Erweiterte Funktionen
Venezuela vor dem Kollaps!? - Venezolanische Staatsanleihen unter Druck - Anleihenews
06.06.16 10:30
Börse Stuttgart
Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Wegen der stark gefallenen Ölpreise und der Misswirtschaft befindet sich Venezuela in einem ruinösen Zustand, so die Börse Stuttgart.
Lebensmittel und andere Grundgüter seien Mangelware geworden. Die Inflationsrate steige ins Unermessliche. Die konservativen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lägen für dieses Jahr bei 700 Prozent.
Ohne internationale Vermittlung scheine die Krise in dem südamerikanischen Land nicht mehr lösbar zu sein. Regierung und Opposition seien in einem Machtkampf gefangen. Die Opposition strebe eine Absetzung von Präsident Nicolas Maduro per Referendum an. Die Regierung weigere sich, den entsprechenden Antrag anzunehmen und ignoriere die vom mehrheitlich oppositionellen Kongress erlassene Gesetzgebung. Mitte Mai habe Maduro den Ausnahmezustand verhängt. Der Schritt gebe ihm Sondervollmachten, um in der Wirtschaft einzugreifen und die nationale Souveränität sicherzustellen. Maduro wolle damit sein Land vor der Einmischung der USA schützen.
Das von der Opposition kontrollierte Parlament habe Luis Almagro, den Präsidenten der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) bereits aufgerufen, die Interamerikanische Demokratiecharta zu aktivieren. Diese habe die OAS 2001 mit dem Ziel verabschiedet, demokratische Organe in den amerikanischen Staaten zu stärken und zu schützen. Almagro und Maduro hätten sich schon in der Vergangenheit eine Fehde geliefert. Am Dienstag habe Maduro sein Land zur "nationalen Rebellion" gegen aus seiner Sicht internationale Aggression aufgerufen.
Venezolanische Staatsanleihen, wie z.B. der bis September 2027 laufende und mit einem Kupon von 9,25 Prozent ausgestattete Titel (ISIN US922646AS37 / WKN 195081) seien wieder stärker unter Druck geraten. Aktuell notiere das Papier bei 42,15 Prozent. Auch die Anleihe der staatlichen Erdölgesellschaft Petroleos de Venezuela S.A. (ISIN XS0294364103 / WKN A0NRMA) habe stark nachgegeben. Der Bond mit einer Verzinsung von 5,25 Prozent p.a. und einer Laufzeit bis April 2017 notiere aktuell bei 60,75 Prozent. (Ausgabe 21 vom 03.06.2016) (06.06.2016/alc/n/a)
Lebensmittel und andere Grundgüter seien Mangelware geworden. Die Inflationsrate steige ins Unermessliche. Die konservativen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lägen für dieses Jahr bei 700 Prozent.
Das von der Opposition kontrollierte Parlament habe Luis Almagro, den Präsidenten der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) bereits aufgerufen, die Interamerikanische Demokratiecharta zu aktivieren. Diese habe die OAS 2001 mit dem Ziel verabschiedet, demokratische Organe in den amerikanischen Staaten zu stärken und zu schützen. Almagro und Maduro hätten sich schon in der Vergangenheit eine Fehde geliefert. Am Dienstag habe Maduro sein Land zur "nationalen Rebellion" gegen aus seiner Sicht internationale Aggression aufgerufen.
Venezolanische Staatsanleihen, wie z.B. der bis September 2027 laufende und mit einem Kupon von 9,25 Prozent ausgestattete Titel (ISIN US922646AS37 / WKN 195081) seien wieder stärker unter Druck geraten. Aktuell notiere das Papier bei 42,15 Prozent. Auch die Anleihe der staatlichen Erdölgesellschaft Petroleos de Venezuela S.A. (ISIN XS0294364103 / WKN A0NRMA) habe stark nachgegeben. Der Bond mit einer Verzinsung von 5,25 Prozent p.a. und einer Laufzeit bis April 2017 notiere aktuell bei 60,75 Prozent. (Ausgabe 21 vom 03.06.2016) (06.06.2016/alc/n/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 53,50 $ | 50,75 $ | 2,75 $ | +5,42% | 17.04./13:20 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| US922646AS37 | 195081 | 53,50 $ | 16,66 $ | |
Werte im Artikel



