Unternehmensanleihen tendieren infolge des EU-Gipfels fester


02.03.12 16:26
anleihencheck.de

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Die deutschen Rentenpapiere tendieren im aktuellen Freitaghandel fester. So verbessert sich der Bund Future bisher um 0,57 Prozent auf 140,10 Punkte und kratzt damit wieder an der Marke von 140 Stellen, während der Bobl-Future derzeit bei 125,76 Punkten (+0,34 Prozent) und der Schatz-Future bei 110,47 Punkten (+0,09 Prozent) notieren.

Die Rentenpapiere profitieren dabei von einer Entscheidung des EU-Gipfels. Um das Vertrauen der Finanzmärkte zurückzugewinnen und als Resultat aus der Schuldenkrise haben die Staats- und Regierungschefs von 25 der 27 EU-Staaten auf dem EU-Gipfel in Brüssel den Sparpakt unterzeichnet. In dem internationalen Abkommen verpflichten sich die Unterzeichner zu mehr Haushaltsdisziplin. Inhalt der Vereinbarung ist unter anderem eine Schuldenbremse wie es sie in Deutschland gibt. Der Europäische Gerichtshof wird dann überprüfen, ob die Schuldenbremsen richtig eingeführt werden. Die beteiligten Staaten streben nahezu ausgeglichene Haushalte an, bei einer zu großen Verschuldung wird automatisch ein Defizitverfahren eingeleitet. Indes hoffen die Märkte noch auf eine Aufstockung des dauerhaften Rettungsschirms ESM.

Deutlich verbessert zeigen sich auch die Märkte für Unternehmensanleihen. Der von der Deutschen Börse aufgesetzte Unternehmensanleihenindex RDAX verzeichnet derzeit einen deutlichen Aufschlag von 0,25 Prozent und notiert bei 101,45 Prozent. Der Index wird aus in Euro denominierten Anleihen der 30 Unternehmen des DAX gebildet.

Kursgewinne von 0,04 Prozent kann auch eine Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1C9VP6 / WKN A1C9VP) von Daimler verzeichnen. Derzeit notiert die Anleihe bei 102,40 Prozent. Das Papier hat noch eine Laufzeit bis zum 19. Juli 2013 und ist mit einem Kupon von 3 Prozent ausgestattet. Daraus errechnet sich allerdings eine relativ magere jährliche Rendite von etwas mehr als 1,2 Prozent. Wie bereits gestern bekannt gegeben wurde, konnte Daimler seinen der US-Fahrzeugabsatz im Februar 2012 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 21,7 Prozent auf 19.679 Fahrzeuge steigern. Bei der Kernmarke Mercedes-Benz ergab sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Anstieg um 16,9 Prozent auf 18.080 Fahrzeuge. Der Absatz des Transporter-Modells Sprinter stieg von 712 Einheiten auf nun 830 Einheiten. Beim Kleinwagen smart wurde der Absatz mit 769 Einheiten angegeben.

Auch BMW konnte im Februar beim Fahrzeugabsatz in den USA zulegen. So wurden in den USA im Berichtsmonat insgesamt 26.184 Modelle der Marken BMW und MINI abgesetzt. Dies entspricht einem Plus von 31,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 19.919 Fahrzeugen. Bei der Kernmarke BMW wurde dabei ein Plus von 29,2 Prozent verzeichnet, während die Fahrzeugverkäufe bei der Kleinwagenmarke MINI um 42,2 Prozent gesteigert werden konnten. Die im RDAX notierte Unternehmensanleihe (ISIN XS0583801997 / WKN A1GLL5) verteuert sich daraufhin heute um 0,36 Prozent und notiert bei 106,18 Prozent. Interessierte Investoren könnten sich bei einem Investment in der Anleihe, die noch eine Laufzeit bis zum 28. Januar 2016 hat und mit einem Kupon von 3,25 Prozent ausgestattet ist, auf eine jährliche Rendite von 1,6 Prozent freuen.

Ebenfalls deutlich im Plus notiert der Bondm-Index. So legt dieser zur Stunde um 0,35 Prozent auf 100,33 Prozent zu. Das Tageshoch lag hier bei 100,43 Prozent, während der Index im Tagestief bei 99,97 Prozent notierte. Im Bondm-Index werden alle festverzinslichen in Euro dominierten Unternehmensanleihen notiert, die im Segment Bondm der Börse Stuttgart begeben werden und eine Restlaufzeit von mindestens 12 Monaten haben. (02.03.2012/alc/m/a)