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Eurozone: Senkt die Notenbank den Leitzins nochmals ein wenig ab?
02.12.19 09:00
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - In den kommenden Tagen werden mit den Einkaufsmanagerindices (PMI) die letzten relevanten Konjunkturumfragen für den Monat November veröffentlicht, für die Eurozone, Deutschland und Frankreich liegen bereits Schnellschätzungen vor, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Auf Basis dieser Resultate müsse für Italien und Spanien mit einem Rückgang des PMI im Dienstleistungsbereich gerechnet werden. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe sollte in den beiden Ländern eine leichte Verbesserung (Italien) bzw. einen klaren Rückgang (Spanien) ausweisen. Neben diesen Stimmungsindikatoren seien Industriedaten von Interesse. Die anstehenden Industrieproduktionsdaten für Deutschland und Spanien sollten den Hinweisen der vorliegenden Umfragen folgen. Die deutsche Industrie befinde sich in einer Rezession. Der Output könnte im Vergleich zum Vormonat nochmals leicht rückläufig ausfallen. Allerdings dürfte die Abwärtsdynamik in den kommenden Monaten abnehmen. Dagegen scheine sich in Spanien die globale Industrieflaute erst mit Verzögerung niederzuschlagen. Die Analysten der RBI würden damit rechnen, dass der Industriesektor ab Oktober in eine Rezession eintauche, eine zeitnahe Stabilisierung zeichne sich nicht ab.
Am Zins- und Anleihemarkt hätten sich in den vergangenen Tagen die Zinserwartungen sowie die Renditen für deutschen Staatsanleihen in einer relativ engen Seitwärtsspanne stabilisiert. Laut OIS Kurve sei auf Jahressicht in der Eurozone mit einem unveränderten EZB-Einlagesatz zu rechnen, wobei eine gewisse Möglichkeit bestehe, dass die Notenbank diesen Leitzins nochmals ein wenig absenke. Dies entspreche exakt der aktuellen Kommunikation der Notenbank. Die Analysten der RBI sähen daher dieses Pricing als gut unterstützt an und hätten ihre eigenen Prognosen für den Leitzinsverlauf entsprechend angepasst (keine weitere Reduktion des Einlagesatzes erwartet).
Am Staatsanleihemarkt würden neben den Zinserwartungen auch die Anleihekäufe der EZB eine bedeutende Rolle spielen. Die Analysten der RBI würden mit anhaltenden Käufen zumindest bis weit ins Jahr 2021 hinein rechnen. Dies dämpfe klarerweise das allgemeine Renditeniveau von deutschen Staatsanleihen. Zusätzlich würden die Anleihekäufe zu einer flacheren Renditekurve führen, als in der Vergangenheit bei einem ähnlichen Wirtschaftsumfeld zu beobachten gewesen sei. Darüber hinaus würden deutsche Anleiherenditen sensibel auf das politische Umfeld reagieren. Dieses bleibe zwar mit Unsicherheiten behaftet. Die jüngsten Meldungen würden aber darauf hinweisen, dass ein worst case bei Brexit und Handelsstreit zunehmend unwahrscheinlich sei. Die Analysten der RBI würden aktuell die angeführten Einflussfaktoren evaluieren und somit seien ihre Prognosen für deutsche Staatsanleiherenditen aktuell unter Revision. (Ausgabe vom 29.11.2019) (02.12.2019/alc/a/a)
Auf Basis dieser Resultate müsse für Italien und Spanien mit einem Rückgang des PMI im Dienstleistungsbereich gerechnet werden. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe sollte in den beiden Ländern eine leichte Verbesserung (Italien) bzw. einen klaren Rückgang (Spanien) ausweisen. Neben diesen Stimmungsindikatoren seien Industriedaten von Interesse. Die anstehenden Industrieproduktionsdaten für Deutschland und Spanien sollten den Hinweisen der vorliegenden Umfragen folgen. Die deutsche Industrie befinde sich in einer Rezession. Der Output könnte im Vergleich zum Vormonat nochmals leicht rückläufig ausfallen. Allerdings dürfte die Abwärtsdynamik in den kommenden Monaten abnehmen. Dagegen scheine sich in Spanien die globale Industrieflaute erst mit Verzögerung niederzuschlagen. Die Analysten der RBI würden damit rechnen, dass der Industriesektor ab Oktober in eine Rezession eintauche, eine zeitnahe Stabilisierung zeichne sich nicht ab.
Am Zins- und Anleihemarkt hätten sich in den vergangenen Tagen die Zinserwartungen sowie die Renditen für deutschen Staatsanleihen in einer relativ engen Seitwärtsspanne stabilisiert. Laut OIS Kurve sei auf Jahressicht in der Eurozone mit einem unveränderten EZB-Einlagesatz zu rechnen, wobei eine gewisse Möglichkeit bestehe, dass die Notenbank diesen Leitzins nochmals ein wenig absenke. Dies entspreche exakt der aktuellen Kommunikation der Notenbank. Die Analysten der RBI sähen daher dieses Pricing als gut unterstützt an und hätten ihre eigenen Prognosen für den Leitzinsverlauf entsprechend angepasst (keine weitere Reduktion des Einlagesatzes erwartet).
Am Staatsanleihemarkt würden neben den Zinserwartungen auch die Anleihekäufe der EZB eine bedeutende Rolle spielen. Die Analysten der RBI würden mit anhaltenden Käufen zumindest bis weit ins Jahr 2021 hinein rechnen. Dies dämpfe klarerweise das allgemeine Renditeniveau von deutschen Staatsanleihen. Zusätzlich würden die Anleihekäufe zu einer flacheren Renditekurve führen, als in der Vergangenheit bei einem ähnlichen Wirtschaftsumfeld zu beobachten gewesen sei. Darüber hinaus würden deutsche Anleiherenditen sensibel auf das politische Umfeld reagieren. Dieses bleibe zwar mit Unsicherheiten behaftet. Die jüngsten Meldungen würden aber darauf hinweisen, dass ein worst case bei Brexit und Handelsstreit zunehmend unwahrscheinlich sei. Die Analysten der RBI würden aktuell die angeführten Einflussfaktoren evaluieren und somit seien ihre Prognosen für deutsche Staatsanleiherenditen aktuell unter Revision. (Ausgabe vom 29.11.2019) (02.12.2019/alc/a/a)
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