Erweiterte Funktionen
EZB-Zinsentscheid: Keine Überraschung
13.12.24 11:27
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Der mit Spannung erwartete Zinsentscheid der EZB lieferte gestern keine Überraschung in Form eines größeren Zinsschrittes, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).
Folglich hätten die europäischen Währungshüter rund um Präsidentin Christine Lagarde ihren bisherigen Kurs fortgesetzt und sich einstimmig für eine Zinssenkung von 25 Basispunkten entschieden. Damit liege der Einlagesatz nun bei 3% und der Hauptrefinanzierungssatz bei 3,15%. Darüber hinaus sei der Wachstumsausblick nach unten revidiert und die Inflationsprognose nur geringfügig angepasst worden. Die wohl beachtlichsten Neuigkeiten hätten jedoch den neutralen Zinssatz betroffen, welcher von der EZB-Präsidentin zwischen 1,75% und 2,5% verortet worden sei. Es sei nämlich anzunehmen, dass die Notenbank vorerst dieses Zinsniveau anpeilen werde, bei dem das Wirtschaftswachstum weder unterstützt noch gebremst werde.
Habe man den Blick zu unseren westlichen Nachbarn gelenkt, sei man bei der Suche nach einer Überraschung dann aber doch noch fündig geworden. Denn die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe ihren Leitzins entgegen den Erwartungen um 50 Basispunkte auf 0,5% herabgesetzt, was neben dem abnehmenden Inflationsdruck auch auf den starken Schweizer Franken zurückzuführen gewesen sei. Analysten hätten mehrheitlich mit einer Zinssenkung von 25 Basispunkten gerechnet.
Nachdem der Zinsschritt der EZB an den europäischen Aktienmärkten im Vorfeld schon überwiegend eingepreist gewesen sei, habe dieser auch keine nennenswerten Kursbewegungen zur Folge gehabt. Somit hätten der DAX sowie der EURO STOXX um gut 0,1% zugelegt, während der ATX mit einem Plus von 0,3% bereits zu den größeren Tagesgewinnern in Europa gezählt habe.
Auf den US-amerikanischen Börsen sei es gestern nach den deutlichen Kurszuwächsen zur Wochenmitte vor allem zu Gewinnmitnahmen gekommen. Dementsprechend hätten die Indices allesamt im negativen Bereich geschlossen, wobei sich die Verluste des Dow Jones und des S&P 500 auf rund 0,5% beschränkt hätten. Der NASDAQ 100 habe mit knapp 0,7% etwas höhere Einbußen hinnehmen müssen. Die unter anderem im Kontext der weiteren US-Zinsentwicklung relevanten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien gestern mit 242.000 höher als erwartet ausgefallen, hätten das Marktgeschehen aber kaum beeinflusst.
An den Rohstoffmärkten habe sich der Ölpreis lediglich seitwärts bewegt und stehe somit bei aktuell USD 73,40. Unterstützend habe hierbei die erwartete Zinssenkung der FED in der kommenden Woche gewirkt, während der Ausblick der internationalen Energieagentur auf eine ausreichende Ölversorgung preishemmend agiert habe. Gold habe gestern den höchsten Stand seit fünf Wochen erreicht, was jedoch anschließend einige Anleger zur Realisierung ihrer Gewinne bewegt habe. Schlussendlich habe das Edelmetall leicht an Wert verloren, sodass eine Feinunze zu derzeit USD 2.700 notiere. Der Bitcoin halte sich weiterhin tapfer über der zuletzt erreichten Marke von USD 100.000.
Die asiatischen Märkte würden sich heute Morgen deutlich schwächer präsentieren. Grund dafür seien unter anderem der Anstieg langfristiger US-Anleiherenditen sowie ein stärkerer US-Dollar gewesen. Des Weiteren würden uns heute die Veröffentlichung der europäischen Industrieproduktion für Oktober erwarten, wobei bereits jetzt alle Blicke auf die Zinssitzung der FED am 18. Dezember gerichtet seien. (13.12.2024/alc/a/a)
Folglich hätten die europäischen Währungshüter rund um Präsidentin Christine Lagarde ihren bisherigen Kurs fortgesetzt und sich einstimmig für eine Zinssenkung von 25 Basispunkten entschieden. Damit liege der Einlagesatz nun bei 3% und der Hauptrefinanzierungssatz bei 3,15%. Darüber hinaus sei der Wachstumsausblick nach unten revidiert und die Inflationsprognose nur geringfügig angepasst worden. Die wohl beachtlichsten Neuigkeiten hätten jedoch den neutralen Zinssatz betroffen, welcher von der EZB-Präsidentin zwischen 1,75% und 2,5% verortet worden sei. Es sei nämlich anzunehmen, dass die Notenbank vorerst dieses Zinsniveau anpeilen werde, bei dem das Wirtschaftswachstum weder unterstützt noch gebremst werde.
Habe man den Blick zu unseren westlichen Nachbarn gelenkt, sei man bei der Suche nach einer Überraschung dann aber doch noch fündig geworden. Denn die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe ihren Leitzins entgegen den Erwartungen um 50 Basispunkte auf 0,5% herabgesetzt, was neben dem abnehmenden Inflationsdruck auch auf den starken Schweizer Franken zurückzuführen gewesen sei. Analysten hätten mehrheitlich mit einer Zinssenkung von 25 Basispunkten gerechnet.
Auf den US-amerikanischen Börsen sei es gestern nach den deutlichen Kurszuwächsen zur Wochenmitte vor allem zu Gewinnmitnahmen gekommen. Dementsprechend hätten die Indices allesamt im negativen Bereich geschlossen, wobei sich die Verluste des Dow Jones und des S&P 500 auf rund 0,5% beschränkt hätten. Der NASDAQ 100 habe mit knapp 0,7% etwas höhere Einbußen hinnehmen müssen. Die unter anderem im Kontext der weiteren US-Zinsentwicklung relevanten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe seien gestern mit 242.000 höher als erwartet ausgefallen, hätten das Marktgeschehen aber kaum beeinflusst.
An den Rohstoffmärkten habe sich der Ölpreis lediglich seitwärts bewegt und stehe somit bei aktuell USD 73,40. Unterstützend habe hierbei die erwartete Zinssenkung der FED in der kommenden Woche gewirkt, während der Ausblick der internationalen Energieagentur auf eine ausreichende Ölversorgung preishemmend agiert habe. Gold habe gestern den höchsten Stand seit fünf Wochen erreicht, was jedoch anschließend einige Anleger zur Realisierung ihrer Gewinne bewegt habe. Schlussendlich habe das Edelmetall leicht an Wert verloren, sodass eine Feinunze zu derzeit USD 2.700 notiere. Der Bitcoin halte sich weiterhin tapfer über der zuletzt erreichten Marke von USD 100.000.
Die asiatischen Märkte würden sich heute Morgen deutlich schwächer präsentieren. Grund dafür seien unter anderem der Anstieg langfristiger US-Anleiherenditen sowie ein stärkerer US-Dollar gewesen. Des Weiteren würden uns heute die Veröffentlichung der europäischen Industrieproduktion für Oktober erwarten, wobei bereits jetzt alle Blicke auf die Zinssitzung der FED am 18. Dezember gerichtet seien. (13.12.2024/alc/a/a)


