Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet


26.10.11 08:43
aktiencheck.de

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes sind am Dienstag im Zuge einer schwächeren Tendenz an der Wall Street mehrheitlich mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Neben der Berichtssaison stand vor allem der anstehende EU-Gipfel im Fokus der Investoren. Diesbezüglich zeigten sich die Anleger gestern sehr nervös. Der DAX verlor 0,14 Prozent auf 6.046,75 Punkte, während der MDAX 0,90 Prozent auf 9.065,46 Stellen fiel. Für den SDAX ging es derweil um 0,49 Prozent auf 4.542,09 Zähler nach oben. Der TecDAX verschlechterte sich um 1,25 Prozent auf 700,88 Punkte.


Asiatische und US-Börsen:

Die wichtigsten US-Indizes mussten am Dienstag klar im Minus aus dem Handel gehen. Auf der einen Seite hielt die Berichtssaison die Anleger in Atem. Auf der anderen Seite hielten sie sich allerdings vor dem anstehenden EU-Gipfel mit Neuengagements zurück. Der Dow Jones verschlechterte sich um 1,74 Prozent auf 11.706,62 Punkte, während der NASDAQ Composite um 2,26 Prozent auf 2.638,42 Zähler fiel. Der S&P 500 gab um 2,00 Prozent auf 1.229,05 Punkte nach. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 11.786,00 Punkten (-38,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.372,00 Punkten (-3,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.243,10 Zählern (-4,00 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen unterschiedlich. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,16 Prozent bei 8.748,47 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte unterschiedliche Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,17 Prozent im Minus bei 18.935,28 Punkten, während der Shanghai Composite um 0,66 Prozent anzieht auf 2.425,62 Punkte.


Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,06 Prozent auf 135,34 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.029 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.034,00 Zählern (-0,3 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Außenhandelspreise und der DIW Konjunkturbarometer an. Ferner werden in Japan die Dienstleistungspreise der Unternehmen bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, gemeldet.


Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Akamai, American Electric Power, Automatic Data Processing, BMC Software, Boeing, CA, ConocoPhillips, Corning, Dole Food, Dr Pepper Snapple, Exelon, Ford Motor, General Dynamics, Hess, Jetblue Airways, Lockheed Martin, MeadWestvaco, NASDAQ OMX, Norfolk Southern, Northrop Grumman, Novellus Systems, Pentair, Praxair, Sprint Nextel, Symantec, Tupperware Brands, Visa, WellPoint, Merck KGaA, Krones, Praktiker, PSA Peugeot Citroen, Stratec Biomedical, British American Tobacco, GlaxoSmithKline und Michelin an.


Der deutsche Markt am Dienstag:

Die Stimmung der deutschen Verbraucher zeigt nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auch im Oktober 2011 ein differenziertes Bild. Der Gesamtindikator prognostiziert für November einen Wert von 5,3 Punkten nach 5,2 Zählern im Oktober. Damit kann das Konsumklima trotz Krise und steigender Rezessionsängste sogar noch leicht zulegen.

Die Deutsche Bank konnte mit ihrem Quartalsausweis für das dritte Quartal überzeugen. Die Bank hat in diesem Zeitraum einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust ausgewiesen. Dabei war das Ergebnis im Vorjahr aber durch Sonderbelastungen beeinträchtigt. So lag der Gewinn nach Steuern im dritten Quartal bei 777 Mio. Euro, nach einem Verlust von 1,2 Mrd. Euro im Vorjahresquartal. Ohne Berücksichtigung der Belastung von 2,3 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Deutschen Postbank belief sich der Gewinn nach Steuern im dritten Quartal 2010 auf 1,1 Mrd. Euro. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern und bezogen auf das durchschnittliche Active Equity lag im dritten Quartal 2011 bei 7,2 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent). Die Aktie rückte am Ende um 0,3 Prozent vor.

Deutsche Lufthansa flogen mit einem Abschlag von 0,7 Prozent hinterher. Die Airline teilte gestern mit, dass sie im bevorstehenden Winterflugplan ihr Flugangebot um die drei neuen Ziele Rio de Janeiro, Aberdeen und London-Gatwick erweitern wird. Die beiden Energieversorger E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) und RWE bekommen einem Pressebericht zufolge ihre Zahlungen aus der Brennelementesteuer vorläufig zurück. Wie es in dem Bericht heißt, hat E.ON vorläufig 96 Mio. Euro zurückerhalten. Bei Konkurrent RWE sind es immerhin 74 Mio. Euro. Während E.ON 0,3 Prozent an Wert verloren, ging es für RWE um 1,8 Prozent nach unten. BASF hat derweil am Verbundstandort Ludwigshafen eine neue Anlage für die Herstellung des neuen Wirkstoffs Xemium, zur Kontrolle von Pilzkrankheiten, in Betrieb genommen. Der Anteilsschein verteuerte sich daraufhin um 0,4 Prozent. Tagessieger im DAX wurden Infineon mit einem Zugewinn von 2,8 Prozent, während die rote Laterne mit einem Abschlag von 2,1 Prozent an Merck ging.


Wichtige Meldungen:

Der Technologiekonzern Broadcom Corp. (ISIN US1113201073 / WKN 913684) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal 2011 gemeldet. Dabei konnte das Unternehmen Umsatz- und Gewinnerwartungen schlagen. Der Ausblick enttäuschte jedoch.

Der US-Technologiekonzern International Business Machines Corp. (IBM) (ISIN US4592001014 / WKN 851399) gab am Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt, dass CEO Sam Palmisano zum 1. Januar 2012 aus dem Amt scheiden wird.

Die Amazon.com Inc. (ISIN US0231351067 / WKN 906866) veröffentlichte am Dienstag nach US-Börsenschluss ihre Zahlen für das dritte Quartal 2011. Die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten wurden aufgrund eines Gewinneinbruchs verfehlt. (26.10.2011/ac/n/d)





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