Nokia plant einen Komplettumbau seines US-Geschäfts. Der finnische Mobilfunkkonzern will sich in den USA aus dem Geschäft mit Symbian- oder Series-40-Geräten im wesentlichen zurückziehen und die bestehenden Geräte vom Markt nehmen. Das gab Nokias Nordamerika-Chef Chris Weber gegenüber All Things Digital bekannt.
Stattdessen will sich Nokia in den USA ganz auf die Einführung von Smartphones mit Microsofts Windows Phone 7 setzen. "Wenn wir unsere ersten Windows-Smartphones einführen, werden wir das Geschäft mit Symbian und S40 weitgehend eingestellt haben", sagte Weber. Nordamerika sei ein Schlüsselmarkt für Microsoft und daher nun auch für Nokia, um die Spitzenposition im Smartphone-Markt wieder zurückzuerobern.
Weber wies dabei darauf hin, unter welchem Druck Nokia im Zuge der Umstellung auf Microsofts Smartphone-Betriebssystem steht: "Wenn wir mit Windows Phone nicht erfolgreich sind, ist es sowieso egal was wir sonst noch machen". Dem Bericht zufolge plant Nokia für seinen Neustart in den USA die größte Marketing-Kampagne in der Unternehmensgeschichte.
Gegenüber Business Insider machte Weber noch einige weitere Angaben zu den Plänen von Nokia. Der Mobilfunkkonzern will demnach in den USA und Kanada zahlreiche Windows-Smartphones in allen Preisklassen auf den Markt bringen und sogar die günstigsten Android-Modelle noch unterbieten. Dabei wollen die Finnen eng mit den Netzbetreibern zusammenarbeiten und die Präsenz im Einzelhandel ausbauen.
Nokia hat außerdem seine Pläne für das MeeGo-Smartphone N9 konkretisiert. Demnach soll das Gerät in den USA und Großbritannien gar nicht erst auf den Markt kommen. Die Ankündigung stützt Gerüchte, dass Nokia das N9 zunächst nicht auf den Märkten einführen wird, die für die ersten Windows-Smartphones vorgesehen sind. Auf der schwedischen Nokia-Webseite wurde der Verkaufsstart des N9 für den 23. September 2011 angekündigt.
Früheren Angaben von Nokia-Chef Stephen Elop zufolge sollen die ersten Windows-Smartphones von Nokia noch in diesem Jahr in den Handel kommen. Die Geräte sollen dann unter anderem auch in Deutschland und weiteren europäischen Ländern verfügbar sein. Zu den geplanten Geräten wurden noch keine offiziellen Angaben gemacht. Elop hatte Ende Juni auf einer Präsentation zwar ein erstes Nokia-Smartphone mit Windows Phone 7 gezeigt, dabei aber nichts zur Ausstattung gesagt.
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