auch hier Kursziel höher als Kurs momentan!
Quelle:http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/...__searchNewsId_12065899_.htm
27.05.2010
§ Die Filmfirma Senator Entertainment (WKN A0B VUC) ist über den Berg. Die Bilanz ist gesäubert, der neue Großaktionär schafft Stabilität und der Vorstand verspricht schwarze Zahlen.
Der jüngste Film, den die Berliner Senator Entertainment AG in die Kinos gebracht hat, trägt den spannungsgeladenen Titel "Schock Labyrinth". Das 3D-Spektakel würde auch gut auf die Vergangenheit der Berliner Medienfirma passen - den einen oder anderen Schock mussten die Aktionäre in den letzten Jahren verdauen. Die Zukunft hingegen verspricht ein Happy End. "Wir haben es jetzt geschafft", so Senator-Chef Helge Sasse im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Die Aktie ist reif für ein Comeback.
Bilanz gesäubert
Das Jahr 2009 war von der Restrukturierung gekennzeichnet. Bei 33 Millionen Euro Umsatz hat Senator ein Minus von 6,5 Millionen Euro eingefahren. Ein Großteil ist auf Sonderabschreibungen im Filmportfolio und im Beteiligungsbereich zurückzuführen. "Belastungen durch Sonderabschreibungen sehe ich keine mehr, unser Filmstock ist weitestgehend abgeschrieben", erklärt Sasse. Auch die Beteiligungen sind "sauber". Einige werden die Berliner verkaufen, eine erste Vollzugsmeldung ist in den nächsten Wochen zu erwarten.
Weniger Schulden
Die Beteiligungsverkäufe werden zwar keinen nennenswerten Liquiditätszufluss bewirken, Senator wird dadurch jedoch die Schulden drastisch reduzieren. Diese sind per 31. März bereits auf etwas über sieben Millionen Euro gesunken, nach zehn Millionen Euro zum Jahresende. Ziel für 2010 sind fünf Millionen Euro. Das Finanzergebnis dürfte sich 2010 also deutlich verbessern. Auch an den Kosten will Sasse noch feilen. "Wir wollen die Gemeinkosten um 20 bis 25 Prozent reduzieren", so der Jurist. Mit der KTB Technologie Beteiligungsgesellschaft, eine Tochter der KfW und neuer Großaktionär mit knapp 16 Prozent, im Rücken hat Senator einen finanzkräftigen Partner, um das weitere Wachstum, sprich: neue Filme, zu finanzieren. Die bestehende Film-Pipeline soll laut Sasse im laufenden Jahr ein EBIT im mittleren einstelligen Millionenbereich ermöglichen. Geht man vorsichtig von drei Millionen Euro aus, ist nach Abzug von Zinsen und Steuern ein Nettogewinn von zwei Millionen Euro möglich.
Das Comeback des Jahres?
Mit KTB im Rücken hat Senator Entertainment nach den Aufräumarbeiten gute Chancen auf ein spannendes Comeback. Die Aktie hat Verdopplungspotenzial. Das Kursziel des AKTIONÄR liegt bei 0,85 Euro. Ein Stopp bei 0,35 Euro sichert den Hot Stock ab. |