Hi, Ihr Demokraten. Da schreibt Happy End ein paar vernünftige Worte zur Toleranz und last but not least bestätigt steinpilz, daß das ein guter Beitrag wäre. Statt nun mal festzustellen, daß es doch offensichtlich eine gemeinsame Basis gibt, auf Grund der man auch über unterschiedliche Ansichten reden könnte, werden die Keulen geschwungen. Das ist erstens keine Toleranz und zweitens erreicht man beim Gegenüber so ziemlich das Gegenteil. Für love me or leave me wird die Erde aber demnächst endgültig zu klein.
Vielleicht vergessen auch manche, daß die Demokratie keine vollkommene Form des Umgangs der Menschen untereinander ist (Sie ist nur die beste von verschiedenen Möglichkeiten). Leider wird man immer wieder dadurch gestört, daß man sich mit anderen Ansichten auseinandersetzen muß. Und das klappt nicht immer. Vor ein paar Tagen war hier in Berlin eine - ergebnislose -Anhörung zum neuen Flughafen. Alle Demokraten brüllten ständig durcheinander, keiner konnte ein Wort verstehen. Argumente konnten nicht mehr ausgetauscht werden. So ähnlich wäre das hier in einigen Threads, wenn alle gleichzeitig posten könnten.
Und beim Keulenschwingen, zombie, geht manchmal auch etwas Porzellan kaputt. Dieses kleine Bergvolk südlich von uns mit seinem Hang zu Volksabstimmungen (die bei uns von Politikern gern verhindert werden) hat es trotz aller Spießigkeit und Muffigkeit und manchmal Intoleranz Fremden gegenüber immerhin geschafft, ein paar hundert Jahre ohne Krieg zu leben. In einer Welt, in der es an allen möglichen Ecken ständig brennt und vermutlich jeder von uns einige Kriegsopfer unter seinen Vorfahren hat, ist das ein ganz nettes Beispiel für Friedfertigkeit. Für Rassismus jedenfalls gibt es bessere Beispiele.
Toleranz nicht nur Reden - sondern üben.
R. |