Erweiterte Funktionen
Anleihen: "Renditen bleiben in enger Handelsspanne"
10.10.25 15:30
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Während Aktien, Edelmetalle und Kryptowährungen momentan haussieren, bleiben die Rentenmärkte vergleichsweise ruhig, so die Deutsche Börse AG,
Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen liege am Freitagmittag mit 4,11 Prozent fast exakt auf dem Niveau der Vorwoche. Bei den zehnjährigen Bundesanleihen sehe es mit aktuell 2,68 Prozent ähnlich aus. Zu Wochenbeginn sei die Rendite wegen der erneuten Regierungskrise in Frankreich zunächst auf rund 2,73 Prozent gestiegen. Die für den heutigen Freitag angekündigte Ernennung eines neuen Premierministers durch Präsident Emmanuel Macron habe jedoch schnell Entspannung an den Märkten gebracht. Auch der Rendite-Spread zwischen deutschen und französischen Anleihen habe sich nach einem kurzen Anstieg auf 96 Basispunkte bei jetzt nur noch 83 Basispunkten wieder normalisiert.
Elmar Völker von der LBBW rechne damit, dass die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen vorerst in einer Spanne zwischen 2,60 und 2,80 Prozent bleibe. Vor allem einen Ausbruch nach oben halte er aktuell für unwahrscheinlich. Als Begründung verweise er auf die "geringe Neigung der EZB zu einer weiteren geldpolitischen Lockerung", auf die "eine moderat positive Tendenz andeutenden Frühindikatoren aus dem Euroraum" und die "bearishe Positionierung der Marktakteure am Euro-Rentenmarkt". Das liefere keine günstige Ausgangslage für einen anhaltenden Rentenkursaufschwung. "Vielmehr dürfte die Tendenz überwiegen, Phasen der Kurserholung relativ zügig für Gewinnmitnahmen zu nutzen", vermute der Renten-Spezialist.
In den USA würden derzeit aussagekräftige Indikatoren zur weiteren Zinspolitik der Notenbank fehlen. "Der Zeitpunkt der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten steht weiter in den Sternen, solange der Government Shutdown anhält", erkläre Völker. Das in dieser Woche veröffentlichte Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung zeige, wie stark die Erwartungen hinsichtlich Inflationsentwicklung und Höhe des neutralen Zinsniveaus im Rat auseinandergehen würden. Die Fed habe die Leitzinsen im September reduziert.
Bis Ende 2026 seien nach Berechnung der Deutschen Bank via Fed Funds Futures kumuliert rund 110 Basispunkte an weiteren Senkungen eingepreist. Für Tim Oechsner von der Steubing AG sei die Entwicklung des zuletzt sehr fragilen Arbeitsmarktes ausschlaggebend für die nächsten Zinsschritte. Dabei sehe sich die Notenbank mit anhaltenden Forderungen der US-Regierung konfrontiert. "Aktuell steht die Fed seitens Trump unter Druck, die Geldpolitik schnell zu lockern", erkläre Oechsner.
Von den Unternehmensanleihen stünden Bonds großer deutscher Firmen weiter im Fokus. Gekauft würden laut Oechsner Anleihen von ENBW (ISIN XS2942479044), Bayer (ISIN XS2630111719) und Siemens (ISIN XS1955187775). Auch eine bis 2028 laufende Anleihe von Grenke Leasing mit einer Rendite von 3,7 Prozent stoße auf Interesse (ISIN XS3175869737).
Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank melde abseits des Mainstreams Käufe der 2039 fälligen Anleihe der New South Wales Treasury Corp. (ISIN AU3SG0003270). Der in AUD notierende Bond ermögliche aktuell eine Rendite von 5,3 Prozent. Ebenfalls stark nachgefragt gewesen sei eine neue Anleihe der DEAG Deutsche Entertainment mit einer Laufzeit von vier Jahren und einem Kupon von 7,75 Prozent (ISIN NO0013639112). "Die Zeichnung wurde am Mittwoch vorzeitig beendet", berichte Daniel. (10.10.2025/alc/a/a)
Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen liege am Freitagmittag mit 4,11 Prozent fast exakt auf dem Niveau der Vorwoche. Bei den zehnjährigen Bundesanleihen sehe es mit aktuell 2,68 Prozent ähnlich aus. Zu Wochenbeginn sei die Rendite wegen der erneuten Regierungskrise in Frankreich zunächst auf rund 2,73 Prozent gestiegen. Die für den heutigen Freitag angekündigte Ernennung eines neuen Premierministers durch Präsident Emmanuel Macron habe jedoch schnell Entspannung an den Märkten gebracht. Auch der Rendite-Spread zwischen deutschen und französischen Anleihen habe sich nach einem kurzen Anstieg auf 96 Basispunkte bei jetzt nur noch 83 Basispunkten wieder normalisiert.
Elmar Völker von der LBBW rechne damit, dass die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen vorerst in einer Spanne zwischen 2,60 und 2,80 Prozent bleibe. Vor allem einen Ausbruch nach oben halte er aktuell für unwahrscheinlich. Als Begründung verweise er auf die "geringe Neigung der EZB zu einer weiteren geldpolitischen Lockerung", auf die "eine moderat positive Tendenz andeutenden Frühindikatoren aus dem Euroraum" und die "bearishe Positionierung der Marktakteure am Euro-Rentenmarkt". Das liefere keine günstige Ausgangslage für einen anhaltenden Rentenkursaufschwung. "Vielmehr dürfte die Tendenz überwiegen, Phasen der Kurserholung relativ zügig für Gewinnmitnahmen zu nutzen", vermute der Renten-Spezialist.
Bis Ende 2026 seien nach Berechnung der Deutschen Bank via Fed Funds Futures kumuliert rund 110 Basispunkte an weiteren Senkungen eingepreist. Für Tim Oechsner von der Steubing AG sei die Entwicklung des zuletzt sehr fragilen Arbeitsmarktes ausschlaggebend für die nächsten Zinsschritte. Dabei sehe sich die Notenbank mit anhaltenden Forderungen der US-Regierung konfrontiert. "Aktuell steht die Fed seitens Trump unter Druck, die Geldpolitik schnell zu lockern", erkläre Oechsner.
Von den Unternehmensanleihen stünden Bonds großer deutscher Firmen weiter im Fokus. Gekauft würden laut Oechsner Anleihen von ENBW (ISIN XS2942479044), Bayer (ISIN XS2630111719) und Siemens (ISIN XS1955187775). Auch eine bis 2028 laufende Anleihe von Grenke Leasing mit einer Rendite von 3,7 Prozent stoße auf Interesse (ISIN XS3175869737).
Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank melde abseits des Mainstreams Käufe der 2039 fälligen Anleihe der New South Wales Treasury Corp. (ISIN AU3SG0003270). Der in AUD notierende Bond ermögliche aktuell eine Rendite von 5,3 Prozent. Ebenfalls stark nachgefragt gewesen sei eine neue Anleihe der DEAG Deutsche Entertainment mit einer Laufzeit von vier Jahren und einem Kupon von 7,75 Prozent (ISIN NO0013639112). "Die Zeichnung wurde am Mittwoch vorzeitig beendet", berichte Daniel. (10.10.2025/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 99,406 € | 99,19 € | - € | 0,00% | 17.04./08:01 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XS2942479044 | A3L595 | 102,16 € | 97,98 € | |
Werte im Artikel
20.06.25
, Deutsche Börse AG
Anleihen: Ohne klare Richtung



