Bayer-Anleihe in GBP: Alternative zu Festgeld oder Staatsanleihen mit Top-Bonitäten


14.08.12 09:03
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Nach Meinung des Analysten von Anleihencheck Research, Sven Krupp, ist die Anleihe (ISIN XS0255605239 / WKN A0JQY7) von Bayer weiterhin ein interessantes Investment für sehr sicherheitsorientierte Anleger.

Die Währungsanleihe (GBP) sei mit einem Kupon von 5,625% ausgestattet, laufe noch bis zum 23.05.2018 und weise eine Stückelung von 50.000 GBP (entspreche etwa 63.000 Euro) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 119,55% biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 1,99%. Das Rating für die Anleihe durch die Agentur Moody's laute "A3". Damit liege die Einstufung im mittleren Investment-Grade-Bereich.

Bayer sei ein international stark positionierter Konzern, der in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und hochwertige Materialien tätig sei. Das Unternehmen sei dabei in drei weitgehend eigenständig operierende Teilkonzerne untergliedert.

Nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research sind die von Bayer publizierten Zahlen für das zweite Quartal 2012 überzeugend ausgefallen. Der Umsatz habe mit rund 10,18 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert erreicht und währungs- sowie portfoliobereinigt (wpb.) habe das einem Plus von 5,0% entsprochen. Das EBIT sei dagegen um 41,1% auf 750 Mio. Euro gesunken. Die Sondereinflüsse hätten sich auf insgesamt -762 (Vorjahr: -144) Mio. Euro belaufen. Das EBIT vor Sondereinflüssen habe sich somit um 6,7% auf 1,51 Mrd. Euro verbessert. Das Konzernergebnis sei aufgrund der hohen Sondereinflüsse um 33,9% von 747 auf 494 Mio. Euro gesunken. Das bereinigte Ergebnis je Aktie habe sich von 1,29 auf 1,47 Euro erhöht.

Nicht überraschend habe die Bayer-Geschäftsführung nun den Ausblick für das zweite Geschäftsjahr nach oben angepasst. Bayer plane nunmehr für das Gesamtjahr auf wpb. Basis einen Umsatzanstieg von 4% bis 5% (bisher: 3%). Dies entspräche einem Konzernumsatz von ca. 39 bis 40 Mrd. Euro (bisher: 37 Mrd. Euro). Das EBITDA vor Sondereinflüssen solle jetzt im oberen einstelligen Prozentbereich gesteigert werden (bisher: leichte Verbesserung). Für das bereinigte Ergebnis je Aktie erwarte der Konzern eine Verbesserung um etwa 10% (bisher: leichte Steigerung).

In der ersten Jahreshälfte 2012 seien vor allem die Geschäfte bei CropScience und HealthCare sehr gut verlaufen. Aber auch der anhaltend schwache Euro habe zu erfreulichen Ergebnisentwicklung beigetragen. Für beide Konzern-Bereiche erwarten die Analysten von Anleihencheck Research auch im weiteren Jahresverlauf eine gute Entwicklung. Positiv sei auch zu erwähnen, dass bei MaterialScience höhere Rohstoffkosten durch Preiserhöhungen hätten ausgeglichen werden können.

Neben seinem Hoffnungsträger Xarelto, für welches Bayer das jährliche Umsatzpotenzial auf mehr als 2 Mrd. Euro taxiere, verfüge der Konzern noch über weitere potenzielle Blockbusterkandidaten in seinem Portfolio. Hierbei handle es sich um "Regorafenib", "Eylea", "Alpharadin" und "Riociguat". Zu Regorafenib habe es zuletzt positive Nachrichten gegeben. Denn die FDA habe dem Präparat zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC), bei denen die Krankheit trotz Behandlung mit den zugelassenen Standard-Medikamenten weiter fortschreitet, den Status der vorrangigen Prüfung ("Priority Review") gewährt.

Damit biete die Pharma-Sparte von Bayer für die nächsten Jahre ausreichend Wachstumsfantasie. Aber auch CropScience und MaterialScience sollten künftig weiter zur positiv zu erwartenden Geschäftsentwicklung beitragen.

Die Analysten von Anleihencheck Research halten die oben genannte Anleihe von Bayer grundsätzlich für eine sehr sichere Anlage und aufgrund des relativ hohen Kupons für eine sehr gute Alternative zu Festgeld oder Staatsanleihen mit Top-Bonitäten. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Die Wechselkursentwicklung könne sich aber auch positiv auf den Anleihekurs auswirken. (Analyse vom 14.08.2012) (14.08.2012/alc/a/a)


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