http://www.handelsblatt.com/politik/international/...sse-zu;2607443;2 Es mehren sich die Stimmen, die Parallelen zur europäischen Schuldenkrise ziehen. Sogar der langjährige US-Notenbankchef Alan Greenspan warnte jüngst vor "wachsenden Ähnlichkeiten zu Griechenland". Die Regierung habe über die nächsten drei Dekaden Verpflichtungen, die sie nicht mehr erfüllen könne, warnte er. "Es gibt gleich mehrere Griechenland-Krisen, die sich in den USA zusammenbrauen", orakelt der einflussreiche Ökonom Ed Yardeni.
Die Weltöffentlichkeit hat noch gar nicht realisiert, dass nicht nur die Regierung von US-Präsident Barack Obama in Washington, sondern auch die Bundesstaaten, Kommunen und Sozialkassen vor unfassbaren Schuldenbergen stehen. Mit 13 Billionen Dollar ist der amerikanische Staat verschuldet, 2015 werden es schon 20 Billionen sein. Dazu kommen noch die Billionendefizite der Sozialkassen.
Ungeschminkt sieht Amerika heute ganz schön alt aus. Der Staat ist ein Scheinriese, die wirtschaftliche Basis reicht nicht mehr aus, alle Teile der Gesellschaft zu beglücken, die öffentliche Infrastruktur zerfällt, das Militär verschlingt einen wachsenden Teil des Wohlstandes und die Schuldenberge von Privaten und Staat drohen die USA zu erdrücken.
Beispiel Harrisburg: Die Hauptstadt von Pennsylvania ist faktisch insolvent. Auch Großstädte wie Detroit oder Los Angeles gelten als konkursgefährdet. Der Bundesstaat Illinois zahlt Rechnungen in dreistelliger Millionenhöhe nicht mehr und stellt dafür Schuldscheine aus. Der aktuelle Titel des US-Magazins "Time" bringt die Krise treffend auf den Punkt: "The Broken States of America". |