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KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer: 7,75%-ETERNA-Anleihe als "attraktiv" bewertet
20.02.17 12:01
KFM Deutsche Mittelstand AG
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In ihrem aktuellen KFM-Barometer zur 7,75%-Anleihe der eterna Mode Holding GmbH kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die geplante Anleihe als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) einzustufen.
ETERNA entwickle, produziere und vertreibe Hemden und Blusen mit einer besonderen Kompetenz bei bügelfreien Stoffen. Die Ursprünge würden bis in das Jahr 1863 reichen - ETERNA blicke auf über 150 Jahre Erfahrung zurück.
Das Unternehmen habe im Bereich Herren-Hemden eine marktführende Stellung im deutschsprachigen Raum. Jährlich würden etwa 4 Mio. Hemden und Blusen verkauft. Davon würden ca. 40% in der eigenen, vollausgelasteten Fertigungsstätte in der Slowakei produziert. Der Vertrieb erfolge sowohl über den Großhandel als auch in zunehmendem Maße über andere Vertriebskanäle wie eigene Stores und das Online-Geschäft.
ETERNA verfolge eine Ein-Marken-Strategie und profitiere davon, dass das Marketing allein auf die Marke ETERNA fokussiert werde. Seit 2015 trete ETERNA mit einer völlig neu gestalteten Markenkommunikation inklusive neuem Logo, Labeling und neuer Bildsprache auf. Der Marken-Relaunch stelle dabei die Kernkompetenz der Marke - nämlich Hemden und Blusen - deutlich stärker in den Mittelpunkt.
Weitere Marktanteilsgewinne und Umsatzzuwächse im Jahr 2016
Trotz des anhaltend herausfordernden Branchenumfeldes sei es der ETERNA auf Basis vorläufiger Zahlen gelungen, den Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 4,2% auf 106,7 Mio. Euro zu steigern. Die Erlöse im Inland seien überproportional um 5,2% gesteigert. Aufgrund des Wachstums über dem Marktdurchschnitt seien weitere Marktanteile gewonnen worden. Das Auslandsgeschäft habe nach Angaben des Unternehmens trotz der Herausforderungen infolge der Russlandkrise und des BREXIT gesteigert werden können.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe in den ersten neun Monaten 2016 bei 7,2 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. Euro) gelegen. Dies entspreche einer im Branchenvergleich immer noch hohen EBITDA-Marge von 9,6% (Vj. 10,5%). Das vorläufige EBITDA für das Gesamtjahr 2016 sei bisher nicht veröffentlicht worden. Aufgrund des starken Umsatzverlaufes in Q4 2016 sei jedoch von einer EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau von über 11,0% (Vj. 11,4%) auszugehen.
Nachhaltig hoher operativer Cashflow und kontinuierliche Entschuldung
Das Unternehmen habe seit Ende 2012 - trotz hoher Verzinsung der in 2012 emittierten 8,00%-Anleihe und ohne Vernachlässigung laufender Investitionen in eigene Stores und in den Marken-Relaunch - die Nettoverschuldung von 58,2 Mio. Euro auf 50,9 Mio. Euro zum 31.12.2015 abgebaut. Die eterna Mode Holding GmbH plane die Nettoverschuldung auch in 2016 um weitere etwa 1,0 Mio. Euro auf unter 50,0 Mio. Euro zu reduzieren und setze damit die kontinuierliche Entschuldung fort.
Refinanzierungskonzept sehe Schuldscheindarlehen in Verbindung mit Anleihe zu deutlich reduzierter Zinslast vor
Die ETERNA sei aktuell vollständig über die 8,00%-ETERNA-Anleihe mit Laufzeit bis Oktober 2017 und einem ausstehenden Volumen von etwa 53,0 Mio. Euro fremdfinanziert. Das Refinanzierungskonzept für die bestehende Anleihe sehe ein mit 4,75% über Euribor verzinstes Schuldscheindarlehen mit Laufzeit bis 2021 und einem Volumen von 33,0 Mio. Euro, die geplante, strukturell nachrangige ETERNA-Anleihe im Volumen von 25,0 Mio. Euro sowie eine Aufstockung des wirtschaftlichen Eigenkapitals in Höhe von 1,5 Mio. Euro vor. Hervorzuheben sei, dass sich hiermit der Finanzierungsmix deutlich verbreitere.
Weiterhin sei die Schuldscheinfähigkeit der Emittentin als Beleg für die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells von Bankenseite zu werten. Der Gesellschafterbeitrag zeige die Werthaltigkeit der Beteiligung aus Sicht des Eigentümers. Wie in strukturierten Finanzierungen üblich, seien die Finanzierungsbausteine gegenseitig bedingt, d.h. fehle ein Baustein, dann komme die gesamte Refinanzierung nicht zustande. Die geplante Refinanzierung führe bei ETERNA zu jährlichen Zinseinsparungen von nahezu 1,0 Mio. Euro, die die weitere Entschuldung des Unternehmens zusätzlich beschleunige. Vereinbarte Covenants im Schuldscheindarlehensvertrag würden die sukzessive Entschuldung sicher stellen und so auch indirekt die Risikoposition der Anleihe-Investoren kontinuierlich verbessern.
Geplante ETERNA-Anleihe mit Laufzeit bis Ende 2022
Die geplante Anleihe der eterna Mode Holding GmbH mit einem Volumen von 25 Mio. Euro sei mit einem Zinskupon von 7,75% p.a. (Zinstermin jährlich am 03.03.) und einer Laufzeit bis zum 03.03.2022 ausgestattet. In den Anleihebedingungen seien vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten der Emittentin ab dem 03.03.2020 zu 101,50% und ab dem 03.03.2021 zu 100,50% des jeweiligen Nennbetrags vorgesehen. Zinsanpassungen um 0,5% würden bei Verstößen gegen definierte Nettoverschuldung / EBITDA-Verhältnisse und dem Unterschreiten einer Mindest-Zinsdeckung erfolgen. Die Anleihe sei gegenüber dem geplanten Schuldscheindarlehen in Höhe von 33 Mio. Euro nachrangig.
Fazit: Attraktive Bewertung aufgrund hoher und stabiler Cashflows sowie attraktiver Verzinsung
Trotz der bilanziellen Besonderheiten in Form nicht-operativer und nicht-zahlungswirksamer Abschreibungen auf den Firmenwert, die das bilanzielle Eigenkapital nach HGB bis einschließlich 2021 reduzieren würden, sei die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit der ETERNA durch die aussichtsreiche Branchenpositionierung gegeben und werde durch die Zinseinsparungen aus der geplanten Refinanzierung zusätzlich gestärkt.
Aufgrund der hohen und stabilen Cashflows der ETERNA, des weiteren Wachstumspotenzials trotz des herausfordernden Branchenumfelds und der attraktiven Verzinsung der Anleihe stufen wir die 7,75%-ETERNA-Anleihe als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) ein, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (20.02.2017/alc/n/a)
ETERNA entwickle, produziere und vertreibe Hemden und Blusen mit einer besonderen Kompetenz bei bügelfreien Stoffen. Die Ursprünge würden bis in das Jahr 1863 reichen - ETERNA blicke auf über 150 Jahre Erfahrung zurück.
Das Unternehmen habe im Bereich Herren-Hemden eine marktführende Stellung im deutschsprachigen Raum. Jährlich würden etwa 4 Mio. Hemden und Blusen verkauft. Davon würden ca. 40% in der eigenen, vollausgelasteten Fertigungsstätte in der Slowakei produziert. Der Vertrieb erfolge sowohl über den Großhandel als auch in zunehmendem Maße über andere Vertriebskanäle wie eigene Stores und das Online-Geschäft.
ETERNA verfolge eine Ein-Marken-Strategie und profitiere davon, dass das Marketing allein auf die Marke ETERNA fokussiert werde. Seit 2015 trete ETERNA mit einer völlig neu gestalteten Markenkommunikation inklusive neuem Logo, Labeling und neuer Bildsprache auf. Der Marken-Relaunch stelle dabei die Kernkompetenz der Marke - nämlich Hemden und Blusen - deutlich stärker in den Mittelpunkt.
Weitere Marktanteilsgewinne und Umsatzzuwächse im Jahr 2016
Trotz des anhaltend herausfordernden Branchenumfeldes sei es der ETERNA auf Basis vorläufiger Zahlen gelungen, den Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 4,2% auf 106,7 Mio. Euro zu steigern. Die Erlöse im Inland seien überproportional um 5,2% gesteigert. Aufgrund des Wachstums über dem Marktdurchschnitt seien weitere Marktanteile gewonnen worden. Das Auslandsgeschäft habe nach Angaben des Unternehmens trotz der Herausforderungen infolge der Russlandkrise und des BREXIT gesteigert werden können.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) habe in den ersten neun Monaten 2016 bei 7,2 Mio. EUR (Vj. 7,6 Mio. Euro) gelegen. Dies entspreche einer im Branchenvergleich immer noch hohen EBITDA-Marge von 9,6% (Vj. 10,5%). Das vorläufige EBITDA für das Gesamtjahr 2016 sei bisher nicht veröffentlicht worden. Aufgrund des starken Umsatzverlaufes in Q4 2016 sei jedoch von einer EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau von über 11,0% (Vj. 11,4%) auszugehen.
Nachhaltig hoher operativer Cashflow und kontinuierliche Entschuldung
Refinanzierungskonzept sehe Schuldscheindarlehen in Verbindung mit Anleihe zu deutlich reduzierter Zinslast vor
Die ETERNA sei aktuell vollständig über die 8,00%-ETERNA-Anleihe mit Laufzeit bis Oktober 2017 und einem ausstehenden Volumen von etwa 53,0 Mio. Euro fremdfinanziert. Das Refinanzierungskonzept für die bestehende Anleihe sehe ein mit 4,75% über Euribor verzinstes Schuldscheindarlehen mit Laufzeit bis 2021 und einem Volumen von 33,0 Mio. Euro, die geplante, strukturell nachrangige ETERNA-Anleihe im Volumen von 25,0 Mio. Euro sowie eine Aufstockung des wirtschaftlichen Eigenkapitals in Höhe von 1,5 Mio. Euro vor. Hervorzuheben sei, dass sich hiermit der Finanzierungsmix deutlich verbreitere.
Weiterhin sei die Schuldscheinfähigkeit der Emittentin als Beleg für die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells von Bankenseite zu werten. Der Gesellschafterbeitrag zeige die Werthaltigkeit der Beteiligung aus Sicht des Eigentümers. Wie in strukturierten Finanzierungen üblich, seien die Finanzierungsbausteine gegenseitig bedingt, d.h. fehle ein Baustein, dann komme die gesamte Refinanzierung nicht zustande. Die geplante Refinanzierung führe bei ETERNA zu jährlichen Zinseinsparungen von nahezu 1,0 Mio. Euro, die die weitere Entschuldung des Unternehmens zusätzlich beschleunige. Vereinbarte Covenants im Schuldscheindarlehensvertrag würden die sukzessive Entschuldung sicher stellen und so auch indirekt die Risikoposition der Anleihe-Investoren kontinuierlich verbessern.
Geplante ETERNA-Anleihe mit Laufzeit bis Ende 2022
Die geplante Anleihe der eterna Mode Holding GmbH mit einem Volumen von 25 Mio. Euro sei mit einem Zinskupon von 7,75% p.a. (Zinstermin jährlich am 03.03.) und einer Laufzeit bis zum 03.03.2022 ausgestattet. In den Anleihebedingungen seien vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten der Emittentin ab dem 03.03.2020 zu 101,50% und ab dem 03.03.2021 zu 100,50% des jeweiligen Nennbetrags vorgesehen. Zinsanpassungen um 0,5% würden bei Verstößen gegen definierte Nettoverschuldung / EBITDA-Verhältnisse und dem Unterschreiten einer Mindest-Zinsdeckung erfolgen. Die Anleihe sei gegenüber dem geplanten Schuldscheindarlehen in Höhe von 33 Mio. Euro nachrangig.
Fazit: Attraktive Bewertung aufgrund hoher und stabiler Cashflows sowie attraktiver Verzinsung
Trotz der bilanziellen Besonderheiten in Form nicht-operativer und nicht-zahlungswirksamer Abschreibungen auf den Firmenwert, die das bilanzielle Eigenkapital nach HGB bis einschließlich 2021 reduzieren würden, sei die nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit der ETERNA durch die aussichtsreiche Branchenpositionierung gegeben und werde durch die Zinseinsparungen aus der geplanten Refinanzierung zusätzlich gestärkt.
Aufgrund der hohen und stabilen Cashflows der ETERNA, des weiteren Wachstumspotenzials trotz des herausfordernden Branchenumfelds und der attraktiven Verzinsung der Anleihe stufen wir die 7,75%-ETERNA-Anleihe als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) ein, so die KFM Deutsche Mittelstand AG. (20.02.2017/alc/n/a)


