Aktienanleihe auf Carrefour: Robuste H1-Resultate - Anleiheanalyse


30.07.24 09:54
ZertifikateReport

Gablitz (www.anleihencheck.de) - Thorsten Welgen vom "ZertifikateReport" stellt in einer aktuellen Ausgabe eine Aktienanleihe (ISIN DE000LB4DHH9 / WKN LB4DHH) der LBBW auf die Carrefour-Aktie vor.

Der französische Supermarktkonzern Carrefour bestätige vor dem Hintergrund eines soliden ersten Halbjahres die Prognose für das Gesamtjahr 2024. Gute Geschäfte seien vor allem aus dem Heimatmarkt sowie Brasilien gemeldet worden. In Frankreich habe Carrefour mit günstigen Preisen gepunktet und Marktanteile von Konkurrenten wie E.Leclerc zurückgewinnen und zugleich die Rentabilität steigern können; der operative Gewinn sei um 6,2 Prozent auf 286 Mio. Euro gestiegen. Auf dem zweitgrößten Markt des Konzerns, in Brasilien, habe der operative Gewinn sogar um 45,7 Prozent auf 366 Mio. Euro zugelegt. Der Konzernumsatz weltweit sei um 12,1 Prozent auf 44,8 Mrd. Euro gestiegen. Anleger, die mit Puffer in den defensiven Sektor des Basiskonsums würden investieren wollen, könnten zum Zertifikat greifen.

Beim Discount-Zertifikat von HSBC würden Anleger einen Puffer von 5,8 Prozent erhalten. Aus der Differenz zwischen dem Preis von 13,08 Euro und dem Höchstbetrag (Cap) von 14 Euro errechne sich eine Renditechance von 0,92 Euro oder 16,6 Prozent p.a. Schließe die Aktie am Bewertungstag 20.12.24 unter dem Cap, gebe es einen Barausgleich.

Sofern die Barriere von 12 Euro beim Bonus-Cap-Zertifikat der HVB bis zum 21.03.25 niemals verletzt werde, würden Anleger den Bonus- und Höchstbetrag von 16 Euro erhalten. Beim Preis von 14,43 Euro liege der maximale Gewinn bei 1,57 Euro, was einer Rendite von 16,4 Prozent p.a. entspreche. Das Aufgeld betrage knapp 4 Prozent. Aktienlieferung im negativen Szenario.

Die Aktienanleihe der LBBW zahle unabhängig vom Aktienkurs einen Kupon von 10,5 Prozent p.a. Schließe die Aktie am Bewertungstag (20.06.25) auf oder über dem Basispreis von 12,50 Euro, würden Anleger durch den Einstieg deutlich unter pari eine effektive Rendite von 9,5 Prozent p.a. erzielen. Andernfalls erfolge die Lieferung von 80 Aktien (= 1.000 Euro/ 12,50 Euro).

Gut aufgestellte Unternehmen des Basiskonsumgütersektors, wie z.B. Lebensmittelhändler, würden grundsätzlich als defensive Anlagen gelten - mit Zertifikaten lasse sich ein Investment noch etwas defensiver gestalten: die Strategien würden bereits von einer Seitwärtsbewegung der Aktie profitieren und böten einen Puffer gegen moderat fallende Aktienkurse. (Ausgabe vom 29.07.2024) (30.07.2024/alc/a/a)