Der Kurs von Airbus hat in den vergangenen 3 Jahren um 85% zugelegt und selbst auf Jahressicht beträgt das Plus noch üppige 36%, obwohl sich die Gewinne durchaus „in Grenzen“ halten. Es ist ja offensichtlich, dass die Kurs-„Explosion“ im Wesentlichen nicht „handfesten“ wirtschaftlichen Erfolgen zu verdanken ist, sondern eine „Nebenwirkung“ des Russland-Kriegs ist. Insofern habe ich diesen Kursanstieg schon immer mit „Skepsis“ betrachtet, da er in meinen Augen ein rein spekulative Blase ist (Stichwort: Kriegsmaterial wird immer aus Steuermitteln bezahlt, ohne dass tatsächlicher „Warenwert“ geschafen würde). Aber auch hier ist an der Börse wohl die „Gier“ am Werk und es dürfte als passendste Erklärung der Spruch: „Die Hausse trägt die Hausse“ anzuwenden sein.
Wie es hier schon hieß geht es ja bekanntlich immer schnell und plötzlich bergab. Dafür braucht es nicht unbedingt einen handfesten Grund, vielmehr reicht eine kleine negative Nachricht, die möglicherweise kaum spürbare Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg hat, für eine kräftige Abwärtsbewegung des Kurses. Das dürfte auch hier und heute, also bei Airbus, der Fall sein. Mir erscheint es so, als würde nun die „Gelegenheit“ genutzt, auch noch andere negative Aspekte zu veröffentlichen. Schließlich ist die „nun“ veröffentlichte Geschichte mit dem erforerlichen Software-Update de facto aus wirtschaftlicher Sicht bereits Geschichte, da es allem Anschein nach bereits bei Veröffentlichung der Nachricht erledigt war.
Aus meiner persönlichen Sicht ist die Aktie von Airbus aber ohnehin maßlos „überteuert“, d. h. ich würde ohnehin die Finger davon lassen. Ist aber nur meine perönliche Einstellung dazu.
Und die zivile Sparte von Airbus befindet sich ja ohnehin derzeit nicht in einem konjukturellen oder branchenspezifischen Aufschung. |