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Anleihen: "Firmenbonds rücken in den Fokus"
27.04.26 08:37
Deutsche Börse AG
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Hoffnungen auf ein zeitnahes Ende des Iran-Konflikts haben sich in dieser Woche nicht erfüllt, so die Deutsche Börse AG.
"Das Auf- und Ab an den Anleihemärkten hält an. Geopolitische Risiken haben die Kapitalmärkte fest im Griff", erkläre Ilona Korsch von Hauck Aufhäuser Lampe. Weil die Lage an der Straße von Hormus weiter verfahren bleibe, seien die Renditen tendenziell wieder etwas gestiegen. Zweijährige Bundesanleihen würden aktuell mit 2,59% rentieren, nach 2,51% am vergangenen Freitag. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen sei kurzzeitig auf 2,94% gerutscht, sie notiere jetzt mit 3,03% aber wieder auf dem Niveau der Vorwoche.
Das Ausmaß der Kursschwankungen sei aber spürbar gesunken. "Es scheint so, dass die Marktakteure insgesamt deutlich weniger nervös auf die volatile Nachrichtenlage im Nahen Osten reagieren als noch vor einigen Wochen", sage Elmar Völker von der LBBW. Das liege seiner Ansicht nach auch daran, dass "die Gefahr abrupter geldpolitischer Anpassungen seitens der großen Notenbanken gesunken ist". Bei den in der kommenden Woche anstehenden Sitzungen der EZB und der Fed sowie der Zentralbanken Japans und Großbritanniens dürfte demnach das Motto "Abwarten bleibt Trumpf" gelten.
Laut Völker gelte eine unmittelbar bevorstehende geldpolitische Straffung inzwischen für alle großen Notenbanken als sehr unwahrscheinlich. EZB-Präsidentin Lagarde habe jüngst erklärt, man brauche "mehr Daten", um geldpolitische Implikationen aus dem Iran-Krieg abzuleiten. Robert Greil sehe das ähnlich. Der Chefstratege von Merck Finck rechne sowohl von Seiten der Fed als auch der EZB "mehr mit sorgenvollen Worten als mit Taten".
In diesem Umfeld würden Bundesanleihen und US-Treasuries "je nach Nachrichtenlage in beide Richtungen gehandelt", wie Raffaele Antacido von der ICF Bank berichtet. Im Segment der Unternehmensanleihen sehe es bei der nur noch bis November laufenden Anleihe von BMW Finance (ISIN XS2625968693) genauso aus. Gute Nachfrage melde der Händler hingegen für den mit 2,8% rentierenden Bond der Deutschen Bahn (ISIN XS1045386494) mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2029. Abgaben sehe Antacido bei der 2032 fälligen Anleihe von Heidelberg Materials (ISIN XS2577874782), die aktuell eine Rendite von 3,4% verspreche.
Stark im Fokus stehe aktuell auch die bis 2029 laufende Anleihe von Formycon (ISIN NO0013586024), deren Kurs auf Monatssicht von rund 83% auf über 97% geklettert sei. Das Unternehmen habe mit seinen 2025er-Zahlen und dem Ausblick auf das laufende Jahr viele Anlegerinnen und Anleger wohl überzeugen können. "Die Anleihe ist daraufhin gesucht", erkläre Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Trotz des starken Kursanstiegs rentiere der Bond immer noch mit gut 10%. Eine ähnliche Konstellation liefere Homann Holzwerkstoffe. Auch hier melde der Händler nach Vorlage aktueller Ergebnisse Käufe in einer bis 2032 laufenden Anleihe (ISIN NO0013536169). Die biete aktuell eine Rendite von 7,4%. (Ausgabe vom 24.04.2026) (27.04.2026/alc/a/a)
"Das Auf- und Ab an den Anleihemärkten hält an. Geopolitische Risiken haben die Kapitalmärkte fest im Griff", erkläre Ilona Korsch von Hauck Aufhäuser Lampe. Weil die Lage an der Straße von Hormus weiter verfahren bleibe, seien die Renditen tendenziell wieder etwas gestiegen. Zweijährige Bundesanleihen würden aktuell mit 2,59% rentieren, nach 2,51% am vergangenen Freitag. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen sei kurzzeitig auf 2,94% gerutscht, sie notiere jetzt mit 3,03% aber wieder auf dem Niveau der Vorwoche.
Laut Völker gelte eine unmittelbar bevorstehende geldpolitische Straffung inzwischen für alle großen Notenbanken als sehr unwahrscheinlich. EZB-Präsidentin Lagarde habe jüngst erklärt, man brauche "mehr Daten", um geldpolitische Implikationen aus dem Iran-Krieg abzuleiten. Robert Greil sehe das ähnlich. Der Chefstratege von Merck Finck rechne sowohl von Seiten der Fed als auch der EZB "mehr mit sorgenvollen Worten als mit Taten".
In diesem Umfeld würden Bundesanleihen und US-Treasuries "je nach Nachrichtenlage in beide Richtungen gehandelt", wie Raffaele Antacido von der ICF Bank berichtet. Im Segment der Unternehmensanleihen sehe es bei der nur noch bis November laufenden Anleihe von BMW Finance (ISIN XS2625968693) genauso aus. Gute Nachfrage melde der Händler hingegen für den mit 2,8% rentierenden Bond der Deutschen Bahn (ISIN XS1045386494) mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2029. Abgaben sehe Antacido bei der 2032 fälligen Anleihe von Heidelberg Materials (ISIN XS2577874782), die aktuell eine Rendite von 3,4% verspreche.
Stark im Fokus stehe aktuell auch die bis 2029 laufende Anleihe von Formycon (ISIN NO0013586024), deren Kurs auf Monatssicht von rund 83% auf über 97% geklettert sei. Das Unternehmen habe mit seinen 2025er-Zahlen und dem Ausblick auf das laufende Jahr viele Anlegerinnen und Anleger wohl überzeugen können. "Die Anleihe ist daraufhin gesucht", erkläre Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Trotz des starken Kursanstiegs rentiere der Bond immer noch mit gut 10%. Eine ähnliche Konstellation liefere Homann Holzwerkstoffe. Auch hier melde der Händler nach Vorlage aktueller Ergebnisse Käufe in einer bis 2032 laufenden Anleihe (ISIN NO0013536169). Die biete aktuell eine Rendite von 7,4%. (Ausgabe vom 24.04.2026) (27.04.2026/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 100,91 € | 100,99 € | -0,08 € | -0,08% | 27.04./13:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| NO0013536169 | A4DFTR | 105,46 € | 97,55 € | |
Werte im Artikel
17.04.26
, Deutsche Börse AG
Anleihen: "Frieden erwartet"




