6,5% Aktienanleihe Plus auf RWE: Hoffnung für Deutschlands Versorger?


07.10.13 16:12
Royal Bank of Scotland

Edinburgh (www.anleihencheck.de) - Die Analysten der Royal Bank of Scotland (RBS) stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" die 6,5% Aktienanleihe Plus auf die RWE-Aktie vor.

Zugegeben, die deutschen Energieversorgungsunternehmen hätten in den letzten Jahren nicht zu den Favoriten der Börsianer gehört. So sei die Aktie von RWE von knapp 70 Euro im Jahr 2010 auf annähernd 20 Euro im letzten August abgestürzt. Vor allem die von der Politik forcierte Energiewende mache den Konzernen zu schaffen. Der Ausstieg aus der Atomenergie, dezentrale Energieerzeugung, alternative Stromgewinnung - alles Themen, die den großen Versorgern nicht gerade im Blut lägen.

Auch wenn sich die Zeichen einer wirklichen Besserung der Situation noch in Grenzen halten würden, an der Börse sei ein erster zaghafter Stimmungswechsel auszumachen. So betone Stefan Wulf, Analyst bei der Privatbank M.M. Warburg, dass sich die beiden großen Volksparteien, CDU und SPD, grundsätzlich darin einig seien, die Energieversorgung neu zu ordnen.

"Beide Parteien haben Kostenaspekte und eine gemeinsame Verantwortung für stabile Stromversorgung deutlicher in den Fokus gerückt", so Wulf. Solle heißen, die Verantwortlichen in Berlin könnten sich zukünftig auch wieder mehr den Belangen der großen Energieversorger zuwenden, denn ohne sie werde es keine stabile Stromversorgung im Land geben. Eine Vermutung, die an der Börse auf fruchtbaren Boden falle, wie die Aktien von RWE zeigen würden. Das Papier habe sich in den letzten Wochen von seinen Tiefständen erholen können.

Trotzdem bleibe unter dem Strich eine große Unsicherheit. Ein Umfeld, das sich für ein Engagement unter anderem in Aktienanleihen anbieten könnte. So etwa in die 6,5% Aktienanleihe Plus auf RWE AG. Das Papier sei mit einer Barriere bei 19,095 Euro ausgestattet. Werde die Barriere während der gesamten Laufzeit nicht berührt beziehungsweise unterschritten, erhalte der Anleger am Laufzeitende, unabhängig davon, ob der Basiswert über oder unter dem Basispreis notiere, eine Rückzahlung in Höhe des Nennbetrags plus die angefallenen Zinszahlungen. Die Barriere sei also ein zusätzlicher Puffer gegen mögliche Kursverluste des Basiswerts während der Laufzeit der Aktienanleihe. (Ausgabe September/Oktober 2013) (07.10.2013/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.