Stuttgart 21

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eröffnet am: 26.08.10 08:50 von: sportsstar Anzahl Beiträge: 11552
neuester Beitrag: 06.07.16 12:48 von: Raubmilbe Leser gesamt: 406073
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26.08.10 12:44 #51 das is aber ned in Stuttgart, sonden in Cannsta.
26.08.10 13:20 #52 @sporti
"Und mit welchem Erfolg"

Keine Ahnung, aber mir gefällt das sich die Menschen endlich auf die Straße begeben. Da entwickelt sich etwas, S21 ist erst der Anfang. Das ständige belogen werden & Politik gegen die Wähler, die Bürger sind es Leid!
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Verschiebe nicht auf morgen, was genausogut auf übermorgen verschoben werden kann.
26.08.10 13:24 #53 hach
... könnte ich mir stundenlang ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=5NGW5UqNQck  
26.08.10 14:38 #54 Es ist ganz einfach:
Ich rate jedem der will und kann nach Stuttgart an den Bauzaun zu kommen um sich selbt ein Bild vom dortigen legitimen Protest gegen ein irrsinniges Bauprojekt aber auch gegen Staatsgewalt, Machtnissbrauch, Arroganz der Politiker, Lügen etc...zu machen -
Ganz unvoreingenommen ein EIGENES Bild zu machen: Über die Zusammensetzung der Demonstranten, die Stimmung, die Argumente für und wieder, einach ein eigenes Bild.
Dann ist man nicht abhängig von der Polemik und dem Schwachsinn anderer.

Übrigens: wenigstens ein Kurzabstecher an den Bauzaun lohnt sich allemal. Denn die dortige "Klagemauer" mit Plakaten, Plastiken, Basteleien etc.... ist der Inbegriff der Spontankreativität einer Gesellschaft, unserer Gesellschaft ganz egal ob man für oder gegen das Projekt ist.
Es ist eine Form von Kunst, ein Ausflug dorthin eine Art Kulturausflug, bei freiem Eintritt.  
26.08.10 15:24 #55 Die Politiker hören nicht mehr auf die Menschen

  26.08.2010, 15:00

Agenda

Warum niemand Stuttgart 21 stoppt

Stuttgart 21 sollte allen Beteiligten nützen: Politikern, Bahn und Bürgern. Zwar hat der Megabahnhof kaum noch Anhänger, aber Keiner traut sich, den Bau des Milliardenprojekts zu stoppen. Am Ende bleiben nur Verlierer.
© Bild: 2010 FTD/Illustration

Stuttgart 21 sollte allen Beteiligten nützen: Politikern, Bahn und Bürgern. Zwar hat der Megabahnhof kaum noch Anhänger, aber Keiner traut sich, den Bau des Milliardenprojekts zu stoppen. Am Ende bleiben nur Verlierer. von Leo Klimm  Hamburg, Heimo Fischer  Stuttgart und Jens Tartler  Berlin

 
 
Dass einer wie Günther Stillhammer mitmacht, zeigt den Ernst der Lage. Stillhammer ist Rentner. Jahrzehntelang hat er in der Verwaltung einer Privatbank gearbeitet. Seit 50 Jahren ist er mit seiner Frau Rosemarie verheiratet. Ein Musterschwabe, fleißig und bescheiden. Und jetzt zieht er an diesem Spätsommerabend mit 20.000 anderen Demonstranten durch die Stuttgarter Innenstadt. Er trägt einen Zylinder auf dem Kopf, eine Fliege um den Hals und ein T-Shirt, auf dem steht: "Stuttgart wünscht eine andere Politik und andere Politiker." Reiztrikot, so nennt er das Kostüm.
 
 
Entwurf für das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21   Entwurf für das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21
 
"Früher wäre es mir nie eingefallen, auf eine Demonstration zu gehen", erklärt der 70-Jährige. Der Bahnhof hat alles geändert. "Ich will kein Milliardengrab", sagt er mit der Bestimmtheit eines Mannes, der schon oft im Fernsehen gesehen hat, wie Demonstranten reden. Und dann schiebt er einen Satz nach, der beschreibt, worum es ihm und seinen Mitstreitern eigentlich geht: "Die Politiker hören nicht mehr auf die Menschen im Land."
Stuttgart 21, der ambitionierte Plan, den Hauptbahnhof der Landeshauptstadt unter die Erde zu verlegen und die Gleisstränge großräumig neu zu ordnen, ist zu einer Projektionsfläche der Politikverdrossenen geworden. Anderswo ist die Wut nicht ohne Weiteres zu begreifen. Viele Milliarden pumpen Bahn, Bund und Land in das Vorhaben. Geld, das die Menschen aus der Gegend geschenkt bekommen - und das sie einfach nicht wollen. Eine Erklärung findet sich auf Hunderten Zetteln und Plakaten, die Demonstranten am Bauzaun befestigt haben. "Wir fühlen uns so hilflos" steht auf einem Papier. "Die machen eh, was sie wollen" auf einem anderen.
 
 
Am Mittwoch wurde dieser Spruch für viele Stuttgarter zur bitteren Wahrheit. Gegen Mittag begann ein Bagger, den Nordflügel des alten Kopfbahnhofs abzutragen. Jener Teil, der in den vergangenen Wochen zum Sinnbild des Widerstands geworden ist. Immer wieder bohrte der Bagger seine Greifzange ins Mauerwerk. Das Loch wuchs jede Minute. Genauso wie die Menge der Demonstranten. Ausrichten konnten sie nichts. Polizisten sperrten die Kreuzung vor dem Bahnhof, an dem zwei Hauptverkehrsadern der Stuttgarter Innenstadt aufeinandertreffen. Die Folge war ein riesiger Stau. Selbst wer sich nicht für den Bahnhof interessiert, weiß nun, dass etwas passiert ist.
 
 
Was vor Jahren wie das übliche Scharmützel um ein etwas zu groß geratenes Infrastrukturprojekt startete, hat sich zu einem Gefangenendilemma grotesken Ausmaßes entwickelt. Bahn, Bund, Land - niemand ist mehr so recht von dem Jahrhundertprojekt überzeugt, und doch will keiner davon lassen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus sagt, er wolle das Prestigeprojekt - "aber nicht um jeden Preis". Bahn-Chef Rüdiger Grube  gibt den entschlossenen Manager, erfüllt in Wahrheit jedoch eine Aufgabe, die ihm keine Herzenssache ist. Und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer  schweigt am liebsten zu dem Thema. So gewaltig die Kosten für das Projekt sind - im persönlichen Kalkül der Beteiligten gibt es bei einem Ausstieg mehr zu verlieren als zu gewinnen.
Einer der wenigen, die noch mit Leidenschaft für das Projekt kämpfen, ist Wolfgang Drexler. Der SPD-Politiker wurde vor einem Jahr zum Sprecher des "Bahnprojekts Stuttgart-Ulm" ernannt. Ein Ehrenamt. Mit seiner zupackenden, aber besonnenen Art sollte er den Schulterschluss zwischen Union und SPD demonstrieren und die Gegner mit dem Mammutprojekt versöhnen. Inzwischen hat der 64-Jährige schon mehrere Morddrohungen erhalten.
 

Teil 2: "Wir müssen aushalten"

http://www.ftd.de/politik/deutschland/...gart-21-stoppt/50161233.html

Hoffentlich merken sich die Leute das auch mal bis zur nächsten Wahl, wie wenig ihre Meinung den Mächtigen bedeutet.

http://www.ustream.tv/channel/...C3%BCgel-am-stuttgarter-hauptbahnhof

"Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann, sage ich, brich das Gesetz." H. D. Thoreau
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"Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann, sage ich, brich das Gesetz."
H. D. Thoreau
26.08.10 15:51 #56 fragt die Kölner

die wissen wie man einen Tunnel baut

 
26.08.10 15:56 #57 #54 Danke für die Einladung
Leider hindert mich die Entfernung an einer Teilnahme!
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Megamod ly moderiert megamäßig
26.08.10 16:05 #58 @Radelfan
Nicht so pessimistisch, es ist davon auszugehen, dass der Widerstand noch lange anhält. Vielleicht radelst du ja die nächsten Wochen mal runter gen süden und schaust dort vorbei.

Es lohnt sich, allein des kreativen Protests wegen.

Und überhaupt: Wie gesagt hier wir mehr als ein Bauprojekt verhandelt.
Insofern geht es uns alle an.
Oder wollt ihr nicht mitbestimmen über eure Zukunft und die eurer Kinder und Enkel?  
26.08.10 16:13 #59 stockfarmer- du komiker?

Oder wollt ihr nicht mitbestimmen über eure Zukunft und die eurer Kinder und Enkel?  der satz is echt witzig

 
26.08.10 16:17 #60 #the beginner
Dieser Satz ist nicht komisch, oder genügt dir eine Wahl, alle 4 bis 5 Jahre für die Mitbestimmung?

Na wen das so ist...


Oben bleiben!  
26.08.10 16:21 #61 ja,ja die wähler

wenn wahlen etwas ändern würden dann wären sie verboten

 
26.08.10 16:33 #62 Du scheinst ja
sehr resigniert zu sein.
Eben darum wäre so ein Demo-Besuch (wie wärs z.B. freitag abend ab 18:00 in S am HBF)
vielleicht ganz gut und aufbauend für dich.

Oder organisiere doch einfach einen Schwabenstreich in deiner Heimat,

Infos z.B.:

http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/...schwabenstreich/

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/...en-fetzen-knallen-.html  
26.08.10 16:47 #63 Na also, geht doch
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Verschiebe nicht auf morgen, was genausogut auf übermorgen verschoben werden kann.
26.08.10 19:13 #64 Wie soll eigentlich ne Gesellschaft funktionieren.
bei der permanent über alles von der Bevölkerung abgestimmt wird ?

Wie lange würde es dauern, bis die Leute davon übersättigt sind und sich kein Mensch mehr sich an Abstimmungen beteiligt ?

Welchen Sachverstand und welchen Weitblick bringt die stimmberechtigte Bevölkerung mit, wenn es um Themen geht, die zukunftsgerichtet sind, einen langen Atem benötigen und/oder den Kreis um den eigenen Kirchturm überschreiten ?  
26.08.10 19:14 #65 Anders gefragt: Wie lange würde es wohl daue.
Demokratie auf diese Weise ad absurdum geführt und zerstört wäre ??  
26.08.10 19:15 #66 kiiwii, sonst bist du doch so ein Schweiz-Fan?
Wenn das Großschweizer-Modell inclusive BaWü bereits realität wäre, dann dürfte der Kanton Stuttgart natürlich darüber abstimmen, ob sie die Planung gutheißen oder nicht.

Da muss die Politik eben die Überzeugungsarbeit leisten und nicht mit gefälschten Gutachten eigenmächtige Entscheidungen herbeiführen, die hinterher keiner verantworten will.
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"Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann, sage ich, brich das Gesetz."
H. D. Thoreau
26.08.10 19:16 #67 Frag Quantas, der wird dir erklären, wie es dor.
funktioniert.  
26.08.10 19:22 #68 Wetterfahnen-kiwi halt
Er argumentiert immer so, wie es gerade passt und auch wenn er sonst das Gegenteil vertritt.
Ist ja hier nicht das erste Mal.  
26.08.10 19:24 #69 Ich glaube nicht, daß Ihr es gut fändet, wenn
morgen jamand hier ne Volksabstimmung zur Wiedereinführung der Todesstrafe initiieren würde...

Ihr seid reine Opportunisten.  
26.08.10 19:28 #70 Als ich an anderer Stelle und vor einiger Zeit m.
leise darauf verwiesen habe (es ging um Steuern), daß in der Schweiz das Stimmvolk abstimmt (jedenfalls in bestimmten Kantonen bzw. Gemeinden), welche Steuern erhoben werden sollen, während man hier Regierung und Fiskus erlaubt, nach Gusto in unsere Taschen zu greifen, wurde über mich hergezogen...  
26.08.10 19:31 #71 Hallo kiiwii

Die Neat, die neue Alpentransitstrecke der SBB. Dieses grosse Bauvorhaben in der Schweiz wurde vom Volk mit grosser Mehrheit in einer Voksabstimmung angenommen.

Der Tunnel alleine hat eine Länge von rund 51 Kilometern und wird voraussichtlich am 15. Oktober durchstochen.

Blow Fiber Installation NEAT Gotthard Basis Tunnel Fiber Flow DRAHTEX Drahtex RJ45 LANNEAT Gotthard Basis Tunnel Ausbauprofil mit Installations Trasse für Kommunikation und Betrieb

Das Vorhaben kostet in etwa 23 Milliarden Schweizer Franken.

Obwohl dieses grosse Bauwerk nicht für die Schweiz sondern für Europa gebaut wird, stemmt die Schweiz die Baukosten ohne angrenzende Länder oder die EU.

Was wir nicht alles für den Nord-Süd Transit-Verkehr tun.

Und wir sind stolz darauf, gelten wir Schweizer doch als Bahnfahr-Weltmeister.

 

Grüessli

quantas

 

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"Wir leben Zürich und Bangkok"
26.08.10 19:36 #72 Oben bleiben!
"Gesicht zeigen", "Flagge zeígen", Selbstbewusstsein demonstrieren.

Der Konflikt an sich und dass ihr diskutiert ist für sich genommen schon ein Erfolg.
Und eines ist sicher:

Stuttgart wird nach dieser Auseinandersetzung nicht mehr so sein wie vorher, egal wie alles ausgeht.

http://www.presseportal.de/pm/65393/1671307/ostsee_zeitung  
26.08.10 19:40 #73 Was habt Ihr nur gegen den schönen
Kopfbahnhof in Stuttgart!

Mann! Mann!

Was sollen diese lächerlichen Demos jetzt noch!

12 Jahre hatte man Zeit den neuen Bahnhof zu verhindern!

Jetzt diese lächerlichen Sitzblokaden!

Aller habe dafür unterschrieben!

Heute weis es das Umweltamt besser!

Warum nicht vor 10 Jahren!

Ja nun bekommen wir was wir wollen!

Ich als Durchgangsreisender sage macht was Ihr wollt!

26.08.10 20:00 #74 Nun Furz,
lies doch mal da nach:

http://webcam.schrem.eu/

Etwas runterscrollen unter die Videos und da stehen sehr viele Information für dich. Nimm dir Zeit börsenfurz1 und lies alles in Ruhe. Und wenn du nicht weiter in den Sessel fu.. äh pupsen willst, komm einfach vor Ort, da ist es spannend, interessant, teilweise auch lustig, jedenfalls lange nicht so einsam wie vor der blöden Möhre (Röhre)...

... und an den Börsen tut sich grad eh nichts...postives  
26.08.10 20:13 #75 Wir bauen in Zürich auch einen unterirdischen

DurchgangsBahnhof. Da die Stadt Zürich auch nur einen Kopfbahnhof hat.

Es macht aber niemand Lärm dagegen. Die Stuttgarter kann ich nicht verstehen,

http://www.stadt-zuerich.ch/ted/de/index/taz/...linie.html#terminplan

http://infra.sbb.ch/downloads/infomagazin.htm

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"Wir leben Zürich und Bangkok"
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