weil ich natürlich auch Teilverkäufe getätigt habe, die ich dann bei der nächsten Aufwärtswelle wieder investiert habe und bei der nächsten Korrektur wieder verkauft habe. Im Grunde behalte ich seit 5-6 Wochen (als der Kurs erstmals auf 130 € stieg) immer eine 1% Shortposition auf Nemetschek, die ich in Übertreibungen auf 2% aufstocke. Die 1% Tradingposition verkaufe ich dann wieder mit Gewinn nach einer kurzen Korrektur, und die andere 1% lasse ich laufen, falls mein Grundszenario irgendwann mal aufgeht, also eine Korrektur bis 100-110 € irgendwann innerhalb der nächsten 6-9 Monate.
Kannst du ja vielleicht in meinem Trading-Wikifolio halbwegs nachvollziehen, wie ich da vorgehe.
Aber klar, grundsätzlich hab ich es mir anders vorgestellt. Trotzdem geh ich davon aus, dass ich diese Taktik beibehalte. Aber klar, ich hab ja schon geschrieben, dass durch Trendstärke, ETFs, MDax-Anpassung, window Dressing und mögliche Jahresendrallye der Kurs durchaus nochmal 10-20 € steigen kann. Aber sollte Nemetschek wirklich irgendwann im 4.Quartal in den Bereich 165-170 € gehen, wird ich vermutlich eher auf 3-4% Shortquote hochfahren, gerade weil aktuell so viel Positives bei Nemetschek zusammenkommt, was aber die hohe Bewertung nicht rechtfertigt. Effekte wie window Dressing, ETF-Käufe wegen Indexanpassung etc. sind ja keine dauerhaften Effekte, sondern erhöhen nur die kurzfristige Aufwärtsdynamik. Insofern darf man natürlich auch nicht zu früh und mit zu engen Derivaten shorten, aber trotzdem seine Meinung beibehalten, wenn sie fundamental unterfüttert ist. Ich mein, sicherlich präsentiert Nemetschek Jahr für Jahr starke Zahlen, aber die man war die letzten Jahre stetig mit KGV von 40-45 und EV-Ebitda von rund 25 bewertet. Wenigstens auf dieses noch halbwegs nachvollziehbare Niveau sollte man irgendwann mal wieder zurückfallen. Aktuell liegt die Bewertung bei KGV von fast 70 und EV/Ebitda von 40 fürs kommende Jahr. ----------- the harder we fight the higher the wall |