitierung) als auch den Einstieg ins Fondsgeschäft unterstützen solle, dürfte das Unternehmenswachstum fortgesetzt werden. Die Bonitätskennzahlen (EBIT-Zinsdeckungsgrad: 3,0; EK-Quote 27,5%) seien ebenfalls überzeugend.
Die aus der Anleiheemission erlösten Mittel der PNE Wind AG würden sich nach Unternehmensangaben auf 66,3 Mio. Euro belaufen. Zwischenzeitlich habe die Gesellschaft die Anleihemittel gemäß Mittelverwendung eingesetzt und den profitablen Projektierer WKN AG mehrheitlich übernommen. Diese Transaktion dürfte sich auf das weitere Unternehmenswachstum positiv auswirken. Ohnehin könne die PNE Wind AG, als größter börsennotierter Projektierer von Windparks in Deutschland, auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurückblicken.
Insbesondere würden die erfolgreichen Veräußerungen der Offshore-Windparks "Gode Wind" I bis III herausstechen, welche in 2012 an den dänischen Energiekonzern DONG Energy veräußert worden seien. Hieraus habe die PNE Wind AG Erträge in Höhe von 82,0 Mio. Euro verzeichnet. Weitere 75,0 Mio. Euro seien im Rahmen von Milestone-Zahlungen noch möglich. Die Umsatz- und Ertragssituation dürfte auch in den kommenden Jahren dementsprechend positiv geprägt sein. Hinzu komme auch eine gut gefüllte Projektpipeline von über 6,5 GW. Auch die Bonitätskennzahlen, wie ein EBIT-Zinsdeckungsgrad von 4,6 und eine EK-Quote von 47,4% könnten überzeugen. (Ausgabe Juni 2013) (18.07.2013/alc/a/a)
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