DEAG: Eigenkapitalquote in 2021 wohl unter 15% - Erhöhung des Anleihe-Kupons um 0,5% möglich


25.03.22 11:53
Anleihen Finder

Brechen (www.anleihencheck.de) - Mögliche Kuponerhöhung aufgrund von zu geringer Eigenkapitalquote - die DEAG Deutsche Entertainment AG geht nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 davon aus, dass die Eigenkapitalquote in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 voraussichtlich unterhalb der 15%-Grenze liegen wird, berichtet die Anleihen Finder Redaktion.

Gemäß Anleihebedingungen der DEAG-Anleihe 2018/23 würde sich damit die Bond-Verzinsung ab dem 1. November 2022 um 0,5 Prozentpunkte auf dann 6,5% p.a. erhöhen, sofern die Eigenkapitalquote auch im Halbjahresfinanzbericht 2022 unter 15% bleibe.

ANLEIHE CHECK: Die im Oktober 2018 emittierte Unternehmensanleihe (ISIN DE000A2NBF25 / WKN A2NBF2) der DEAG Deutsche Entertainment AG mit einer Laufzeit von fünf Jahren (Laufzeit bis 31.10.2023) sei mit einem Zinskupon in Höhe von 6,00% p.a. (Zinstermin jährlich am 31.10.) ausgestattet. Die Anleihe habe ein platziertes Volumen von 25 Mio. Euro.

Eigenkapital bei ca. 30 Mio. Euro

Hintergrund der voraussichtlich unter 15% liegenden Eigenkapitalquote sei vor allem die Erhöhung der Bilanzsumme durch bereits erhaltene, überdurchschnittlich hohe Anzahlungen für geplante, aber in Folge der COVID-19-Pandemie noch nicht durchgeführte Veranstaltungen, die korrespondierend zu einem überdurchschnittlich hohem Barmittelbestand geführt hätten, berichte das Unternehmen.

Das Konzern-Eigenkapital werde bei einer relativen Verringerung der Eigenkapitalquote voraussichtlich auf ca. 30 Mio. Euro steigen und damit rd. 8,5 Mio. Euro über dem Vorjahr liegen (2020: 21,5 Mio. Euro). Das Eigenkapital werde absehbar zusätzlich gestärkt, da die DEAG für die kommenden Monate eine deutliche Normalisierung und Belebung der operativen Tätigkeit erwarte.

Hinweis: Im vergangenen Jahr sei das Entertainment-Unternehmen schon einmal in dieser Situation gewesen, habe einer möglichen Kupon-Erhöhung aber entgehen können, weil es im Halbjahresbericht die 15%-Eigenkapital-Grenze wieder habe überschreiten können, nach dem zuvor der Vorjahresbericht ebenfalls unter 15% gelegen habe.

Umsatzsteigerung um 82%

Die Umsatzerlöse der DEAG hätten sich nach vorläufigen Zahlen in 2021 auf rd. 91 Mio. Euro nach zuvor 49,9 Mio. Euro (rd. +82%) belaufen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um ca. 144% von 9,0 Mio. Euro auf 22,1 Mio. Euro gestiegen. Maßgeblich für die Ergebnis- und Umsatzsteigerungen sei unter anderem eine deutliche Belebung der operativen Geschäftstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte gewesen, nachdem das erste Halbjahr in weiten Teilen geprägt gewesen sei von der COVID-19-Pandemie sowie damit verbundenen Konzertabsagen und -verschiebungen.

"Die DEAG ist in den vergangenen zwei Jahren, die für die gesamte Live-Entertainment-Branche aufgrund von COVID-19 nicht einfach waren, vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Wir stehen auf starken Beinen, haben unseren Expansionskurs in Deutschland und Europa erfolgreich fortgesetzt und verspüren aktuell eine zunehmende Normalisierung unserer Geschäftsaktivitäten in allen unseren Kernmärkten und eine hohe Nachfrage nach Tickets für Konzerte und Events. Wir sind für kommendes Wachstum mit unserem breiten Veranstaltungsportfolio und unserer robusten Finanzausstattung hervorragend aufgestellt. Unsere Ticketverkäufe bewegen sich auf überdurchschnittlich hohem Niveau und wir sind mit reichlich Rückenwind in das laufende Jahr gestartet. In Großbritannien liegt das Buchungsverhalten bereits wieder auf Vor-Krisen-Niveau und in unseren weiteren Kernmärkten nähert sich das Buchungsverhalten wieder dem Jahr 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie, an. Wir werden Besuchern in den nächsten Monaten hunderte Veranstaltungen bieten und ein Event-Feuerwerk abbrennen", so DEAG-CEO Prof. Peter L.H. Schwenkow.

INFO: Die DEAG plane die Veröffentlichung ihres Jahresfinanzberichts für das Jahr 2021 bis spätestens Ende März 2022.

Den kompletten Beitrag finden Sie hier. (News vom 24.03.2022) (25.03.2022/alc/n/a)