China hat seine Bestände an US-Staatsanleihen im Juli minimal reduziert


19.09.18 11:00
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - In Reaktion auf die Ankündigung der USA, ab dem 24. September chinesische Einfuhren im Volumen von USD 200 Mrd. mit einem Strafzoll von 10% zu belegen, veröffentlichte China gestern eine Liste mit US-Produkten im Volumen von USD 60 Mrd., die ebenfalls ab dem 24. September mit einem Sonderzoll von 5% bzw. 10% belegt werden, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

In Reaktion habe US-Präsident Trump umgehend angekündigt, nun Strafzölle auf weitere chinesische Importe im Ausmaß von USD 267 Mrd. in die Wege zu leiten. Aus Zahlen des US-Finanzministeriums sei gestern hervorgegangen, dass China seine Bestände an amerikanischen Staatsanleihen im Juli minimal reduziert habe. Das könne Zufall sein, angesichts des eskalierenden Handelskonflikts verfolge der Markt solche Entwicklungen aber sehr genau, sei doch China der größte Gläubiger der USA. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen habe gestern jedenfalls um 5 Basispunkte auf 3,05% zugelegt.

Heute stünden in den USA die Wohnungsbaubeginne für August zur Veröffentlichung an. Nach zwei sehr schwachen Monaten würden die Analysten der Raiffeisen Bank International AG mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung rechnen.

Deutschland habe gestern eine Nullkuponanleihe (ISIN: DE0001104735, WKN: 110473) mit Fälligkeit im September 2020 um EUR 4 Mrd. aufgestockt. Die durchschnittliche Emissionsrendite habe bei -0,54% gelegen, die Emission sei deutlich überzeichnet gewesen. Für heute sei die Aufstockung einer Fixzinsanleihe (ISIN: DE0001102457, WKN: 110245) mit Laufzeitende im August 2028 geplant. Das mit einem Kupon von 0,25% ausgestattete Papier solle bis zu EUR 3 Mrd. einbringen. (19.09.2018/alc/a/a)




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