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Bundrenditen um 2 bis 9 BP gefallen


02.01.12 09:23
BayernLB

München (anleihencheck.de) - In der verkürzten Handelswoche zwischen Weihnachten und Neujahr fielen die Bundrenditen um 2 bis 9 BP, einhergehend mit einer Verflachung der Bundkurve (2/10J) um 7 BP, so die Analysten der BayernLB.

Die 10J-Bundrendite habe zu Jahresschluss bei 1,825% gehandelt, d.h. am unteren Ende der Zielspanne der Analysten. In illiquidem Handel seien vor allem die italienischen BOTS- und BTP-Auktionen beachtet worden; die 10J-italienische Rendite habe trotz der EZB-Stützungskäufe deutlich über der Marke 7% geendet. In Spanien habe die neue Regierung die Prognose für die Defizitquote 2011 von 6% auf 8% revidiert und Ausgabenkürzungen (8,9 Mrd. EUR) und Steuererhöhungen (6 Mrd. EUR) angekündigt.

Im Wochenverlauf seien wichtige US-Wirtschaftsdaten im Fokus: ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe (Dez. Di.), Industrie-Auftragseingänge (Nov., Mi.), ISM-Dienstleistungssektor (Dez., Do.) sowie Arbeitsmarktbericht (Dez., Fr.). Der Konsens erwarte für alle Indikatoren Verbesserungen gegenüber den Vormonatswerten.

Im Fokus stünden heute im Euroraum die endgültigen Dezember-Daten für die Einkaufsmanagerindices im Verarbeitenden Gewerbe. Wichtige Daten im Wochenverlauf seien der deutsche Arbeitsmarktbericht für Dezember (Di.), die endgültigen Dienstleistungs-PMIs und die vorläufige Euroraum- Inflationsrate für Dezember (beide Mi.) sowie die Sentimentindikatoren der EU-Kommission und deutschen November-Auftragseingänge für (Fr.).

Laut Gonzalez-Paramo von der EZB seien die Schritte zur Verbesserung der fiskalpolitischen Disziplin im Euroraum ein bedeutender Fortschritt. Er sei zuversichtlicher als vor wenigen Monaten, dass der Euro die aktuelle Krise überstehen werde. Eine Rückkehr zu nationalen Währungen wäre absurd.

Laut der griechischen Zeitung Kathimerini halte der IWF einen Haircut von 50% für nicht ausreichend, um einen Zahlungsausfall Griechenlands zu verhindern. (02.01.2012/alc/m/a)