7,50% Vontobel-Aktienanleihe auf Coca-Cola, Monster Beverage, PepsiCo: Quartalsergebnisse überzeugen - Anleiheanalyse


10.08.23 08:30
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Die zwei US-Getränkehersteller konnten dieses Jahr mit den bisher veröffentlichten Quartalsergebnissen überzeugen, so das Zertifikate-Team der Bank Vontobel Europe AG im aktuellen "Aktienanleihen Investor".

Während PepsiCo im Rahmen der Ergebnisse des zweiten Quartals seine Prognosen zum zweiten Mal habe erhöhen können, sei Coca-Cola Ende Juli ebenfalls mit einem starken Zahlenset fürs zweite Quartal und einer Prognoseanhebung gefolgt. In erster Linie fokussiere sich Coca-Cola auf Getränke, der Konkurrent PepsiCo hingegen habe in der Vergangenheit insbesondere von seiner Snack-Sparte profitiert.

Viele Unternehmen würden in ihren Branchen um die Gunst derselben Kundschaft buhlen. Doch manche Firmen würden sich schon seit Jahrzehnten regelrecht einen erbitterten Kampf um die Vorreiterrolle in ihrem jeweiligen Marktsegment liefern. So könnte die Mutter aller Markenduelle durchaus Coke gegen Pepsi sein. Denn beide Erfrischungsgetränke der gleichnamigen Firmen seien über das gesamte Jahr weltweit beliebte Konsumprodukte. Immer wieder würden die Unternehmen versuchen ihr Produkt anhand innovativer Marketingideen mit Emotionen zu verbinden und eine gewisse Begehrlichkeit unter den Konsumenten zu kreieren. Denn eine zunehmend gesundheitsbewusste Bevölkerung könnten in Zukunft seltener zu dem zuckerhaltigen Erfrischungsgetränk greifen. Auch die Light-Produkte, die das künstliche Süßungsmittel Aspartam enthalten würden, hätten zuletzt Aufmerksamkeit durch eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erregt.

Größentechnisch habe PepsiCo klar die Nase vorn. Das Unternehmen habe im Jahr 2022 einen Umsatz von stolzen 86 Milliarden US-Dollar gemacht, während Coca-Cola im selben Jahr auf 43 Milliarden US-Dollar Umsatz gekommen sei. Grund dafür sei, dass PepsiCo neben den bekannten Getränken auch Snacks und Zerealien im Angebot habe. Am bekanntesten sei hier die Marke Lays. Coca-Cola hingegen sei vollkommen auf Getränke fokussiert. In diesem Bereich habe Coca-Cola die Organisationsstruktur in den letzten Jahren durch die sukzessive Auslagerung des Abfüllungsgeschäftes verschlanken können. Außerdem sei Coca-Cola bereits seit 2014 mit einer Minderheitsbeteiligung am Energy-Drink-Hersteller Monster Beverage beteiligt. Das Unternehmen setze also nicht nur auf seinen Verkaufsschlager Coca-Cola.

Wenn es um das Hauptprodukt (das süße Erfrischungsgetränk) gehe, komme Coca-Cola die Rolle des Klassikers zugute und PepsiCo die des Herausforderers. Schätzungen des Markenberatungsunternehmens Interbrand zur Folge gehe die Strategie der Firmen hinsichtlich ihrer Positionierung und Reichweitenerhöhung ihrer Marken international gesehen auf - so werde der Markenwert von PepsiCo auf 20 Milliarden US-Dollar und der von Coca-Cola auf stolze 63 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die Ergebnisse im zweiten Quartal 2023 von PepsiCo seien solide. Der Umsatz sei im Vorjahresvergleich organisch um 13 Prozent höher ausgefallen und das trotz rückläufiger Umsätze im Getränkegeschäft (minus 1 Prozent) und im Bereich Convenience Food (minus 3 Prozent). Insgesamt erwirtschafte das Unternehmen im zweiten Quartal 2023 einen Umsatz von 22,3 Milliarden US-Dollar. Durch die Steigerung der operativen Marge um 44 Basispunkte habe der Nettogewinn beinahe verdoppelt werden können auf 2,75 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie habe im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 93 Prozent gesteigert werden können auf 1,99 US-Dollar.

Der amerikanische Getränkemarkt bleibe mit 6,8 Milliarden US-Dollar der wichtigste Absatzmarkt des Unternehmens. Aber auch die Snack-Sparte habe mit 5,9 Milliarden US-Dollar wesentlich zum Umsatz beigetragen. Weniger ins Gewicht gefallen seien der Umsatz in der Region Afrika, Mittlerer Osten und Südasien. Die Aktien hätten freundlich auf die Meldung der Zahlen reagiert und am Publikationstag 1,8 Prozent zugelegt. Im Anschluss der Veröffentlichung habe der Getränkehersteller die Prognose für das Gesamtjahr nun schon das zweite Mal in Folge dieses Jahr weiter angehoben.

Coca-Cola habe am 26.07. ebenfalls Zahlen für das zweite Quartal präsentiert. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sei der Umsatz um 6 Prozent auf knapp 12 Milliarden Dollar gestiegen. Ein treibender Faktor hinter dieser Entwicklung seien die höheren Preise gewesen, die Coca-Cola für seine Produkte habe durchsetzen können. Auch hinsichtlich des Gewinns pro Aktie habe der Getränke-Gigant überzeugen können. Statt den erwarteten 72 Cent pro Aktie habe Coca-Cola 78 Cent vermeldet. Vor diesem Hintergrund habe das Unternehmen - wie zuvor sein Konkurrent Pepsi - die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der Gewinn pro Aktie für 2023 solle anstatt um 4 bis 5 Prozent nun um 5 bis 6 Prozent steigen. Außerdem solle auch das organische Wachstum von Coca-Cola um 1 bis 2 Prozent anziehen.

Bei der Frage, welche der beiden Aktien zu bevorzugen sei, komme es unter anderem darauf an, wie die Zukunftsaussichten des Unternehmens bewertet würden. Beide Unternehmen seien solide geführt und stabile Cash-Produzenten in jeder Marktphase. Auch die stabilen Dividendenausschüttungen Jahr für Jahr könnten sich sehen lassen. Coca-Cola sei ein stärker fokussierter Getränkehersteller mit einer dominierenden Marktpräsenz. Auch der berühmte Investor Warren Buffett halte die Aktien des Unternehmens mit seinem Investment Vehikel Berkshire Hathaway. Wenn aber besonderer Wert gelegt werde auf die Diversifikation der Geschäftsbereiche, könnte PepsiCo mit seiner attraktiven Snack-Sparte noch etwas breiter aufgestellt sein als der Konkurrent Coca-Cola.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel die 7,50% p.a. Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto (ISIN DE000VM0RCE0 / WKN VM0RCE) auf die Aktien von Coca-Cola, Monster Beverage und PepsiCo. Der Basispreis betrage 100,00%, die Barriere 75,00%. Der aktuelle Verkaufspreis belaufe sich auf 100,00%. Die Laufzeit ende am 21.06.2024. (Stand: 09.08.2023) (Ausgabe August 2023)


Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.

Ausgewählte Risiken:

Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.

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Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.