Asklepios-Unternehmensanleihe: weiterhin schwarze Zahlen


28.02.12 11:33
Wirtschaftswoche

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" haben in ihrer aktuellen Ausgabe die Unternehmensanleihe (ISIN XS0542428833 / WKN A1EWQ8) der Asklepios Kliniken GmbH vorgestellt.

Die 150 Mio. EUR schwere Unternehmensanleihe des Klinikbetreibers sei mit einem Kupon von 4% ausgestattet und werde am 28.09.2017 zur Rückzahlung fällig. Bei einem Kurs von 98,55% ergebe sich eine Rendite von 4,30%.

Neben RHÖN-KLINIKUM und Helios sei Asklepios einer der drei großen privaten deutschen Klinikbetreiber. Da die Kommunen aufgrund der Finanzprobleme ihre defizitären Krankenhäuser abschieben wollten, hätten die Privaten Betreiber in den letzten Jahren ein hohes Betten- und Umsatzwachstum verzeichnet.

Das starke Umsatzwachstum, Folge von Zukäufen, werde von den klammen Kommunen aufgrund von Sparzwängen weiter befeuert. Das führe dazu, dass sich die drei großen privaten Betreiber einen Wachstumswettlauf leisten würden, der zu Lasten der Gewinnmargen gehe. Dabei sehe das Geschäftsmodell bei allen ähnlich aus. Konzentration möglichst vieler Bereiche der einst separat geführten Häuser zur Kostensenkung.

Für das Gesamtjahr 2011 werde ein Asklepios-Umsatz von 2,5 Mrd. EUR erwartet, wobei das Unternehmen für 2012 das Ziel bei rund 3 Mrd. EUR sehe. Neben allgemein steigender Kosten für Medikamente, Verbandsmaterial und Gehälter, habe der Gewinn in 2011 vor allem unter der Sonderabschreibung auf eine Athener Klinikgruppe gelitten. Bereinigt um diesen Sondereffekt seien netto 71 Mio. EUR geblieben. Die Gesamtverschuldung habe Ende 2011 bei 480 Mio. EUR und damit in etwa dem 1,5-fachen des EBITDA gelegen.

Nach Einschätzung der Experten der "Wirtschaftswoche" ist der Cash-flow der Asklepios Kliniken GmbH mit 160 Mio. EUR deutlich positiv, womit der Zinsdienst für die o.a. 4%ige Unternehmensanleihe auf jeden Fall gesichert ist. (Ausgabe 9) (28.02.2012/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.