Erweiterte Funktionen
Deutsche Staatsanleihen im Visier: Standard & Poor's droht mit Downgrade
06.12.11 09:47
anleihencheck.de
Frankfurt (anleihencheck.de) - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat am Montagabend den Ausblick für Deutschland auf negativ gesenkt. Deutschland droht damit der Verlust des Top-Ratings "AAA".
Als Begründung für diesen Schritt nannte die Ratingagentur die potenziellen Konsequenzen der zunehmenden politischen und finanziellen Probleme in Europa. Wie die Ratingagentur weiter mitteilte, werde man eine abschließende Bewertung voraussichtlich nach dem EU-Gipfel am 9. Dezember 2011 vornehmen. Neben Deutschland wurde auch der Ausblick für weitere Euro-Staaten, hierunter Belgien, Österreich, Niederlande, Luxemburg und Frankreich, gesenkt.
In einer gemeinsamen offiziellen Stellungnahme teilten Bundeskanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy mit, dass man die Ankündigung von Standard & Poor's "zur Kenntnis" genommen habe. Gleichzeitig wurde auf die am gestrigen Tag bekannt gegebenen Vorschläge zur Stärkung der haushalts- und wirtschaftspolitischen Koordinierung der Eurozone verwiesen. Man sei auf deutscher und französischer Seite entschlossen, mit den europäischen Partnern und Institutionen alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um die Stabilität der Eurozone zu gewährleisten.
Merkel und Sarkozy hatten am Montag neue Maßnahmen zur Bewältigung der Schuldenkrise vorgeschlagen. Demnach soll EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy der Vorschlag unterbreitet werden, den langfristigen Euro-Rettungsschirm ESM auf 2012 vorzuziehen. Zudem fordern die Regierungschefs von Deutschland und Frankreich möglichst bald eine Festschreibung strengerer Euro-Stabilitätsregeln, die eine Schuldenbremse sowie Sanktionen vorsehen. Hierzu wollen sie eine Reform der europäischen Verträge. Sollte dies scheitern, streben Merkel und Sarkozy einen neuen Vertrag zwischen den 17 Euroländern an. Sarkozy hob zudem hervor, Frankreich und Deutschland seien sich "hundertprozentig einig", dass Eurobonds derzeit kein Weg aus der Krise seien.
Deutsche Staatsanleihen reagieren auf die Bekanntmachung von Standard & Poor's mit Abschlägen. Der Bund Future verliert zuletzt 0,43 Prozent auf 134,24 Punkte, während der Bobl-Future um 0,23 Prozent auf 122,75 Punkte nachgibt und der Schatz-Future bei 110,15 Punkten (-0,03 Punkte) notiert. (06.12.2011/alc/n/a)
Als Begründung für diesen Schritt nannte die Ratingagentur die potenziellen Konsequenzen der zunehmenden politischen und finanziellen Probleme in Europa. Wie die Ratingagentur weiter mitteilte, werde man eine abschließende Bewertung voraussichtlich nach dem EU-Gipfel am 9. Dezember 2011 vornehmen. Neben Deutschland wurde auch der Ausblick für weitere Euro-Staaten, hierunter Belgien, Österreich, Niederlande, Luxemburg und Frankreich, gesenkt.
Merkel und Sarkozy hatten am Montag neue Maßnahmen zur Bewältigung der Schuldenkrise vorgeschlagen. Demnach soll EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy der Vorschlag unterbreitet werden, den langfristigen Euro-Rettungsschirm ESM auf 2012 vorzuziehen. Zudem fordern die Regierungschefs von Deutschland und Frankreich möglichst bald eine Festschreibung strengerer Euro-Stabilitätsregeln, die eine Schuldenbremse sowie Sanktionen vorsehen. Hierzu wollen sie eine Reform der europäischen Verträge. Sollte dies scheitern, streben Merkel und Sarkozy einen neuen Vertrag zwischen den 17 Euroländern an. Sarkozy hob zudem hervor, Frankreich und Deutschland seien sich "hundertprozentig einig", dass Eurobonds derzeit kein Weg aus der Krise seien.
Deutsche Staatsanleihen reagieren auf die Bekanntmachung von Standard & Poor's mit Abschlägen. Der Bund Future verliert zuletzt 0,43 Prozent auf 134,24 Punkte, während der Bobl-Future um 0,23 Prozent auf 122,75 Punkte nachgibt und der Schatz-Future bei 110,15 Punkten (-0,03 Punkte) notiert. (06.12.2011/alc/n/a)


