"ist dein monatlicher Aufwand beim Kauf oft gleich zur Miete"
Ist ein absolut weit verbreiteter und vollkommen unterschätzter Irrtum.
Ich habe einmal für den Düsseldorfer Stadtteil, ausgerechnet, wie sich bei einer 3-Zimmer-Wohnung die finanzielle Belastung von Mieten zu Kaufen verhält.
Dank Immoscout24 lassen sich die Preise für jede x-beliebige Wohnlage ja bequem ermitteln. Im mittleren bis oberen Preissegment konnte ich eine Kaltmiete von 10 €/qm feststellen, bei den Eigentumswohnungen liegt der Preis im gleichen Segment bei etwa 3.000 €/qm.
Immoscout gibt auch Auskunft über die Preisentwicklung im Stadtteil. Der Mietanstieg betrug nur 1,85% zum Vorjahr, während die Kaufpreise um satte 8% gestiegen sind.
Rechnen wir das Ganze fix für eine 3-Zimmer-Wohnung mit 100qm durch: Kaltmiete: 1.000€/Monat Kaufpreis: 300.000€ plus Kaufnebenkosten (10%) gleich 330.000€
Setzen wir die Jahresmiete von 12.000€ in Bezug zum Kaufpreis von 330.000€, wird deutlich, dass die Miete 3,6% vom Kaufpreis beträgt.
Wenn die jährliche Belastung des Käufers für Zins und Tilgung unter 12.000€ liegen soll, muss der Kreditzins also logischerweise entweder deutlich unter 3,6% liegen oder alternativ nennenswert Eigenkapital vorhanden sein.
Unter diesen Voraussetzungen liegt die Rate für Zins und Tilgung bei monatlich etwa 1.420€. Dazu kommen Rücklagen für Instandhaltungskosten in Höhe von 1,5% pro Jahr vom Immobilienneuwert (1,5% x 300.000€ = 375€/Monat).
Die gesamte monatliche Belastung für den Käufer beträgt in diesem Beispiel also knapp 1.800€.
Um sein Eigenheim abzubezahlen, muss der Käufer für ein vergleichbares Objekt monatlich knapp 800€ (80%!) mehr aufbringen als der Mieter.
Alles andere wäre auch ein Wunder. ----------- Woodstore Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt. |