Innerhalb des Sektors gibt es sehr unterschiedliche Kursentwicklungen. Unternehmen wie Saint-Gobain und Holcim gehören mit Kurszuwächsen von 66 % bzw. 52 % zu den Spitzenreitern. Einige Unternehmen kämpfen stärker mit dem schwächelnden Neubaugeschäft. Forbo Holding verzeichnete einen Kursrückgang von 12 %, während STEICO lediglich ein Plus von 8 % und Sto nur 5 % erreichten. Diese Unternehmen, die stark vom Neubausektor abhängen, blieben hinter den Erwartungen zurück. Allerdings könnte sich hier mittelfristig eine Erholung abzeichnen, da sinkende Zinsen und staatliche Anreize den Neubau wieder beleben könnten. Zinssenkungen und sinkende Inflation als Rückenwind für die Branche
Ein Blick auf die makroökonomischen Rahmenbedingungen zeigt, dass sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US-Notenbank Fed auf Zinssenkungen setzen, um die Konjunktur zu stabilisieren. Im September 2024 fiel die Inflationsrate im Euroraum auf 1,7 %, und die EZB hat ihre Leitzinsen in den vergangenen Monaten mehrfach gesenkt – zuletzt im Oktober auf 3,25 %. Auch in den USA bleibt die Inflation auf einem niedrigen Niveau, was die Fed dazu veranlasste, den Leitzins auf 4,75 bis 5,0 % zu senken. Dies schafft ein günstigeres Umfeld für Investitionen in die Bauwirtschaft, da niedrigere Zinsen Baukredite erschwinglicher machen und so die Nachfrage nach neuen Bauprojekten ankurbeln. |