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Rudolf Wöhrl AG: Anleihegläubiger wählen gemeinsamen Vertreter - Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt
29.11.16 09:40
Anleihen Finder
Brechen (www.anleihencheck.de) - Die Anleihegläubiger der Rudolf Wöhrl AG haben auf der zweiten Gläubigerversammlung (AGV) am 28.11. Rechtsanwalt Christian H. Gloeckner aus Nürnberg zum gemeinsamen Vertreter gewählt, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.
Gerade einmal 21,7 Prozent der Stimmrechte bzw. des Nominalkapitals der Anleihe seien auf der zweiten AGV vertreten gewesen. Für Gloeckner habe sich eine Mehrheit von 87,2 Prozent der an der Abstimmung teilnehmenden Stimmrechte ausgesprochen. Seine Aufgabe sei nun, im weiteren Verfahren die Interessen der Anleihegläubiger zu bündeln und sie in die Gestaltung einer für alle Gläubigergruppen zustimmungsfähigen Lösung einzubringen.
Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung
Der Vorstand des Mode-Unternehmens habe nach eigenen Angaben beim Amtsgericht Nürnberg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ab 1. Dezember 2016 für die Rudolf Wöhrl AG als Obergesellschaft der Gruppe und für deren 100-prozentigen Tochtergesellschaft Rudolf Wöhrl, das Haus der Markenkleidung GmbH & Co. KG in Nürnberg, gestellt.
Zuvor hätten die Gläubigerausschüsse beider Gesellschaften dieser Maßnahme einstimmig zugestimmt. Die Zustimmung des Gerichts vorausgesetzt, bleibe der Vorstand damit auch in dieser nächsten Phase der Sanierung im Amt und führe den Prozess weiter. Er werde dem Gericht einen vorläufigen Insolvenzplan vorlegen.
Investorensuche vor Abschluss
Oberstes Ziel des Unternehmens sei es den laufenden Investorenprozess für die Rudolf Wöhrl AG in den kommenden Wochen zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Derzeit sei eine einstellige Anzahl von Interessenten - sowohl strategische Adressen als auch Finanzinvestoren - in einer vertieften Unternehmensprüfung (Due Diligence), auf deren Basis verbindliche Angebote erwartet würden. Die Investorensuche solle bis Ende 2016 bzw. Anfang 2017 abgeschlossen sein.
"Zuversicht gewachsen"
"Meine Zuversicht, dass Wöhrl sanierungsfähig ist und als Ganzes erhalten werden kann, ist heute größer als zu Beginn des Schutzschirmverfahrens. Wir haben in den vergangenen Monaten ein hohes Maß an Loyalität bei vielen Kunden und Lieferanten gespürt und die Geschäftsentwicklung durch zahlreiche Maßnahmen und Aktionen stabilisieren können. Dies zeigt, dass sich Wöhrl als starke Marke in unseren Kernmärkten auch gegen den Branchentrend positiv entwickeln kann."
"Wir haben durch das Schutzschirmverfahren keinerlei Einbußen im operativen Geschäft verzeichnen müssen, das stimmt uns positiv für die Zukunft. Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in dieser schwierigen Phase unseres Unternehmens weiter mit Herzblut und vollem Einsatz dabei sind", so Andreas E. Mach, Vorstandsvorsitzender der Rudolf Wöhrl AG.
Sanierung
Update zur aktuellen operativen Sanierung: Im Laufe des ersten Quartals 2017 würden vier der insgesamt 34 Wöhrl-Standorte (Nürnberg-Langwasser, Roth, München Einkaufszentrum PEP und Berlin Potsdamer Platz) geschlossen. Zudem sei die Schließung von Wöhrl-Outlets beschlossen. Darüber hinaus befinde sich der Wöhrl-Vorstand nach eigenen Angaben in fortgeschrittenen Verhandlungen über die Reduzierung der Mieten in allen Filialen und in der Zentrale.
Aktuell fänden laut Wöhrl Modernisierungen an acht Filial-Standorten statt (Flagship-Store in Nürnberg sowie Filialen in Würzburg, Passau, Weiden, Straubing, Landshut, Schweinfurt und Regensburg). Mitte November habe nach mehr als einem Jahr Bauzeit die Neueröffnung Filiale im Einkaufszentrum Fürther Freiheit stattgefunden, wodurch Wöhrl seine Präsenz im Kernmarkt Franken weiter verstärke.
ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1R0YA4 / WKN A1R0YA) der Rudolf Wöhrl AG habe ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro und sei mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 6,50 Prozent ausgestattet. Die Anleihe werde am 12. Februar 2018 endfällig. Die Wöhrl-Anleihe notiere bei 14,5 Prozent (Stand: 28.11.2016).
Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 28.11.2016) (29.11.2016/alc/n/a)
Gerade einmal 21,7 Prozent der Stimmrechte bzw. des Nominalkapitals der Anleihe seien auf der zweiten AGV vertreten gewesen. Für Gloeckner habe sich eine Mehrheit von 87,2 Prozent der an der Abstimmung teilnehmenden Stimmrechte ausgesprochen. Seine Aufgabe sei nun, im weiteren Verfahren die Interessen der Anleihegläubiger zu bündeln und sie in die Gestaltung einer für alle Gläubigergruppen zustimmungsfähigen Lösung einzubringen.
Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung
Der Vorstand des Mode-Unternehmens habe nach eigenen Angaben beim Amtsgericht Nürnberg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ab 1. Dezember 2016 für die Rudolf Wöhrl AG als Obergesellschaft der Gruppe und für deren 100-prozentigen Tochtergesellschaft Rudolf Wöhrl, das Haus der Markenkleidung GmbH & Co. KG in Nürnberg, gestellt.
Zuvor hätten die Gläubigerausschüsse beider Gesellschaften dieser Maßnahme einstimmig zugestimmt. Die Zustimmung des Gerichts vorausgesetzt, bleibe der Vorstand damit auch in dieser nächsten Phase der Sanierung im Amt und führe den Prozess weiter. Er werde dem Gericht einen vorläufigen Insolvenzplan vorlegen.
Investorensuche vor Abschluss
Oberstes Ziel des Unternehmens sei es den laufenden Investorenprozess für die Rudolf Wöhrl AG in den kommenden Wochen zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Derzeit sei eine einstellige Anzahl von Interessenten - sowohl strategische Adressen als auch Finanzinvestoren - in einer vertieften Unternehmensprüfung (Due Diligence), auf deren Basis verbindliche Angebote erwartet würden. Die Investorensuche solle bis Ende 2016 bzw. Anfang 2017 abgeschlossen sein.
"Meine Zuversicht, dass Wöhrl sanierungsfähig ist und als Ganzes erhalten werden kann, ist heute größer als zu Beginn des Schutzschirmverfahrens. Wir haben in den vergangenen Monaten ein hohes Maß an Loyalität bei vielen Kunden und Lieferanten gespürt und die Geschäftsentwicklung durch zahlreiche Maßnahmen und Aktionen stabilisieren können. Dies zeigt, dass sich Wöhrl als starke Marke in unseren Kernmärkten auch gegen den Branchentrend positiv entwickeln kann."
"Wir haben durch das Schutzschirmverfahren keinerlei Einbußen im operativen Geschäft verzeichnen müssen, das stimmt uns positiv für die Zukunft. Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in dieser schwierigen Phase unseres Unternehmens weiter mit Herzblut und vollem Einsatz dabei sind", so Andreas E. Mach, Vorstandsvorsitzender der Rudolf Wöhrl AG.
Sanierung
Update zur aktuellen operativen Sanierung: Im Laufe des ersten Quartals 2017 würden vier der insgesamt 34 Wöhrl-Standorte (Nürnberg-Langwasser, Roth, München Einkaufszentrum PEP und Berlin Potsdamer Platz) geschlossen. Zudem sei die Schließung von Wöhrl-Outlets beschlossen. Darüber hinaus befinde sich der Wöhrl-Vorstand nach eigenen Angaben in fortgeschrittenen Verhandlungen über die Reduzierung der Mieten in allen Filialen und in der Zentrale.
Aktuell fänden laut Wöhrl Modernisierungen an acht Filial-Standorten statt (Flagship-Store in Nürnberg sowie Filialen in Würzburg, Passau, Weiden, Straubing, Landshut, Schweinfurt und Regensburg). Mitte November habe nach mehr als einem Jahr Bauzeit die Neueröffnung Filiale im Einkaufszentrum Fürther Freiheit stattgefunden, wodurch Wöhrl seine Präsenz im Kernmarkt Franken weiter verstärke.
ANLEIHE CHECK: Die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1R0YA4 / WKN A1R0YA) der Rudolf Wöhrl AG habe ein Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro und sei mit einem jährlichen Zinskupon in Höhe von 6,50 Prozent ausgestattet. Die Anleihe werde am 12. Februar 2018 endfällig. Die Wöhrl-Anleihe notiere bei 14,5 Prozent (Stand: 28.11.2016).
Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 28.11.2016) (29.11.2016/alc/n/a)


