Erweiterte Funktionen
Covered Bonds: Vier Benchmarks und erste Subbenchmark seit mehr als vier Wochen
25.10.23 10:00
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Wir haben uns über die langen Jahre der EZB-Ankaufprogramme bzw. der attraktiven Refinanzierungsmöglichkeiten über die Zentralbank wiederholt zu den Verzerrungen für das Covered Bond-Segment geäußert, die sich sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite materialisierten, so Dr. Frederik Kunze von der NORD/LB.
Während diese Verzerrungen ihren Einfluss spürbar verloren hätten, sähen die Analysten der NORD/LB schon neue Impulse der EZB-Geldpolitik, die sich auf die Refinanzierungsseite der Banken und damit auch auf das zukünftige Angebot im EUR-Benchmarksegment auswirken würden. Offenkundig sei zudem sicherlich der Einfluss des Zinsniveaus auf die Kreditvergabe bzw. die Nachfrage nach neuen Hypothekendarlehen sowie das allgemeine Sentiment am Markt, welchem sich auch die Assetklasse Covered Bonds nicht vollumfänglich entziehen könne. Doch hier dürfe generell nicht von einem niedrigeren Refinanzierungsbedarf ausgegangen werden. Zu beachten sei, dass in volatilen Marktphasen das Funding über Senior Bonds relativ teurer werden könne.
Im Kampf gegen die Teuerung in der Eurozone blicke der EZB-Rat aber auch auf andere Instrumente. Ein früheres Ende der PEPP-Reinvestitionen (also früher als Ende 2024) hätte sicherlich eher mittelbaren Einfluss. Eine Anpassung der Mindestreserveanforderungen (den die Analysten der NORD/LB für die kommende Sitzung nicht erwarten würden) könnte für einige Emittenten, die Refinanzierung über Covered Bonds attraktiver machen, wenn die Institute das Management ihrer LCR-Quote stärker ins Blickfeld rücken würden.
In Summe sähen die Analysten der NORD/LB aber den Covered Bond-Markt und hier insbesondere das EUR-Benchmarksegment geringeren spezifischen Verzerrungen ausgesetzt und würden hoffen, dass es nicht abermals zu einer "Kannibalisierung à la CB BP3 und TLTRO II/III" kommen werde. In 2024 würden die Analysten der NORD/LB zumindest mit einem noch soliden Angebot in der Größenordnung von EUR 150 bis 155 Mrd. rechnen. Die Zahl stehe jedoch unter dem Vorbehalt des konkreten Fundings im laufenden Jahr. Die Spreads dürften ihr Repricing zum Jahresende 2023 weitgehend abgeschlossen und von den aktuellen Niveaus noch "etwas" zugelegt haben.
Der Primärmarkt fahre derzeit auf Sicht. Die Analysten der NORD/LB könnten aber immerhin von vier frischen Benchmarks berichten. Am Donnerstag sei Nordea (FI) (ISIN XS2708690685 / WKN A3LP40) auf die Investoren zugegangen und habe EUR 1,0 Mrd. (Laufzeit: 5,0y) bei - eher teuren - ms +26 Bp platziert. Die Sekundärmarktperformance habe sich entsprechend zurückhaltend präsentiert.
Am Folgetag habe sich BNP Paribas Fortis (BE) (ISIN BE0002974559 / WKN A3LQCK) angeschlossen, die die Analysten der NORD/LB für 2023 nicht mehr auf dem Zettel gehabt hätten. Allokiert worden seien EUR 1,0 Mrd. bei ms +32 Bp (NIP: +9 Bp). Der auskömmliche Aufschlag gegenüber Fair Value habe im Sekundärmarkt nicht wirklich geholfen.
Am gestrigen Dienstag habe die Helaba (DE) einen Öffentlichen Pfandbrief (3,8y) platziert. Zugeteilt worden seien EUR 750 Mio. bei ms +15 Bp.
Durchaus erfreulich sei der Auftritt von Sparebank 1 Boligkreditt (NO) (ISIN XS2710358297 / WKN nicht bekannt). Die dritte Benchmark (EUR 1,0 Mrd.; 4,75y) aus Norwegen sei bei ms +36 Bp gepreist worden und habe sich damit in der Vermarktung um vier Basispunkte einengen können. Bei der schwachen Emissionsaktivität im EUR-Benchmarksegment sähen die Analysten der NORD/LB durchaus gewissen Knappheitswert.
Die erste Subbenchmark seit mehr als vier Wochen durften wir außerdem dank der Stadtsparkasse München (DE) begrüßen, so die Analysten der NORD/LB. Platziert worden sei ein Deal über EUR 250 Mio. (5,0y; WNG) bei ms +27 Bp. (Ausgabe 31 vom 25.10.2023) (25.10.2023/alc/a/a)
Während diese Verzerrungen ihren Einfluss spürbar verloren hätten, sähen die Analysten der NORD/LB schon neue Impulse der EZB-Geldpolitik, die sich auf die Refinanzierungsseite der Banken und damit auch auf das zukünftige Angebot im EUR-Benchmarksegment auswirken würden. Offenkundig sei zudem sicherlich der Einfluss des Zinsniveaus auf die Kreditvergabe bzw. die Nachfrage nach neuen Hypothekendarlehen sowie das allgemeine Sentiment am Markt, welchem sich auch die Assetklasse Covered Bonds nicht vollumfänglich entziehen könne. Doch hier dürfe generell nicht von einem niedrigeren Refinanzierungsbedarf ausgegangen werden. Zu beachten sei, dass in volatilen Marktphasen das Funding über Senior Bonds relativ teurer werden könne.
Im Kampf gegen die Teuerung in der Eurozone blicke der EZB-Rat aber auch auf andere Instrumente. Ein früheres Ende der PEPP-Reinvestitionen (also früher als Ende 2024) hätte sicherlich eher mittelbaren Einfluss. Eine Anpassung der Mindestreserveanforderungen (den die Analysten der NORD/LB für die kommende Sitzung nicht erwarten würden) könnte für einige Emittenten, die Refinanzierung über Covered Bonds attraktiver machen, wenn die Institute das Management ihrer LCR-Quote stärker ins Blickfeld rücken würden.
In Summe sähen die Analysten der NORD/LB aber den Covered Bond-Markt und hier insbesondere das EUR-Benchmarksegment geringeren spezifischen Verzerrungen ausgesetzt und würden hoffen, dass es nicht abermals zu einer "Kannibalisierung à la CB BP3 und TLTRO II/III" kommen werde. In 2024 würden die Analysten der NORD/LB zumindest mit einem noch soliden Angebot in der Größenordnung von EUR 150 bis 155 Mrd. rechnen. Die Zahl stehe jedoch unter dem Vorbehalt des konkreten Fundings im laufenden Jahr. Die Spreads dürften ihr Repricing zum Jahresende 2023 weitgehend abgeschlossen und von den aktuellen Niveaus noch "etwas" zugelegt haben.
Am Folgetag habe sich BNP Paribas Fortis (BE) (ISIN BE0002974559 / WKN A3LQCK) angeschlossen, die die Analysten der NORD/LB für 2023 nicht mehr auf dem Zettel gehabt hätten. Allokiert worden seien EUR 1,0 Mrd. bei ms +32 Bp (NIP: +9 Bp). Der auskömmliche Aufschlag gegenüber Fair Value habe im Sekundärmarkt nicht wirklich geholfen.
Am gestrigen Dienstag habe die Helaba (DE) einen Öffentlichen Pfandbrief (3,8y) platziert. Zugeteilt worden seien EUR 750 Mio. bei ms +15 Bp.
Durchaus erfreulich sei der Auftritt von Sparebank 1 Boligkreditt (NO) (ISIN XS2710358297 / WKN nicht bekannt). Die dritte Benchmark (EUR 1,0 Mrd.; 4,75y) aus Norwegen sei bei ms +36 Bp gepreist worden und habe sich damit in der Vermarktung um vier Basispunkte einengen können. Bei der schwachen Emissionsaktivität im EUR-Benchmarksegment sähen die Analysten der NORD/LB durchaus gewissen Knappheitswert.
Die erste Subbenchmark seit mehr als vier Wochen durften wir außerdem dank der Stadtsparkasse München (DE) begrüßen, so die Analysten der NORD/LB. Platziert worden sei ein Deal über EUR 250 Mio. (5,0y; WNG) bei ms +27 Bp. (Ausgabe 31 vom 25.10.2023) (25.10.2023/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 105,40 DEM | 105,40 DEM | - DEM | 0,00% | 27.04./12:14 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0002677572 | 267757 | 109,81 DEM | 105,19 DEM | |
Werte im Artikel



