ist kein sonderlich verässliches Kriterium für Politik und deren Beurteilung. Da gelten die zwei platten Grundsätze: 1. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. 2. Im Nachhinein ist man immer schlauer.
Im Grund haben einzelne Politiken/Politiker gar keine Chance, auf Vorhersehbarkeit zu setzen.
Nur ein Beispiel: Hätte ein Politiker vor anderthalb Jahren den Beschluss ausgerufen: Wir müssen damit rechnen, dass in absehbarer Zeit Millionen Flüchtlinge Richtung Europa strömen, deshalb müssen wir jetzt einige zig Milliarden bereitstellen, um uns darauf vorzubereiten bzw. um die Menschen in denKrisengebieten zu unterstützen. Wieviel Unterstützung hätte er oder sie dafür bekommen: in der Bevölkerung, in den Medien, bei den anderen Regierungen von Europa? Es ging ja gerade um Milliarden, um den in Griechenland als Folge von jahrelanger falscher Politik (besser: unterlassener richtiger Politik aus fehlender Weitsicht) angerichteten Schaden einigermaßen zu begrenzen.
Weitsicht hat in der Politik nur begrenzten - meist gar keinen - Raum. Das kann man als "Versagen" definieren, wenn einem daran liegt, Schuldpakete zu verteilen. Man kann es aber auch so nsehen: Das ist einfach so. Unabänderlich. Und deshalb schlittert die Welt von Krise zu Krise. Unde Krisen sind die einzigen Punkte, die politisches Handeln letztlich bestimmen. Jeder Lerneffekt aus irgendeiner fatalen Krise hat die Halbwertzeit von maxcimal einer Generation. Ohne dass es verhindern würde, dass an anderen Stellen nicht schon wieder neue Krisenherde entstehen können.
Politik ist letztlich Krisenmanagement. Langfristig vorausschauende Politikversuche gibt es sicher auch. Aber dann treten die oben genannten 2 platten Grundsätze in Kraft.
Deshalb ist Analyse mühsam und letztlich immer ex-post, mit wichtigen, aber am Ende sehr, sehr kleinen Auswirkungen auf zukünftiges Handeln. Die "Schuldfrage" ist dabei der unfruchtbarste Ansatz... ----------- Ein Beitrag zur Friedensstiftung und ein leuchtendes Beispiel ueberschwaenglicher Willkommenskultur! |