Bundesbankpräsident Weidmann plädiert für raschen Ausstieg aus EZB-Anleihekäufen


24.08.17 09:15
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Gestern veröffentlichte Markit für einige Länder Schnellschätzungen seiner viel beachteten Einkaufsmanagerindices, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

In der Eurozone, Deutschland und Frankreich habe das Ergebnis für den Industriebereich mit einem Anstieg positiv überraschen können. Aus den Resultaten für den Dienstleistungsbereich sei abzulesen, dass bei den Erhebungen in Spanien und Italien ein merklicher Rücksetzer anzusetzen sei.

In den USA habe sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe unerwartet eingetrübt, der Umfrageindex für den Dienstleistungssektor habe dagegen überraschend stark zulegen können. Die in Summe sicher positiven Konjunkturdaten hätten aber die Kurse von Treasuries und Bundesanleihen ebenso wenig unter Druck bringen können wie die Äußerungen von Bundesbankpräsident Weidmann. Dieser habe einmal mehr für einen raschen Ausstieg aus den EZB-Anleihekäufen im Jahr 2018 plädiert, wobei das Ende der Käufe nach einem klaren, zuvor kommunizierten Plan erfolgen solle.

Am Primärmarkt habe gestern Deutschland die zehnjährige Benchmarkanleihe (ISIN: DE0001102424, WKN: 110242) um EUR 3 Mrd. aufgestockt. Die Gebote hätten sich auf EUR 3,086 Mrd. belaufen, wovon EUR 2,43 Mrd. zu einer durchschnittlichen Rendite von 0,41% zugeteilt worden seien. (24.08.2017/alc/a/a)




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