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EZB: Nullzinspolitik beendet
22.07.22 09:45
Raiffeisen Bank International AG
Wien (www.anleihencheck.de) - Gaslieferung und EZB im Fokus - so lässt sich der gestrige Handelstag wohl am besten zusammenfassen, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.
Bereits am Vormittag habe vermeldet werden können, dass die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 wieder angelaufen seien. Die Befürchtungen, wonach die Lieferungen nach der zehntägigen Wartungspause nicht wieder aufgenommen würden, hätten sich daher nicht bestätigt. Damit sei den Sorgen vor einem Gasnotstand in Europa vorerst einmal der Wind aus den Segeln genommen worden. Obwohl dies für die Börsen Grund genug gewesen wäre, einmal kräftig durchzuatmen, hätten sich diese dennoch kaum aus der Deckung gewagt - schließlich habe mit der EZB-Sitzung am Nachmittag bereits das nächste Event auf der Agenda gestanden. Und dieses habe es durchaus in sich gehabt.
Die europäischen Währungshüter hätten nämlich die Zinsen angehoben. Es sei das erste Mal seit Juli 2011 gewesen. Die Notenbank habe sich bei diesem historischen Ereignis einen Paukenschlag nicht verkneifen wollen, die Erhöhung sei mit 50 Basispunkten nämlich deutlicher ausgefallen als zuvor signalisiert. Die Nullzinspolitik sei somit mit einem Schritt beendet worden, wobei die Leitzinsen auf Jahressicht merklich nach oben geführt werden dürften. Bereits auf dem nächsten Meeting im September stehe der nächste Schritt an. Darüber hinaus sei auch ein Transmissionssicherungs-Instrument beschlossen worden.
Die Aktienbörsen hätten im Anschluss durchaus Schwierigkeiten gehabt, den neuen Standpunkt der EZB zu interpretieren. Nach anfänglich deutlichen Abgaben hätten es die namhaften europäischen Indices jedoch mehrheitlich geschafft, wenngleich bei hoher Volatilität, beinahe unverändert aus dem Handel zu gehen. In den USA hingegen habe die europäische Geldpolitik scheinbar kaum eine Rolle gespielt. Lediglich die Nachricht der Coronainfektion von US-Präsident Biden habe den Markt kurz zucken lassen. Am Ende des Tages hätten S&P 500 & Co. aber deutlich fester geschlossen und ihren jüngsten Aufwärtstrend damit fortgesetzt. (22.07.2022/alc/a/a)
Bereits am Vormittag habe vermeldet werden können, dass die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 wieder angelaufen seien. Die Befürchtungen, wonach die Lieferungen nach der zehntägigen Wartungspause nicht wieder aufgenommen würden, hätten sich daher nicht bestätigt. Damit sei den Sorgen vor einem Gasnotstand in Europa vorerst einmal der Wind aus den Segeln genommen worden. Obwohl dies für die Börsen Grund genug gewesen wäre, einmal kräftig durchzuatmen, hätten sich diese dennoch kaum aus der Deckung gewagt - schließlich habe mit der EZB-Sitzung am Nachmittag bereits das nächste Event auf der Agenda gestanden. Und dieses habe es durchaus in sich gehabt.
Die europäischen Währungshüter hätten nämlich die Zinsen angehoben. Es sei das erste Mal seit Juli 2011 gewesen. Die Notenbank habe sich bei diesem historischen Ereignis einen Paukenschlag nicht verkneifen wollen, die Erhöhung sei mit 50 Basispunkten nämlich deutlicher ausgefallen als zuvor signalisiert. Die Nullzinspolitik sei somit mit einem Schritt beendet worden, wobei die Leitzinsen auf Jahressicht merklich nach oben geführt werden dürften. Bereits auf dem nächsten Meeting im September stehe der nächste Schritt an. Darüber hinaus sei auch ein Transmissionssicherungs-Instrument beschlossen worden.
Die Aktienbörsen hätten im Anschluss durchaus Schwierigkeiten gehabt, den neuen Standpunkt der EZB zu interpretieren. Nach anfänglich deutlichen Abgaben hätten es die namhaften europäischen Indices jedoch mehrheitlich geschafft, wenngleich bei hoher Volatilität, beinahe unverändert aus dem Handel zu gehen. In den USA hingegen habe die europäische Geldpolitik scheinbar kaum eine Rolle gespielt. Lediglich die Nachricht der Coronainfektion von US-Präsident Biden habe den Markt kurz zucken lassen. Am Ende des Tages hätten S&P 500 & Co. aber deutlich fester geschlossen und ihren jüngsten Aufwärtstrend damit fortgesetzt. (22.07.2022/alc/a/a)


