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Anleihenmarkt: 43 Prozent aller spanischen Covered Bonds "einbehalten"
30.10.12 11:12
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Das Thema "Spanien" dominiert für die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt die Schlagzeilen des Covered Bond Marktes.
Die heutige Aktionärsversammlung der Liberbank werde deren Kapitalbedarf beschließen, wonach auch das spanische Finanzministerium den "Kapitalbedarfs-Baustein" in einen Hilfsantrag an die EU einbauen könne. Der spanische Bankenmarkt hänge an der Refinanzierung über Covered Bonds. Die Analysten hätten eine größere Analyse angefertigt, die zeige, welches Volumen mittlerweile der Markt habe und wie viel davon "einbehaltene" Covered Bonds seien. Dabei hätten die Analysten Geschäfts- und Halbjahresberichte von 2011 und 2012 sowie Daten von AyT, TdA und InterMoney ausgewertet und zudem Emissionen erfasst, die seit Stichtag an der Bondbörse AIAF gelistet worden seien. Nicht immer könnten die Analysten jedoch den Platzierungstyp genau zuordnen.
Per gestern sei der spanische Covered Bond Markt 476,9 Mrd. EUR groß, was einem Anstieg von 61,9 Mrd. EUR zum Jahresende 2011 entspreche. Während bei den Cédulas Territoriales (CT) Neuemissionen durch Rückzahlungen und die Kündigungen bei Dexia Sabadell ausgeglichen worden seien (Marktgröße aktuell und per Ende 2011 etwa 37,5 Mrd. EUR), seien Cédulas Hipotecarias (CHs) stark angestiegen: Mit 439, 4 Mrd. EUR sei es Europas größter Teilmarkt.
Mittlerweile fast die Hälfte der Anleihen (43%) seien wahrscheinlich einbehalten worden, was 189,6 Mrd. EUR entspreche. Bei 26,1 Mrd. EUR handle es sich um Publikumsplatzierungen außerhalb des Benchmarkformats, 223,8 Mrd. EUR seien Benchmarkanleihen. Dabei seien bei den "Single-Name-CHs" allein 49% der Anleihen schon einbehalten und würden wahrscheinlich zum großen Teil als Sicherheit für Repos und Zentralbankrepos gestellt worden sein.
Von aktuell 39 Emittenten hätten seit Jahresbeginn nur 16 einen Anstieg an CHs gehabt, bei 13 habe es leicht rückläufige und bei zehn unveränderte Volumina im Umlauf gegeben. Die CaixaBank (ISIN ES0140609019/ WKN A0MZR4) steche mit 31 Mrd. EUR Nettoemissionen klar heraus. Hier gehe ein Teil auf die Banca Civica zurück. BBVA (ISIN ES0113211835/ WKN 875773), Bankia (ISIN ES0113307039/ WKN A1JCY3), Deutsche Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) (als neuer Emittent) und Banco Mare Nostrum hätten auch mehr als 4 Mrd. EUR netto emittiert, während es bei der Santander-Gruppe (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) und der Sabadell-Gruppe (ISIN ES0113860A34/ WKN A0MRD4) sogar minimale Nettorückflüsse gegeben habe.
Der wesentliche Emissionstreiber sei dabei nicht das neue Kreditgeschäft, sondern die Umklassifizierung von Hypothekenkrediten in "zulässige Deckung", sowie die Auflösung von Verbriefungen, wodurch Kredite wieder als Deckung zählen würden. Bei den 39 Instituten hätten die Analysten zum Berichtsstichtag 1.136 Mrd. EUR Hypothekarkrediten ermitteln können, von denen 767 Mrd. EUR - hoffentlich korrekt - als Deckung gezählt worden seien. (30.10.2012/alc/a/a)
Die heutige Aktionärsversammlung der Liberbank werde deren Kapitalbedarf beschließen, wonach auch das spanische Finanzministerium den "Kapitalbedarfs-Baustein" in einen Hilfsantrag an die EU einbauen könne. Der spanische Bankenmarkt hänge an der Refinanzierung über Covered Bonds. Die Analysten hätten eine größere Analyse angefertigt, die zeige, welches Volumen mittlerweile der Markt habe und wie viel davon "einbehaltene" Covered Bonds seien. Dabei hätten die Analysten Geschäfts- und Halbjahresberichte von 2011 und 2012 sowie Daten von AyT, TdA und InterMoney ausgewertet und zudem Emissionen erfasst, die seit Stichtag an der Bondbörse AIAF gelistet worden seien. Nicht immer könnten die Analysten jedoch den Platzierungstyp genau zuordnen.
Mittlerweile fast die Hälfte der Anleihen (43%) seien wahrscheinlich einbehalten worden, was 189,6 Mrd. EUR entspreche. Bei 26,1 Mrd. EUR handle es sich um Publikumsplatzierungen außerhalb des Benchmarkformats, 223,8 Mrd. EUR seien Benchmarkanleihen. Dabei seien bei den "Single-Name-CHs" allein 49% der Anleihen schon einbehalten und würden wahrscheinlich zum großen Teil als Sicherheit für Repos und Zentralbankrepos gestellt worden sein.
Von aktuell 39 Emittenten hätten seit Jahresbeginn nur 16 einen Anstieg an CHs gehabt, bei 13 habe es leicht rückläufige und bei zehn unveränderte Volumina im Umlauf gegeben. Die CaixaBank (ISIN ES0140609019/ WKN A0MZR4) steche mit 31 Mrd. EUR Nettoemissionen klar heraus. Hier gehe ein Teil auf die Banca Civica zurück. BBVA (ISIN ES0113211835/ WKN 875773), Bankia (ISIN ES0113307039/ WKN A1JCY3), Deutsche Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) (als neuer Emittent) und Banco Mare Nostrum hätten auch mehr als 4 Mrd. EUR netto emittiert, während es bei der Santander-Gruppe (ISIN ES0113900J37/ WKN 858872) und der Sabadell-Gruppe (ISIN ES0113860A34/ WKN A0MRD4) sogar minimale Nettorückflüsse gegeben habe.
Der wesentliche Emissionstreiber sei dabei nicht das neue Kreditgeschäft, sondern die Umklassifizierung von Hypothekenkrediten in "zulässige Deckung", sowie die Auflösung von Verbriefungen, wodurch Kredite wieder als Deckung zählen würden. Bei den 39 Instituten hätten die Analysten zum Berichtsstichtag 1.136 Mrd. EUR Hypothekarkrediten ermitteln können, von denen 767 Mrd. EUR - hoffentlich korrekt - als Deckung gezählt worden seien. (30.10.2012/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 19,825 € | 19,795 € | 0,03 € | +0,15% | 21.04./07:32 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| ES0113211835 | 875773 | 22,40 € | 11,73 € | |
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