BMW-Anleihe: Interessante 1-Jahresfestgeld-Alternative


12.03.12 14:42
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst Sven Krupp von Anleihencheck Research hält die Unternehmensanleihe (ISIN USU31434AB68 / WKN A1GZP9) des Premium-Automobilherstellers BMW für eine interessante Alternative für 1-Jahresfestgeld.

Die Anleihe, offizieller Emittent sei die hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Unternehmens die BMW Finance N.V., werde durch die BMW AG gesamtschuldnerisch garantiert. Die Anleihe sei mit einem attraktiven Kupon von 7,25% ausgestattet, laufe noch bis zum 09.10.2013 und weise eine Stückelung von 5.000 Australische Dollar (AUD) (entspreche rund 4.000 EUR) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 103,18 AUD biete die Anleihe eine ansehnliche jährliche Rendite von 5,01%. Das Rating für die Anleihe durch die Agentur Moody's laute "A2". Damit liege die Einstufung im mittleren Investment-Grade-Bereich.

Die BMW Group habe sich mit ihren drei Marken BMW, MINI und Rolls-Royce als Automobilhersteller gezielt auf das Premium-Segment spezialisiert und zähle hier zu den führenden Anbietern. Neben der Produktion von Autos umfasse das Produktportfolio des Konzerns auch Motorräder.

In der letzten Woche habe BMW überraschend vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht. Wie auch zuletzt Volkswagen und habe BMW Rekordergebnisse erzielt und damit die starke Performance der letzten Jahre untermauert. Und ein Ende der beeindruckenden Geschäftsentwicklung sei derzeit nicht auszumachen.

Unternehmensangaben nach sei es im Fiskaljahr 2011 zu einem Umsatzanstieg auf 68,82 Mrd. Euro gekommen, nach 60,48 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Auslieferungen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce hätten sich im vergangenen Jahr um 14,2% auf den neuen Rekordwert von 1.668.982 Fahrzeugen erhöht. Beim Vorsteuerergebnis habe der Münchener Autobauer einen Anstieg von 52,1% auf 7,38 Mrd. Euro ausgewiesen. Der Jahresüberschuss habe sich um 51,3% auf 4,91 Mrd. Euro verbessert. Vor dem Hintergrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung solle eine Anhebung der Dividende auf einen Höchstwert von 2,30 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 1,30 Euro) und 2,32 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 1,32 Euro) vorgeschlagen werden. Details zum Geschäftsbericht 2011 sowie für 2012 seien auf der Bilanzpressekonferenz am 13. März zu erwarten.

Wie erwartet seien die vorläufigen Zahlen für 2011 stark ausgefallen. Positiv hervorzuheben sei, dass BMW neue Rekordwerte bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis habe erzielen können. Auch der Dividendenvorschlag könne überzeugen.

Der Automobilkonzern sei gestärkt aus der Finanz- und Wirtschaftskrise herausgegangen und das Management habe BMW wieder erfolgreich auf Profitabilität getrimmt. Da sich zuletzt die Aussichten für die Weltwirtschaft und die für BMW wichtigen Absatzmärkte (u.a. Nordamerika, China) spürbar aufgehellt hätten, sei auch für 2012 und darüber hinaus mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen.

Alles in allem halte man Daimler neben Volkswagen und BMW im Automobilsektor für einen der Top-Picks. Denn es sei bei einer stabilen Wirtschaft durchaus möglich, dass der Automobilkonzern seine Zielvorgaben für dieses Jahr übertreffe.

Für Anleger, denen aber ein Direktinvestment zu spekulativ erscheine, könnte die o.a. Währungsanleihe von BMW interessant sein. Der Clou des Papiers bestehe darin, dass es auf die Währung AUD laute. Der Aussie zähle derzeit zu den stabilsten Weltwährungen. Eine BMW-Anleihe auf EUR liege gut 2,5 Prozentpunkte unter der o.a. Anleihe. Zwar bestehe grundsätzlich ein Währungsrisiko, doch eine größere Abwertungsgefahr des Euro gegenüber dem AUD sehe man momentan nicht. Im Gegenteil, der AUD könnte gegenüber dem Euro durchaus noch weiter zulegen, was die Rendite der Währungsanleihe zusätzlich steigern würde. (Analyse vom 12.03.2012) (12.03.2012/alc/a/a)


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