Zitat:
"Das Innenministerium in Wien bekräftigte, den Vorwürfen nachgehen zu wollen, gibt sich aber sicher, dass Marsalek nicht unter seinem echten Namen als Informant arbeitete.
Der Manager muss jedoch Quellen im BVT und im Innenministerium gehabt haben. Marsalek soll so gut über die Vorgänge im BVT informiert gewesen sein, weil Wirecard in seiner Anfangszeit Hilfe von BVT-Mitarbeitern bekam. Sie sollen - offenbar nebenberuflich - Pornoanbieter auf ihre Zahlungsfähigkeit überprüft haben.
Zudem sollen Verfassungsschützer dem Unternehmen bei einem "Problem in Dubai" geholfen haben, heißt es in österreichischen Medienberichten. In diesem Fall habe ein Notar Wirecard rund 150 Millionen Dollar geschuldet, Marsalek sei für die Lösung des Problems zuständig gewesen."
Vorsicht, Ironie: War Wirecard ursprünglich eine ausgelagerte "Tarnfirma" des österreichischen Inlandsgeheimdienstes, um Österreich vor Brauns Visionen zu schützen? Ist Marsalek ein Krypto-Nazi mit schweren (Business-)Wahnvorstellungen? Müssen klagende Ex-WDI-Aktionäre jetzt die Bespitzelung durch Marsaleks Unterstützernetzwerk während des Österreich-Urlaubs erwarten? Ist Marsaleks Ehefrau möglicherweise sogar mit Imelda Marcos verwandt? War die FPÖ Wirecard-Kunde?
Der frühere Wirecard-Manager Marsalek ist auf der Flucht, gesucht wird er wegen Untreue und Bilanzfälschung. Und nun kommen weitere Vorwürfe hinzu: Der Österreicher soll der rechtspopulistischen Partei FPÖ als geheimer Informant vertrauliche Informationen beschafft haben. |