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EZB, FED & Co. im Krisenmodus - Anleihenews
12.10.16 11:57
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Am Ende bleibt nur die Hoffnung, dass die Notenbanken mehr wissen als wir, so die Experten von "FONDS professionell".
Manche, wie etwa Jim Tisch, CEO des mächtigen US-Investmenthauses Loewe Corp., würden sich dieser Hoffnung definitiv nicht anschließen: "Sie müssen sich das vor Augen halten: Wir haben derzeit global die niedrigsten Zinsen seit tausenden von Jahren. Aber ich versichere Ihnen, dass es der globalen Wirtschaft in diesem Zeitraum schon mal schlechter gegangen ist." Für Loewe sei die ultraexpansive Geldpolitik der Notenbanker also überzogen, die FED habe sich "in eine Ecke manövriert", so der CEO.
Tisch habe insofern recht, als der dringende Verdacht bestehe, dass die globale Notenbankpolitik seit 2008 zu deutlichen Verwerfungen und Blasenbildungen geführt habe. Auf der anderen Seite sei es aber genau diesen radikalen Maßnahmen geschuldet, dass gröbere soziale Unruhen und der Zusammenbruch des Finanzsystems hätten verhindert werden können.
Wie die Notenbanken ihre Politik weiterführen würden, werde derzeit heftig und auf allen Ebenen diskutiert. Im Zentrum der Gedankenspiele stehe, ob die US-amerikanische Federal Reserve, die ihr Quantitative Easing bereits beendet habe, in diesem Jahr die Zinsen anhebe, wie weit die Bank of Japan ihre Unabhängigkeit aufgebe und Hand in Hand mit dem Finanzministerium Konjunkturpolitik mache und ob die EZB von einem weiteren Dogma abweiche und beginne, auch Banken-Bonds und vielleicht sogar Aktien zu kaufen. (12.10.2016/alc/n/a)
Manche, wie etwa Jim Tisch, CEO des mächtigen US-Investmenthauses Loewe Corp., würden sich dieser Hoffnung definitiv nicht anschließen: "Sie müssen sich das vor Augen halten: Wir haben derzeit global die niedrigsten Zinsen seit tausenden von Jahren. Aber ich versichere Ihnen, dass es der globalen Wirtschaft in diesem Zeitraum schon mal schlechter gegangen ist." Für Loewe sei die ultraexpansive Geldpolitik der Notenbanker also überzogen, die FED habe sich "in eine Ecke manövriert", so der CEO.
Tisch habe insofern recht, als der dringende Verdacht bestehe, dass die globale Notenbankpolitik seit 2008 zu deutlichen Verwerfungen und Blasenbildungen geführt habe. Auf der anderen Seite sei es aber genau diesen radikalen Maßnahmen geschuldet, dass gröbere soziale Unruhen und der Zusammenbruch des Finanzsystems hätten verhindert werden können.
Wie die Notenbanken ihre Politik weiterführen würden, werde derzeit heftig und auf allen Ebenen diskutiert. Im Zentrum der Gedankenspiele stehe, ob die US-amerikanische Federal Reserve, die ihr Quantitative Easing bereits beendet habe, in diesem Jahr die Zinsen anhebe, wie weit die Bank of Japan ihre Unabhängigkeit aufgebe und Hand in Hand mit dem Finanzministerium Konjunkturpolitik mache und ob die EZB von einem weiteren Dogma abweiche und beginne, auch Banken-Bonds und vielleicht sogar Aktien zu kaufen. (12.10.2016/alc/n/a)


