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Deutschland-Anleihen: Paradiesische Renditen - aber nur für den Schuldner
11.07.12 12:16
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Henning Wagener, hält Bundesanleihen unter Renditeaspekten nach wie vor für uninteressant.
Man stelle sich einfach einmal vor, dass man sich Geld ausleihen müsste und dafür keine Zinsen bezahlen müsste. Oder noch besser: Die Gläubiger würden ihnen sogar eine Rendite dafür bezahlen, dass sie bei ihnen Geld ausleihen "dürften". Eigentlich erscheine dieses Szenario unwahrscheinlich bzw. unmöglich. Dies gelte allerdings nicht für den Schuldner Bundesrepublik Deutschland.
So sei Deutschland zuletzt bei einer Versteigerung von Bundeswertpapieren genau dieses Kunststück gelungen. Bei einer Auktion von Schatzanweisungen mit sechsmonatiger Laufzeit habe man insgesamt 3,29 Mrd. Euro einsammeln können. Dabei hätten die Investoren eine negative Rendite von durchschnittlich 0,0344 Prozent in Kauf genommen. Mit anderen Worten: Der Staat erhalte eine durchschnittliche Rendite von 0,0344 Prozent dafür, dass er sich Geld ausgeliehen habe. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach den Schatzanweisungen sogar noch höher gewesen als das Angebot.
Die Auktion dokumentiert nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research deutlich die Auswüchse, die die europäische Schuldenkrise mittlerweile angenommen habe. So befänden sich Investoren verzweifelt auf der Suche nach scheinbar sicheren Geldanlagen und würden dabei sogar leicht negative Renditen in Kauf nehmen. Und als genau so ein sicherer Hafen gelte die Bundesrepublik Deutschland, die von allen drei großen Ratingagenturen Standard & Poors, Moody's und Fitch mit der Bestnote geratet werde.
Solange die europäische Schuldenkrise die Anleger weiter in Atem halten werde und sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland nicht dramatisch verschlechtere, werde voraussichtlich auch die Rendite von deutschen Staatsanleihen auf einem extrem niedrigen Niveau bleiben.
Um auch nur eine ansatzweise passable Rendite erwirtschaften zu können, müssten sich Anleger bei einem Investment in Bundesanleihen schon auf solche mit einer langen Restlaufzeit konzentrieren. So sei beispielsweise eine Bundesanleihe (ISIN DE0001135473 / WKN 113547) mit einem Kupon von 1,75 Prozent ausgestattet und habe noch eine Laufzeit bis zum 04. Juli 2022. Beim aktuellen Kurs von 103,97 Prozent ergebe sich damit eine jährliche Rendite von 1,3 Prozent. Mit Anleihen kürzerer Laufzeit sei hingegen sprichwörtlich kein Blumentopf zu gewinnen. So sei etwa eine Bundesanleihe (ISIN DE0001135333 / WKN 113533) zwar mit einem Kupon von 4,25 Prozent ausgestattet und habe noch eine Laufzeit bis zum 04. Juli 2017. Allerdings ergebe sich beim aktuellen Kurs von 119,04 Prozent damit lediglich eine jährliche Rendite von weniger als 0,4 Prozent.
Die Analysten von Anleihencheck Resesarch halten ein Investment in Bundesanleihen aus Renditeaspekten weiterhin für unattraktiv. (Analyse vom 11.07.2012) (11.07.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Man stelle sich einfach einmal vor, dass man sich Geld ausleihen müsste und dafür keine Zinsen bezahlen müsste. Oder noch besser: Die Gläubiger würden ihnen sogar eine Rendite dafür bezahlen, dass sie bei ihnen Geld ausleihen "dürften". Eigentlich erscheine dieses Szenario unwahrscheinlich bzw. unmöglich. Dies gelte allerdings nicht für den Schuldner Bundesrepublik Deutschland.
So sei Deutschland zuletzt bei einer Versteigerung von Bundeswertpapieren genau dieses Kunststück gelungen. Bei einer Auktion von Schatzanweisungen mit sechsmonatiger Laufzeit habe man insgesamt 3,29 Mrd. Euro einsammeln können. Dabei hätten die Investoren eine negative Rendite von durchschnittlich 0,0344 Prozent in Kauf genommen. Mit anderen Worten: Der Staat erhalte eine durchschnittliche Rendite von 0,0344 Prozent dafür, dass er sich Geld ausgeliehen habe. Gleichzeitig sei die Nachfrage nach den Schatzanweisungen sogar noch höher gewesen als das Angebot.
Die Auktion dokumentiert nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research deutlich die Auswüchse, die die europäische Schuldenkrise mittlerweile angenommen habe. So befänden sich Investoren verzweifelt auf der Suche nach scheinbar sicheren Geldanlagen und würden dabei sogar leicht negative Renditen in Kauf nehmen. Und als genau so ein sicherer Hafen gelte die Bundesrepublik Deutschland, die von allen drei großen Ratingagenturen Standard & Poors, Moody's und Fitch mit der Bestnote geratet werde.
Um auch nur eine ansatzweise passable Rendite erwirtschaften zu können, müssten sich Anleger bei einem Investment in Bundesanleihen schon auf solche mit einer langen Restlaufzeit konzentrieren. So sei beispielsweise eine Bundesanleihe (ISIN DE0001135473 / WKN 113547) mit einem Kupon von 1,75 Prozent ausgestattet und habe noch eine Laufzeit bis zum 04. Juli 2022. Beim aktuellen Kurs von 103,97 Prozent ergebe sich damit eine jährliche Rendite von 1,3 Prozent. Mit Anleihen kürzerer Laufzeit sei hingegen sprichwörtlich kein Blumentopf zu gewinnen. So sei etwa eine Bundesanleihe (ISIN DE0001135333 / WKN 113533) zwar mit einem Kupon von 4,25 Prozent ausgestattet und habe noch eine Laufzeit bis zum 04. Juli 2017. Allerdings ergebe sich beim aktuellen Kurs von 119,04 Prozent damit lediglich eine jährliche Rendite von weniger als 0,4 Prozent.
Die Analysten von Anleihencheck Resesarch halten ein Investment in Bundesanleihen aus Renditeaspekten weiterhin für unattraktiv. (Analyse vom 11.07.2012) (11.07.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
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