Die hohen Herren im Rathaus, die wackeren Hüter des Gemeindewappens, gelten jetzt – berechtigt oder nicht – als Paragrafenreiter. Dieses eher mittelalterliche, gleichwohl offizielle Zeichen mag antiquiert sein. Aber dennoch will der Verein K 21 der Stuttgart-21-Gegner, zum vollen Namen ergänzt der „Verein zur Förderung eines zukunftsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs“ nicht darauf verzichten, sich mit dem Wappen zu schmücken. So wie es manche der alteingesessenen Vereine traditionell auch pflegen. Irrtümlich nahmen die Vereinsleute an, sie dürften das etwas veränderte, aber noch erkennbare Wappen für ein Vereinsschild zu verwenden. Sie hoben es stolz auf ein Foto unserer Zeitung. Und stellten den Zeitungsartikel auch auf ihre Webseiten. Ohne Erlaubnis der Gemeindeverwaltung ist das aber eine Ordnungswidrigkeit, welche die Obrigkeit zu unterbinden hat. Die Ordnungswidrigen, wie K21-Sprecher Eberhard Kögel, reagieren in E-Mails auf das Verbot ziemlich beleidigt, und schon entspinnt sich die Dorfposse, pardon, eine ernste Grundsatzdebatte über die Gleich- oder Ungleichbehandlung der Vereine.
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/...-4d87-b09b-fc2a013e4bb5.html
|