Wie kommt die Hörmann Industries GmbH durch die Corona-Krise?


03.04.20 12:15
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Hörmann Industries GmbH sowie die gesamte Hörmann-Unternehmensgruppe spüren derzeit den Einfluss der Corona-Pandemie, allerdings sind die Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Das Hörmann-Management hoffe, mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2019 Ende April eine valide Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2020 geben zu können. Von Unternehmensseite würden derzeit vielfältige Maßnahmen ergriffen, die die negativen Auswirkungen der Corona-Krise so gering wie möglich halten sollten.

Aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven und des raschen Handelns des Managements nach Ausbruch der Corona-Pandemie in Verbindung mit der breiten Diversifizierung des Geschäftsmodells würden die Analysten der KFM Deutsche Mittelstand AG davon ausgehen, dass Hörmann die Zins- und Tilgungszahlungen aus der Anleihe bedienen könne und werde.

INFO: Zum 30.09.2019 habe die Hörmann-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 441 Mio. Euro (Vorjahr: 429 Mio. Euro) und ein EBIT von 17,4 Mio. Euro (Vorjahr 11,0 Mio. Euro) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote habe sich auf 36,9% belaufen (Vorjahr: 38,3%). Der Finanzmittelbestand habe bei 81,9 Mio. Euro gelegen.

Hörmann-Anleihe 2019/24

Die Analysten der KFM würden für die 4,50%-Hörmann-Anleihe (ISIN NO0010851728 / WKN A2TSCH) auch in der Corona-Krise weiterhin an ihrer Bewertung von 3,5 von 5 möglichen Sternen festhalten.

ANLEIHE CHECK: Die Anleihe 2019/24 der Hörmann Industries GmbH sei mit einem Zinskupon von 4,50% p.a. (Zinstermin jährlich am 06.06.) ausgestattet und habe eine Laufzeit vom 06.06.2019 bis zum 06.06.2024. Im Rahmen der Emission seien 50 Mio. Euro mit einer Stückelung von 1.000 Euro vollständig am Kapitalmarkt platziert worden. Die Anleihe notiere aktuell bei rund 90% (Stand: 02.04.2020). Vor "Corona" habe der Bond meist um die 105% notiert.

Produktion teilweise unterbrochen

Die Produktion in den deutschen Werken des Geschäftsbereiches Automotive und die Dienstleistungen im Geschäftsbereich Services seien seit dem 23. März 2020 voraussichtlich bis zum 14. bzw. möglicherweise sogar bis zum 20. April 2020 in weiten Teilen unterbrochen. Nach dem Verbrauch von Zeitguthaben und Urlaubsansprüchen würden die Mitarbeiter an diesen Standorten in Kurzarbeit übergehen. Die Produktion des Automotive-Werks im slowakischen Bànovce werde weiter aufrechterhalten, um die Mitte 2019 begonnene Verlagerung des Werks Penzberg schnellstmöglich abzuschließen.

Durch die Umsetzung verschiedener Maßnahmen wie der Arbeit von zu Hause könne der Betrieb in den Geschäftsbereichen Engineering und Communication mit Ausnahme der österreichischen Standorte bislang noch aufrechterhalten werden, wobei drohende Materialengpässe, Transportschwierigkeiten und nicht hinreichende Personalverfügbarkeiten die Produktivität beeinflussen könnten.

INFO: Seit der Unternehmensgründung 1955 sei die Hörmann-Gruppe ständig gewachsen. Der Konzern zähle 27 Tochtergesellschaften in den Geschäftsbereichen Automotive, Communication, Engineering und Services. Die Hörmann-Gruppe beschäftige rund 3.300 hochqualifizierte Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Technologiebereichen.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 02.04.2020) (03.04.2020/alc/n/a)