Jung(e kauf)heinrich.Von diesem Niveau aus einKauf
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neuester Beitrag: 15.04.26 18:16
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| eröffnet am: | 17.01.08 09:10 von: | Peddy78 | Anzahl Beiträge: | 800 |
| neuester Beitrag: | 15.04.26 18:16 von: | MrTrillion3 | Leser gesamt: | 423411 |
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Bis zum Kursziel 37,50 € ist noch viel Platz.
Jungheinrich: Gute Basis für mehr Wachstum.
Mit der Investition in ein neues Werks in Sachsen-Anhalt schafft sich der Gabalstaplerhersteller Jungheinrich eine breite Basis für das zukünftig erwartete Unternehmenswachstum. Auf operativer Ebene hat der Konzern in den ersten neun Monaten 2007 mit einem Umsatzanstieg von 15% auf 1,435 Mrd. Euro und einer Verbesserung des Nachsteuergewinns um 2,6 Mio. Euro auf 52 Mio. Euro oder 1,53 Euro je Aktie ebenfalls überzeugen können. Dabei hat Jungheinrich mit Ausnahme von den USA in allen wichtigen Märkten von einer weiterhin guten Nachfrage nach Flurförderzeugen profitiert. Wegen des weiterhin positiven konjunkturellen Umfelds sollte das Unternehmen auch in den kommenden Quartalen dynamisch wachsen. Das größte Potenzial liegt in Osteuropa und China. Die Aktie notiert aktuell 25% unter ihrem Jahreshöchststand und ist mit einem KGV 2008e von 9,7 sehr attraktiv bewertet. (mh)
Nochmal deutlich zurück gekommen sollte sich ein Einstieg JETZT hier lohnen und auszahlen.
AC Research - Jungheinrich akkumulieren
15:52 06.12.07
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von AC Research empfiehlt weiterhin, die Vorzugsaktien von Jungheinrich (ISIN DE0006219934/ WKN 621993) zu akkumulieren.
Die Gesellschaft werde ein neues Werk in Deutschland bauen.
Das neue Werk zur Herstellung von Elektro-Niederhubwagen werde in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt) gebaut. Dabei werde in Landsberg ein eigenständiges "Centre of Excellence" für Elektro-Niederhubwagen entstehen. Somit werde neben der eigentlichen Herstellung auch die Produktentwicklung und das Produktmanagement für diese Fahrzeuge dort angesiedelt werden. Das Projektvolumen belaufe sich auf etwa 30 Millionen Euro. Der Produktionsstart sei für Mitte 2009 vorgesehen. Dabei solle sich die jährliche Kapazität in einem ersten Schritt auf mehr als 30.000 Fahrzeuge belaufen.
Bislang produziere die Gesellschaft Elektro-Niederhubwagen am Standort Norderstedt. Durch die Verlagerung der Niederhubwagenproduktion nach Landsberg werde nach Gesellschaftsangaben in Norderstedt Platz geschaffen, um das Produktionsvolumen für die dort verbleibenden Produkte auszubauen.
Nach Ansicht der Analysten von AC Research sei die Meldung positiv zu werten. Mit der Investition schaffe der Konzern eine breite Basis für das zukünftig erwartete Unternehmenswachstum.
Auf operativer Ebene habe der Konzern in den ersten neun Monaten 2007 mit einem Umsatzanstieg von 15% auf 1,435 Milliarden Euro und einer Verbesserung des Nachsteuergewinns um 2,6 Millionen Euro auf 52 Millionen Euro oder 1,53 Euro je Aktie ebenfalls überzeugen können. Dabei habe der Konzern mit Ausnahme von Amerika in allen wichtigen Märkten von einer weiterhin guten Nachfrage nach Flurförderzeugen profitiert. Vor dem Hintergrund des mit Ausnahme von Nordamerika weiterhin positiven konjunkturellen Umfeldes rechne man auch in den kommenden Quartalen mit einer hohen Wachstumsdynamik.
Beim gestrigen Schlusskurs von 27,13 Euro erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2008e von rund 10 weiterhin günstig bewertet. Daher rechne man in den kommenden Monaten mit einer Outperformance der Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt. Auf operativer Ebene sehe man derzeit die größten Wachstumspotenziale in Osteuropa und China.
Die Analysten von AC Research empfehlen weiterhin, die Aktien von Jungheinrich zu akkumulieren. (Analyse vom 06.12.2007) (06.12.2007/ac/a/nw)
Quelle: aktiencheck.de
UniCredit Markets & Investment Banking - Jungheinrich "buy"
17:20 07.12.07
München (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von UniCredit Markets & Investment Banking, Peter Rothenaicher, stuft die Jungheinrich-Aktie (ISIN DE0006219934/ WKN 621993, VZ) mit "buy" ein.
Die Nachfrage nach Flurförderfahrzeugen gestalte sich äußerst dynamisch. Aktuell würden die Analysten ein globales Marktwachstum für 2007 von 10% auf 940.000 prognostizieren.
Die Aussichten für 2007 und 2008 bei Jungheinrich seien gut. So habe die Gesellschaft nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr 2007 ein Orderplus von 12,1% auf 1,568 Mrd. Euro erzielt und der Umsatz sei um 15% auf 1,435 Mrd. Euro geklettert. Das EBIT-Wachstum habe sich auf 19,3% auf 95,3 Mio. Euro belaufen. Die Umgestaltung der Produktion in Norderstedt sei inzwischen abgeschlossen, so dass Jungheinrich von effizienteren Produktionsstrukturen profitiere. Nach Ansicht der Analysten seien die Chancen gut, dass Jungheinrich seine vorsichtige Schätzung übertreffen werde und für 2008 würden sie weitere Margenfortschritte erwarten.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass der Konzern längerfristig von der intensivierten Expansion nach Osteuropa und Asien profitieren werde.
Mit einem KGV 2008e von unter 10 und einem EV/EBIT 2008e von 5,6 würden die Analysten den Titel für äußerst attraktiv bewertet halten.
Die Analysten von UniCredit Markets & Investment Banking stufen die Jungheinrich-Aktie mit "buy" ein und heben das Kursziel von 34,00 Euro auf 37,50 Euro an. (Analyse vom 07.12.2007) (07.12.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Quelle: aktiencheck.de
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Wertpapier:
Jungheinrich AG Vz |
Im Vergleich zur Konkurrenz schlägt sich Jungheinrich ganz gut aber das dürfte nicht reichen um den Kurs anspringen zu lassen. Auch weil die Renditen wieder anziehen was die Dividende von 0,8 nicht sonderlich attraktiv macht.
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Wertpapier:
Jungheinrich AG Vz |
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Wertpapier:
Jungheinrich AG Vz |
https://www.jungheinrich.com/presse-events/...haeftsjahr-2024-1945528
Wie schätzt Ihr die weiteren Aussichten ein?
Geschäftsentwicklung weiterhin robust; Prognose unverändert
https://www.jungheinrich.com/presse-events/...en-quartal-2025-1979076
Hat Euch das Ergebnis überzeugt?
Im Sog von Jungheinrich verloren die Aktien des Konkurrenten Kion zunächst 3,5 Prozent, holten die Verluste anschließend aber fast komplett wieder auf.
Ein Umbauprogramm von Jungheinrich kostet das Unternehmen erst einmal Geld. Die Zielmarke für das operative Ergebnis (Ebit) strich es von bislang 430 bis 500 Millionen Euro auf 280 bis 350 Millionen Euro zusammen. Die Konsensprognose von Analysten beläuft sich aktuell auf gut 443 Millionen Euro. Zudem blickt das Unternehmen in der Tendenz vorsichtiger auf die Umsatzentwicklung im laufenden Jahr.
Quelle: dpa-AFX
Besonders der Stellenabbau kommt irgendwie unerwartet. Soll da nicht eigentlich alles auf Wachstum stehn wegen der Verschuldungsorgie die nächsten Jahre? und von wem stammt der Kommentar mit der chinesichen Konkurrenz in der Meldung eigentlich? vom Unternehmen oder Analysten?
Das muss aber jetzt bös gedreht haben, war nicht noch im Mai die Welt in Ordnung und die Prognosen bestätigt worden? Fragen über Fragen...
17.07. 14:48 dpa-AFX: ROUNDUP: Jungheinrich kappt Gewinnziel - Sparprogramm und Stellenabbau
HAMBURG (dpa-AFX) - Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich schätzt seine Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr vorsichtiger ein als bisher. Die Prognosen für Umsatz und Auftragseingang wurde angepasst, das Gewinnziel gesenkt. Zudem verkündete das Management ein Sparprogramm. Davon seien weltweit 1000 Stellen betroffen, teilte der Hamburger MDax-Konzern am Donnerstag auf Nachfrage hin mit. Die Aktie sackte ab.
Der Kurs brach bis auf 34,14 Euro ein, was ein Abschlag von über 15 Prozent bedeutete. Auch der Aktienkurs des Konkurrenten Kion geriet kurzzeitig unter Druck, holte die Verluste aber wieder auf und drehte ins Plus.
Beide Papiere waren in den vergangenen Monaten stark gelaufen, in Erwartung einer Konjunkturbelebung Deutschlands durch die geplanten Milliardeninvestitionen des Bundes in Infrastruktur und Rüstung. Für 2025 steht trotz des Kursknicks vom Donnerstag für Jungheinrich noch ein Anstieg von einem Drittel auf dem Kurszettel. Und Kion kommt sogar auf über 60 Prozent.
Das Ziel des Sparprogramms ist Jungheinrich zufolge die "Sicherstellung der globalen Wettbewerbsfähigkeit." Produktion, Management und Verwaltung sollen optimiert, Stellen sowohl abgebaut als auch verlagert werden. Welche Standorte von den Kosteneinsparungen betroffen sein werden, dazu wollte Jungheinrich keine Angaben machen. Ein Unternehmenssprecher verwies zudem auf die erforderlichen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. Der Konzern beschäftigte Ende 2024 rund 21.000 Angestellte.
Durch das Sparprogramm sollen bei Jungheinrich die Kosten mittelfristig um rund 100 Millionen Euro pro Jahr sinken. Allerdings verursachen die Pläne zunächst Einmalaufwendungen von rund 90 Millionen Euro im laufenden Jahr. Zwei Drittel davon sollen im aktuellen Quartal anfallen und rund ein Drittel im Schlussjahresviertel.
Im angestammten Geschäft mit Staplern und Lagertechnik belastet Jungheinrich wie auch seine Konkurrenz, dass die Kunden seit geraumer Zeit vermehrt Maschinen und Geräte aus dem günstigeren Einstiegssegment nachfragen - was nicht zuletzt den Wettbewerbern aus China zugutekommt. Zudem hält die konjunkturelle Schwäche in Europa und insbesondere dem Heimatmarkt Deutschland an.
Für 2025 rechnet der Jungheinrich-Vorstand nun mit einem Auftragseingang zwischen 5,3 und 5,9 Milliarden Euro, statt bisher mit 5,5 bis 6,1 Milliarden. Der Umsatz soll 5,3 bis 5,9 Milliarden Euro (alt 5,4 bis 6,0 Milliarden) erreichen und der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte zwischen 280 und 350 Millionen Euro (alt 430 bis 500 Millionen) liegen. Das ist deutlich weniger Gewinn als von Analysten aktuell im Durchschnitt erwartet.
Anfang Mai hatte Jungheinrich sich ehrgeizige Wachstumsziele bis 2030 gesetzt. Die Hamburger wollen bis zum Ende des Jahrzehnts 10 Milliarden Euro Umsatz machen, wovon 10 Prozent als operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern hängen bleiben soll. Analysten waren hingegen eher skeptisch, dass diese Ziele zu erreichen sind. Das nun verkündete Sparprogramm dürfte auf die höhere Profitabilität einzahlen.
Jefferies-Analyst Lucas Ferhani merkte an, dass Jungheinrich bislang nicht auf einen Restrukturierungsbedarf verwiesen habe. Er führte das Sparprogramm daher auf die anhaltende Marktschwäche im Gabelstaplergeschäft und den anhaltenden Wettbewerbsdruck zurück.
Er verglich die Kostenmaßnahmen von Jungheinrich mit jenen von Kion. Die Frankfurter hatten ihrerseits bereits Anfang Februar ein Sparprogramm verkündet. Ferhani kommt zu dem Schluss, dass die Gesamtkosten und die Dauer, bis die Kosten für die Programme gedeckt sind, bei den beiden Unternehmen ähnlich sind. Allerdings kämen die Vorteile der Einsparungen bei Jungheinrich erst etwas später zum Tragen. Der Analyst hält die Sparprogramme für "die richtigen strategischen Schritte"./lew/mis/stk
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...ese-ueberraschung-jetzt
steht tatsächlich in der Meldung von letzter Woche,
allerdings ist das Ausmaß schon ein Hammer.
Jungheinrich schafft es einfach nicht, solche "Restrukturierungen" im laufenden Betrieb umzusetzen,
da sollte das Management mal an sich arbeiten,
dann bleiben man auch von solchen Abstürzen, die kein Mensch braucht,
auch verschont.
https://www.jungheinrich.com/presse-events/...eftsentwicklung-2069174
Wie schätzt Ihr die weiteren Aussichten ein?
https://www.ariva.de/aktien/...h-legen-zu-china-beherrschbar-11790325
https://www.jungheinrich.com/newsroom/...dritten-quartal-2025-2171084
Haben die Zahlen Eure Erwartungen erfüllt?
https://www.ariva.de/aktien/...iter-erholt-barclays-lobt-rsf-11817799
https://www.ariva.de/aktien/...iesst-produktion-in-lueneburg-11908541
https://www.jungheinrich.com/newsroom/...aechst-2025-operativ-2383586
Wie schätzt Ihr die weiteren Aussichten ein?
Nach einem ergebnisschwachen Jahr soll Jungheinrich 2026 den Gewinn verdoppeln – und notiert trotzdem weit unter dem fairen Wert. Was steckt hinter dem Bernstein-Kursziel von 47 Euro?
Lesen Sie den ganzen Artikel: Absturz, Streik, Russland-Exit: Jungheinrich überwindet das Krisenjahr, aber der Kurs schläft noch
Jungheinrich ist für mich zum Stand 15. April 2026 ein qualitativ gutes Industrieunternehmen, aber keine einfache Aktie. Das Unternehmen gehört weltweit zu den etablierten Anbietern von Intralogistik, Flurförderzeugen, Lagertechnik, Automatisierung und dazugehörigen Services. 2025 erzielte Jungheinrich 5,502 Milliarden Euro Umsatz, 5,387 Milliarden Euro Auftragseingang, 314 Millionen Euro Free Cashflow und beschäftigte zum Jahresende 21.438 Vollzeitkräfte; das Unternehmen verfügt über zwölf Werke, eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften in über 40 Ländern und ist im MDAX notiert. Historisch ist Jungheinrich ein klassischer deutscher Mittelstands- und Familienkonzern mit tiefer industrieller Verankerung: Die Wurzeln reichen bis 1908 zurück, der eigentliche Grundstein des heutigen Unternehmens wurde aber 1953 mit der Gründung von H. Jungheinrich & Co. Maschinenfabrik gelegt; noch im selben Jahr wurde mit dem „Ameise 55“ der erste elektrische Vierrad-Gabelstapler gebaut. Genau dieser lange industrielle Stammbaum ist bis heute ein realer Wettbewerbsvorteil, weil Jungheinrich nicht nur Geräte verkauft, sondern Materialfluss, Energiesysteme, Service, Finanzierung und zunehmend Software und Automatisierung aus einer Hand bündelt.
Operativ war 2025 deutlich besser, als der ausgewiesene Gewinn zunächst vermuten lässt. Das ist der entscheidende Punkt. Das EBIT fiel zwar auf 228 Millionen Euro, das EBT auf 196 Millionen Euro und der Jahresüberschuss auf 104 Millionen Euro, aber laut Jungheinrich lag das vor allem an einmaligen Belastungen von insgesamt 220 Millionen Euro. Diese kamen vor allem aus dem Verkauf der Russland-Tochter mit 109 Millionen Euro, Aufwendungen für das Transformationsprogramm von 93 Millionen Euro sowie 18 Millionen Euro aus der Ausbuchung aktivierter Entwicklungskosten für eingestellte Technologie. Bereinigt lag das EBIT bei 448 Millionen Euro, die EBIT-Marge bei 8,1 Prozent. Das heißt nüchtern: Das laufende Geschäft war stabil, das berichtete Ergebnis aber schwach. Gleichzeitig zeigt die Zahlenbasis, dass Jungheinrich trotz schwieriger Märkte nicht eingebrochen ist: der Auftragseingang stieg 2025 wertmäßig um 1,4 Prozent, die Stückzahl im Neugeschäft um 4,5 beziehungsweise 4,8 Prozent, der Auslandsanteil am Umsatz lag bei 80 Prozent, und Wachstum kam insbesondere aus Automatisierungsprojekten, dem Servicegeschäft und den USA. Genau das passt zum strategischen Bild eines Konzerns, der sein zyklisches Staplergeschäft breiter und widerstandsfähiger machen will.
Die Fundamentals sind damit gemischt, aber nicht schlecht. Positiv sind die robuste Umsatzbasis, der weiterhin starke Free Cashflow, das hohe Eigenkapital von 2,455 Milliarden Euro sowie die Tatsache, dass selbst in einem schwierigen Jahr noch 314 Millionen Euro Free Cashflow erzielt wurden. Weniger schön ist, dass die Renditekennzahlen 2025 klar zurückgekommen sind: ROCE sank auf 8,3 Prozent nach 17,3 Prozent im Vorjahr, die ausgewiesene EBIT-Marge auf 4,2 Prozent, das Ergebnis je Vorzugsaktie auf 1,03 Euro nach 2,84 Euro. Die Dividende für die Vorzugsaktie soll deshalb von 0,80 Euro auf 0,295 Euro sinken. Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein klares Signal: 2025 war aus Sicht der Aktionäre kein gutes Ergebnisjahr. Aber es ist eben ebenso falsch, daraus eine operative Schwäche des Gesamtunternehmens abzuleiten. Man muss hier sauber zwischen bereinigter Ertragskraft und ausgewiesenem Ergebnis unterscheiden.
Strategisch halte ich Jungheinrich für gut aufgestellt. Mit der Strategie 2030+ will der Konzern bis 2030 organisch 10 Milliarden Euro Umsatz und 10 Prozent EBIT-Marge erreichen. Das ist ambitioniert, aber nicht aus der Luft gegriffen. Die Stoßrichtungen sind sinnvoll: stärkere Expansion außerhalb Europas, mehr Automatisierung, Ausbau des Produktportfolios im Mid-Tech-Bereich und eine tiefere Transformation der Kosten- und Prozessstruktur. Die Einführung von „AntOn by Jungheinrich“ ist dabei keine Randnotiz, sondern eine direkte Antwort auf den steigenden Wettbewerbsdruck, vor allem aus China. Gleichzeitig soll die Automatisierung wachsen; Jungheinrich beschreibt sie selbst als wesentlichen Wachstumstreiber und verweist auf die Ausweitung technologischer Kompetenzen etwa durch Zukäufe in Nordamerika und der Robotik. Der Knackpunkt ist aber ebenso klar: Die Ziele sind erreichbar, aber nur dann, wenn Jungheinrich seine Transformation tatsächlich in höhere Produktivität, bessere internationale Skalierung und wieder steigende Margen übersetzt. Sonst bleibt die 10/10-Story eine saubere Folie für Kapitalmarkttage. (Jungheinrich)
Für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre sehe ich die Chancen deshalb durchaus als attraktiv an. Intralogistik profitiert strukturell von drei Trends: Automatisierung von Lagerprozessen, Elektrifizierung und Software-/Datenintegration in Lieferketten. Jungheinrich sitzt genau an dieser Schnittstelle. Das Unternehmen ist stark im europäischen Kerngeschäft, baut aber die Präsenz in Nordamerika und Asien aus, und es verfügt mit Service, Finanzierung und Ersatzteilen über wiederkehrendere Erlösströme als ein reiner Maschinenbauer. Das macht das Geschäftsmodell besser als viele klassische Zykliker. Die Risiken sind trotzdem real: hoher Wettbewerbsdruck, insbesondere aus China, eine schwache europäische Konjunktur, Investitionszurückhaltung der Kunden, Preisdruck, geopolitische Unsicherheit und die Gefahr, dass Automatisierung zwar wächst, aber margenseitig härter umkämpft wird als gedacht. Jungheinrich selbst erwartet für 2026 einen Auftragseingang von 5,4 bis 6,0 Milliarden Euro, einen Umsatz von 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro, ein EBIT von 380 bis 450 Millionen Euro, einen ROCE von 14 bis 18 Prozent und Free Cashflow von über 250 Millionen Euro. Das spricht für ein Erholungsjahr gegenüber dem berichteten 2025, aber nicht für einen explosionsartigen Sprung. (Jungheinrich)
Die Aktie wirkt auf diesem Niveau eher interessant als teuer. Jungheinrichs Investor-Relations-Seite zeigte am 10. April 2026 um 08:35 Uhr für die Vorzugsaktie auf Xetra einen Kurs von 28,74 Euro. Auf Basis des berichteten Gewinns je Vorzugsaktie von 1,03 Euro ist das für sich genommen kein billiges KGV; auf Basis der um Sondereffekte bereinigten Ertragskraft sieht die Bewertung aber deutlich moderater aus. Noch wichtiger: Die offiziell auf der Unternehmensseite gelisteten Analystenziele reichen zuletzt von 26 bis 48 Euro, mit einem aus diesen 13 veröffentlichten Zielen errechneten Durchschnitt von rund 40 Euro. Der Markt bewertet Jungheinrich also erkennbar unter dem, was viele Analysten bei gelingender Ergebnisnormalisierung für angemessen halten. Das heißt nicht, dass der Markt falsch liegt. Es heißt nur: Die Aktie ist aktuell eher eine Wette auf Margenerholung und Strategieumsetzung als auf spektakuläres Umsatzwachstum. (Jungheinrich)
Mein Fazit ist deshalb klar: Jungheinrich ist für mich ein gutes Unternehmen mit echter industrieller Substanz, aber die Aktie bleibt 2026 eine Umsetzungsstory. Wer nur auf das ausgewiesene Nettoergebnis 2025 schaut, unterschätzt das operative Fundament. Wer umgekehrt nur auf die bereinigte Marge und die 2030+-Vision schaut, blendet die realen Risiken aus. Für die nächsten fünf Jahre halte ich ein Szenario für plausibel, in dem Jungheinrich wieder sauber in Richtung 7,5 bis 9 Prozent operative Marge läuft und die Aktie bei gelingender Normalisierung in einen fairen Wertbereich von etwa 36 bis 44 Euro hineinwachsen kann. In einem bullischen Fall, in dem Automatisierung, internationale Expansion und Kostentransformation wirklich greifen, halte ich auch 45 bis 50 Euro für vertretbar. In einem vorsichtigen oder schwachen Szenario, in dem Europa schwach bleibt und der Preisdruck hoch ist, sehe ich eher 24 bis 30 Euro als fairen Bereich. Unterm Strich ist Jungheinrich für mich kein spektakulärer Tenbagger-Kandidat, aber sehr wohl ein ernstzunehmender Qualitätswert aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau, der bei disziplinierter Umsetzung seiner Strategie über viele Jahre solide Wertsteigerung liefern kann. Entscheidend ist nicht die Frage, ob das Unternehmen technologisch relevant ist. Das ist es. Entscheidend ist, ob es diese Relevanz in dauerhaft höhere Renditen übersetzt. Genau daran wird sich die Aktie messen lassen. (Jungheinrich)
Autor: ChatGPT


