Anleihen 2018: Vier Trends für Anleger


25.01.18 12:00
BNY Mellon IM

Brüssel (www.anleihencheck.de) - Die Weltwirtschaft brummt, Inflationserwartungen steigen und allmählich ist ein Ende der Niedrigzinspolitik in Sicht, so die Experten von BNY Mellon Investment Management.

Ein solches Szenario spreche eigentlich für eine Anleihen-Baisse, insbesondere bei Staatsanleihen. Paul Brain, Manager des BNY Mellon Global Dynamic Bond Fund (ISIN IE00B45QNC31/ WKN A1C9K7) bei Newton IM (einer Fondsboutique von BNY Mellon Investment Management), sehe dies jedoch anders: "Wir gehen davon aus, dass sich Schwellenländeranleihen und Unternehmensanleihen in diesem Umfeld weiterhin gut behaupten werden." Mit einer Straffung der Geldpolitik dürfte außerdem die Nachfrage nach sicheren Häfen wieder steigen, wovon gerade Staatsanleihen profitieren könnten.

2018 könne nach Ansicht von Paul Brain ein Wendejahr für den Anleihemarkt werden. Bond-Investoren sollten jetzt vor allem vier Aspekte berücksichtigen:

1. Einsatz von Short-Positionen:

Vorausgesetzt, das globale Wachstum halte an, könnte das Ende der lockeren Geldpolitik zuerst zur Anhebung von Anleiherenditen und dann zu einem erhöhten Emissionsvolumen führen. "Ein flexibles Konzept für festverzinsliche Anlagen kann von einem solchen Umfeld profitieren", sage Brain. Interessant seien zum Beispiel Short-Positionen an den Staatsanleihemärkten mithilfe von Futures und Optionen. Auch Wertpapiere mit Kupons, die an steigende Geldmarktsätze gekoppelt seien, seien hilfreich. 2018 könnten sich diese Strategien, die bislang in erster Linie zur Absicherung der Portfolios eingesetzt worden seien, zu einem Performancetreiber entwickeln.

2. Steigende Inflation:

Da die Beschäftigung in einigen Volkswirtschaften auf hohem Niveau liege, könne es teilweise zu Lohnsteigerungen und einem entsprechenden Anstieg der Inflationserwartungen kommen. "Dann können Anleihen mit Inflationsschutz, wie US Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS), eine sinnvolle Investition sein", sage Brain und ergänze: "Die Inflationserwartungen können jedoch über das Ziel hinausschießen, sodass wir die Gewichtung dieser Wertpapiere regelmäßig taktisch anpassen."

3. Megatrends bei Unternehmensanleihen:

In einigen Branchen würden die fundamentalen Aussichten sich trotz eines bereits hohen Fremdfinanzierungsgrades gut darstellen. Dazu würden zum Beispiel Unternehmen zählen, die von steigenden Rüstungs- und Infrastrukturausgaben - vor allem in den USA - oder vom Wandel zur Elektromobilität profitieren würden. "Außerdem investieren wir in Banken mit einer soliden Bilanzsteuerung", erläutere der Anleiheexperte.

4. Unterschiede in der Geldpolitik:

Nicht alle Zentralbanken würden ihre Leitzinsen erhöhen und die quantitative Lockerung verlangsamen. Dies werde dazu führen, dass Währungen divergieren und Zinskurven ihre Form ändern würden, so der Fondsmanager. "Wenn die Weltwirtschaft dauerhaft wächst, wird sich außerdem die Kreditqualität mancher Länder verbessern und zu Rating-Upgrades führen", erwarte Brain. (25.01.2018/alc/a/a)






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