Anscheinend ist Wulff geschäftlich für VW im Zusammenhang mit der Porsche-Rettung tätig gewesen auch zugunsten der BW Bank und als Dankeschön ist ihm dieser Super- Kredit gewährt worden. Die angebliche Vermittlung Geerkens erscheint zumindest fragwürdig und ließe sich gut einordnen in die Rubrik verschleiern, täuschen und ver- tuschen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,806421,00.html
Hamburg/Berlin - Bundespräsident Christian Wulff gerät mit seinem privaten 520.000-Euro-Kredit der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank) immer stärker in Erklärungsnot. Das Unternehmen, das dem Politiker als "gehobenem Privatkunden" Anfang 2010 ungewöhnliche Sonderkonditionen einräumte, hatte nach SPIEGEL-Informationen offenbar allen Grund, Wulff dankbar zu sein. Die BW-Bank, eine Tochter der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), ist die Hausbank des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche.
Die LBBW selbst hatte Porsche mit einem Milliardenkredit den Einstieg bei VW mitfinanziert. Doch im März 2009 geriet die Nobelmarke in Geldnot, dem Unternehmen drohte sogar die Insolvenz. Bei der Rettung des Autoherstellers spielte Wulff - damals als niedersächsischer Ministerpräsident im Präsidium des VW-Aufsichtsrats - eine wichtige Rolle: Zusammen mit VW-Patriarch Ferdinand Piëch und VW-Chef Martin Winterkorn entwickelte er eine "Grundlagenvereinbarung", die am 13. August 2009 von den Aufsichtsräten beider Unternehmen unterzeichnet wurde. VW stieg bei Porsche ein, und die Geldgeber der Sportwagenschmiede, darunter die LBBW und deren Tochter BW-Bank, konnten aufatmen.
Nur vier Monate später nahm der CDU-Politiker nach eigenen Angaben wegen seines Hauskredits Kontakt zur BW-Bank auf. Auf die Frage des SPIEGEL, ob der Kredit eine Art "Dankeschön" für die Porsche-Rettung gewesen sei, antwortet Wulff, es bestehe "keine irgendwie geartete Interessenkollision". Vorgänge aus dem Aufsichtsrat könne er aber nicht kommentieren, weil sie "fortgeltender Verschwiegenheitsverpflichtungen" unterlägen. |