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FED-Zinspolitik rückt erneut in den Mittelpunkt des Börsengeschehens
08.01.25 10:45
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Der gestrige Tag fiel an den Börsen ereignisreich aus - angefangen mit dem Datenhighlight Eurozoneninflation, das in etwa den Erwartungen entsprach und bei 2,4% zu stehen kam, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Die europäischen Leitindices hätten sich nach diesen erfüllten Erwartungen allerdings unbeeindruckt gezeigt und gemischt geschlossen. Jenseits des Atlantiks sei es schon turbulenter zugegangen - die US-Börsen hätten gestern ihre anfänglichen Gewinne nämlich wieder abgeben müssen, nachdem die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf ein Acht-Monats-Hoch geklettert sei. Der Renditeanstieg auf mittlerweile 4,69% sei durch überraschend starke US-Wirtschaftsdaten ausgelöst worden: Sowohl die JOLTS-Daten zu offenen Stellen als auch der ISM-Dienstleistungsindex hätten die Erwartungen deutlich übertroffen, was wiederum Zinssenkungshoffnungen weiter gedämpft habe. Insbesondere die großen Technologiewerte seien unter Druck geraten, allen voran NVIDIA mit einem Kursverlust von 6%, wohl auch aufgrund der nachlassenden Euphorie über die jüngst vorgestellten neuen Produkte.
Am Energiemarkt sei aktuell auch wenig Euphorie zu finden - die Nordsee-Sorte Brent notiere derzeit nur leicht über Vortagesniveau bei USD 77,60 je Fass. Bitcoin hingegen sei von seinem Lokalhoch am Dienstag wieder deutlich gefallen und liege aktuell bei USD 95.500. Auch Gold liege im Minus, wenn auch nur leicht, und notiere bei USD 2.650 je Feinunze.
Die Aktienmärkte in China würden sich heute schwächer zeigen, während die Kurse insbesondere in Südkorea zulegen könnten.
Am heutigen Tag stünden nach dem ereignisreichen Dienstag vor allem Stimmungsindikatoren im Fokus. Am Vormittag würden die Werte für das Industrie-, Dienstleistungs- und Wirtschaftsvertrauen in der Eurozone veröffentlicht. Beim Wirtschaftsvertrauen erwarte die RBI eine leichte Verbesserung von 95,8 auf 95,9. Am Nachmittag richte sich die Aufmerksamkeit dann auf die FED-Minutes (das Sitzungsprotokoll der US-Zentralbank), die eine bedeutende Rolle für die globalen, insbesondere US-dominierten Aktienmärkte spielen. Mit dieser Veröffentlichung rücke die Zinspolitik der FED erneut in den Mittelpunkt des Börsengeschehens. Nachdem die US-Notenbank zuletzt den Leitzins gesenkt habe, sehe es aktuell nach einer Pause im Zinssenkungszyklus aus - und das auf einem immer noch hohen Niveau von 4,5%. Trotz der relativen Attraktivität von Anleihen im Vergleich zu Aktien zeige sich der Aktienmarkt derzeit wenig nervös, man sehe hier also aktuell keine allzu große Gefahr - wenn auch kleine Rücksetzer hie und da möglich seien. (08.01.2025/alc/a/a)
Die europäischen Leitindices hätten sich nach diesen erfüllten Erwartungen allerdings unbeeindruckt gezeigt und gemischt geschlossen. Jenseits des Atlantiks sei es schon turbulenter zugegangen - die US-Börsen hätten gestern ihre anfänglichen Gewinne nämlich wieder abgeben müssen, nachdem die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf ein Acht-Monats-Hoch geklettert sei. Der Renditeanstieg auf mittlerweile 4,69% sei durch überraschend starke US-Wirtschaftsdaten ausgelöst worden: Sowohl die JOLTS-Daten zu offenen Stellen als auch der ISM-Dienstleistungsindex hätten die Erwartungen deutlich übertroffen, was wiederum Zinssenkungshoffnungen weiter gedämpft habe. Insbesondere die großen Technologiewerte seien unter Druck geraten, allen voran NVIDIA mit einem Kursverlust von 6%, wohl auch aufgrund der nachlassenden Euphorie über die jüngst vorgestellten neuen Produkte.
Die Aktienmärkte in China würden sich heute schwächer zeigen, während die Kurse insbesondere in Südkorea zulegen könnten.
Am heutigen Tag stünden nach dem ereignisreichen Dienstag vor allem Stimmungsindikatoren im Fokus. Am Vormittag würden die Werte für das Industrie-, Dienstleistungs- und Wirtschaftsvertrauen in der Eurozone veröffentlicht. Beim Wirtschaftsvertrauen erwarte die RBI eine leichte Verbesserung von 95,8 auf 95,9. Am Nachmittag richte sich die Aufmerksamkeit dann auf die FED-Minutes (das Sitzungsprotokoll der US-Zentralbank), die eine bedeutende Rolle für die globalen, insbesondere US-dominierten Aktienmärkte spielen. Mit dieser Veröffentlichung rücke die Zinspolitik der FED erneut in den Mittelpunkt des Börsengeschehens. Nachdem die US-Notenbank zuletzt den Leitzins gesenkt habe, sehe es aktuell nach einer Pause im Zinssenkungszyklus aus - und das auf einem immer noch hohen Niveau von 4,5%. Trotz der relativen Attraktivität von Anleihen im Vergleich zu Aktien zeige sich der Aktienmarkt derzeit wenig nervös, man sehe hier also aktuell keine allzu große Gefahr - wenn auch kleine Rücksetzer hie und da möglich seien. (08.01.2025/alc/a/a)


